Geschichte
Die Geschichte unseres Vereins PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 23. Juli 2010 um 15:28 Uhr

 

    Rückblick auf die Geschichte
    des Sportvereins Menne
    (Bilder werden nachgereicht)


    Die Gründerjahre

    Der Bazillus Fußball erreichte unser bis dahin ahnungsloses Dorf Menne im Sommer des Jahres 1922. Infiziert wurden die Menner Sportler von dem aus Bochum nach Menne verzogenen Josef Hibbeln. Dieser hatte an der Ruhr den Fußballsport kennengelernt und war auch dort schon dem runden Leder nachgejagt. In Menne faßte man sich ein Herz und beschloß einen Fußballverein zu gründen. Die Gründung dieses Vereins ist wohl in erster Linie auf die Initiative der Sportfreunde Josef Fuest, Ludwig Klauke, Paul Klauke und Josef Menne zurückzuführen. Der Vereinsgründung folgte dann die Bildung eines geschäftsführenden Vorstandes mit folgender Zusammensetzung:

    1. Vorsitzender Josef Menne
    Schriftführer Otto Klauke
    Kassierer Josef Brenke und Paul Leifeld

    In diesen Jahren gab es noch keine Sportplätze in den Dörfern, so daß sich der neu gegründete Fußballverein auf die Suche nach einem geeigneten Gelände machen mußte. Fündig wurde man bei den Wiesen auf dem Menner Bruch, die zwar nichts mit den uns heute bekannten Sportanlagen zu tun hatten, aber doch zum Austragen eines Fußballspieles benutzt werden konnten. Da ein Fußballspiel ohne Tore nicht vorstellbar ist, mußten auch diese irgendwie herbeigeschafft werden. Im Gemeindewald fanden sich einige Bäume, die zu diesem Zweck gefällt wurden, um sie dann in Nörde auf die richtigen Maße zurecht zu schneiden. Das Aufstellen der Tore ist, wie alles zu dieser Zeit, auch in Eigenleistung erfolgt und wurde von den Spielern selbst durchgeführt. Als Vereinsfarben wählte sich der Menner Fußballverein die Farben Rot und Weiß. Auch in den Nachbargemeinden waren in dieser Zeit schon Fußballvereine entstanden und so wurden die ersten  Fußballspiele gegen die Mannschaften aus Nörde, Ossendorf, Warburg, Großeneder und Hohenwepel ausgetragen.

    Auch die ersten Erfolge des noch jungen Vereins stellten sich bald ein, so wurde am 20. September 1922 in Hohenwepel schon der erste Pokal gewonnen. Folgende Spieler vertraten  erstmals die rotweißen Farben einer Fußballmannschaft in Menne: Josef Ehlen, Josef Fuest, Josef Menne, Josef Brenke, Paul Leifeld, Paul Klauke, August Brenke, Otto Klauke, Josef Hibbeln, August Ridder, Ludwig Klauke und als Ersatzspieler August Hibbeln und Heinrich Stolte.

    In den folgenden Jahren mußten immer wieder neue Wiesen gesucht und gefunden  werden, um auf ihnen die Fußballspiele austragen zu können. So spielte man in den Jahren 1925/26 auf Fischers Weide (Peters Hof) und ab 1927 diente die Schafweide vor dem Walde als Sportplatz für den Fußballverein Menne. Auch die erste Änderung des Vereinsnamens fällt in diese Zeit, so wurde der Verein unter Pastor Rasche und Lehrer Stoppelkamp in DJK Menne umbenannt.  In dieser Zeit wurde die Mannschaft aus folgenden Spielern gestellt: Josef Söthe, Johannes Moors, Josef Sommer, Alois Wiemers, Norbert Schroll, Karl Leifeld, Heinrich Berendes, Bernhard Sommer, August Hibbeln, Alois Wennekamp, Josef Fuest.

    Das Problem, genügend Spieler für eine gute Mannschaft zur Verfügung zu haben, um einen geregelten Spielbetrieb zu ermöglichen, war auch damals schon bekannt. Wie dünn die Spielerdecke war, geht daraus hervor, daß nach der Abwanderung der Spieler Fuest und Hibbeln nach Bochum, und des Wechsels von Josef Söthe nach Hohenwepel, der Spielbetrieb zunächst eingestellt werden mußte. Aber es fanden sich bald wieder genug Fußballinfizierte um eine neue Mannschaft auf die Beine zu stellen. Begonnen wurde der Spielbetrieb wieder mit folgenden Spielern:
    Paul Thelen, Anton Nolte, Josef Wilmes, Anton Wennekamp, Johannes Lüer, Heinrich Lüer, Leo Hagemeier, August Rose, Josef Rose, Josef Einsfelder, Heinrich Timmer, Karl Schmidt, Heinrich Michels und Albert Flore.

    Im Jahre 1933 bekam der Verein dann endlich einen richtigen Sportplatz. Die Schafweide, die bis dahin als Austragungsort für die Fußballspiele gedient hatte, wurde umgebrochen und das Gelände wurde einigermaßen begradigt. Die Tore wurden von den Spielern wieder in Eigenleistung aufgestellt, so daß man erstmalig über einen eigenen Sportplatz verfügen konnte, der die bescheidenen Maße von 76m mal 42m hatte. In diesen  Jahren wechselte der Verein auch seine Vereinsfarben von rotweiß in schwarzgelb um. Dieses schwarzgelbe Trikot trugen in der Zeit von 1936 bis 1939 in erster Linie folgende Spieler: Alois Einsfelder, Franz Rose, Anton Nolte, Josef Wilmes, Johannes Lüer, Heinrich Timmer, Karl Wiemers, Karl Schmidt, Bernhard Hagemeier und Anton Wennekamp.

    Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges ging natürlich auch an unserem Dorf Menne und damit auch an unserem Sportverein nicht ohne einschneidende Veränderungen vorbei. So mußte im Jahre 1939 der Spielbetrieb abermals eingestellt werden, da die meisten jungen Männer, durch die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst und zum Wehrdienst, nicht mehr ihrem Sport, dem Fußballspielen, nachgehen konnten.  Aber der Sportverein Menne besann sich darauf, daß ja nicht nur im Seniorenbereich Fußball gespielt werden kann, sondern das auch Jugendliche diesen schönen Sport ausüben können. So wurde 1940/41 eine Jugendmannschaft gegründet, die aus den unten abgebildeten Spielern bestand.

    Die Nachkriegsjahre

    Schon ein Jahr nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wurde in Menne der Fußballverein, unter dem Namen "Alemannia" Menne, wieder zu neuem Leben erweckt. So wurde im September 1946  wieder eine Seniorenmannschaft  gegründet und die ersten Fußballspiele ausgetragen. In den Jahren von 1946 bis 1948 waren folgende Spieler für die "Alemannia" Menne aktiv: HansWerner Christoph, Franz Schulze, Hermann Steffens, Johannes Fischer, Günther Block, Paul Klauke, Heinrich Backhaus, Franz Rose, Karl Wiemers, Willi Steffens, Hermann Pomeranze, Josef Steffens, Alois Menne, August Büsse, Willi Köster, Josef Klauke, Hubert Schroll, Karl Schäfers sowie Helmut Lipert und Franz Michels aus Hohenwepel.

    Auch die ersten Erfolge für diese Mannschaft stellten sich recht bald ein. So konnte im Jahr 1947 die Kreismeisterschaft in der 2. Kreisklasse gewonnen werden und die Mannschaft stieg in die 1. Kreisklasse auf. Der Erfolg setzte sich auch in der 1. Kreisklasse fort und so konnte 1948 auf Anhieb der dritte Platz in der 1. Kreisklasse gefeiert werden. Unten die Mannschaft der "Alemannia" Menne, die 1948 beim Sportfest in Warburg das Einlagespiel gegen die Sportfreunde Warburg 08 bestritt.

    Der Vorstand der "Alemannia" Menne setzte sich zu dieser Zeit aus folgenden Sportfreunden zusammen:

    1. Vorsitzender Josef Büsse
    2. Vorsitzender Josef Dierkes
    Schriftführer Theo Holzki
    Kassierer Hans Beumer

    Im Jahr 1949 legte Josef Büsse das Amt des ersten Vorsitzenden nieder und für ihn leitete nun Wilhelm Pletzinger die Geschicke des Vereins. In Jahr 1949 konnte die Mannschaft nicht an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen und es reichte am Ende nur zum siebten Platz in der 1. Kreisklasse. Das Jahr 1950 stand für die "Alemannia" Menne unter einem sehr schlechten Stern, am Ende der Serie mußte sich die Mannschaft mit dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse abfinden. Dieser Abstieg hatte für die Fußballfreunde aus Menne einschneidende Folgen, so fiel die Mannschaft nach dem Abstieg auseinander und es konnte keine Mannschaft  mehr gebildet werden. Der Verein wurde daraufhin aufgelöst und von Spielern eines Nachbarvereins wurden die Fußballtore demoliert und abgerissen. Nun folgte für das Dorf Menne eine längere Fußballpause, die ganze sechs Jahre andauern sollte.


    Die Aufbaujahre

    Der Bazillus Fußball ließ aber das Dorf Menne nicht mehr los und so trafen sich am 12. Mai 1956  zweiundzwanzig fußballbegeisterte Menner Bürger und beschlossen wieder einen Fußballverein zu gründen. Der neue Verein bekam den Namen F.C. Menne und zu seinem Vorsitzenden wurde der Sportfreund Robert Peine gewählt. Sein Stellvertreter wurde Hans Stellmach und ab Oktober 1956 Josef Dierkes, die Führung der Kasse übernahm Theo Kurten und als Schriftführer fungierte Heinrich Schäffer. Da man aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wollte, wurde Willi Köster in den Vorstand gewählt, um den Jugendbereich zu betreuen. Der neu gegründete F.C. Menne suchte sich die Farben Blau und Weiß aus, ob man hier auf einen großen Verein aus dem Ruhrgebiet geschaut hat, ist nicht überliefert, aber diesen Vereinsfarben ist der Sportverein Menne bis heute treu geblieben. Seit dieser Zeit ist nach vielen Siegen im Vereinslokal und auf so manchem Ausflug des Sportvereins das Lied "Blau und Weiß, wie lieb ich dich" erklungen.
    Das Jahr 1958 brachte für den F.C. Menne einen neuen Vorstand, der aus Sportfreunden bestand, die für lange Jahre die Vereinsgeschicke mit lenken sollten.

    1. Vorsitzender  Josef Dierkes
    Schriftführer Theo Kurten
    Kassierer Josef Schäffer

    In diesem Jahr ging der F.C. Menne dann mit Schwung daran, seinen seit 1933 bestehenden Sportplatz umzugestalten. So wurde nicht nur die Hangneigung des Sportplatzes etwas begradigt, sondern auch die bescheidenen Ausmaße von 76m mal 42m wurden auf stattliche 96m mal 55m erweitert. Außerdem wurde eine Umzäunung der Sportanlage aus Eisenrohren angebracht. Da auch damals die Finanzmittel schon knapp waren, bekam der Verein für diese Maßnahmen ein Totodarlehn in Höhe von 5000 DM vom Westdeutschen Fußballverband.

    In Jahr 1961 wurde der erste Vorsitzende des F.C. Menne, Josef Dierkes, zum Bürgermeister der Gemeinde Menne gewählt. Da er durch diese ehrenamtliche Tätigkeit doch sehr in Anspruch genommen wurde, bat Josef Dierkes darum, ihn von dem Amt des ersten Vorsitzenden zu entbinden. Die Generalversammlung wählte daraufhin den Lehrer Wilhelm Arens zum ersten Vorsitzenden des F.C. Menne. Dieser hatte das Amt bis 1964 inne und wurde danach von Robert Peine abgelöst, der das Amt des ersten Vorsitzenden bis 1967 ausübte. In dieser Zeit waren außer den schon vorher genannten Sportfreunden noch folgende Mitglieder des F.C. Menne im Vorstand tätig: Hans Stellmach, Wilhelm Pletzinger, Heinrich Schäffer, Kurt Niggemann, August Einsfelder, Josef Steffens, Helmut Kurten, Anton Spellerberg.

    Das Jahr 1962 brachte dann für den F.C. Menne eine einschneidende Veränderung. In Menne waren zu dieser Zeit, um die Sportfreunde HansJoachim Fietz, Siegfried Bode, HansDieter Bruns und Herbert Nolte, eine Gruppe von Sportlern auf den Gedanken gekommen, den Tischtennissport in Menne ausüben zu wollen. Da es in einem kleinen Ort wie Menne aber nicht gut sein konnte, daß zwei Sportvereine  nebeneinander existieren, wurde vernünftigerweise beschlossen, die Tischtennisfreunde als eine Unterabteilung in den F.C. Menne einzugliedern. So wurden erstmals seit der Gründung eines Menner Sportvereins zwei Sportarten in diesem Verein ausgeübt.

    Aber nun zurück zum Fußball der in den Jahren von 1956 bis 1966 ein auf und ab erlebte und in denen der F.C. Menne einige Jahre in der dritten Kreisklasse  Fußball spielten mußte. Diese Situation änderte sich erst im Jahre 1967, in diesem Jahr konnte der F.C. Menne die Kreismeisterschaft in der dritten Kreisklasse und damit den Aufstieg in die 2. Kreisklasse feiern.


    Das Jahr 1967 brachte aber nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch der Vorstand des F.C. Menne wechselte. Es fand sich eine Vorstandsmannschaft, die im Wesentlichen in der gleichen Zusammensetzung, über viele Jahre hinweg die Geschicke des Vereins leiten sollte. In das Jahr 1967 fällt auch der Beitritt des Menner Sportvereins in den Verband der Eisenbahner  Sportvereine. Aus diesem Grund wechselte auch der Vereinsname und aus dem F.C. Menne wurde der ESV Menne, der seit dieser Zeit ein eingetragener Verein ist.

    Der Vorstand des ESV Menne setzte sich am 10. März 1967 aus folgenden Sportfreunden zusammen:

    1. Vorsitzender Josef Dierkes
    2. Vorsitzender Josef Steffens
    Kassierer Josef Schäffer
    Stellvertreter August Einsfelder
    Schriftführer Helmut Kurten
    Stellvertreter Herbert Nolte
    Mannschaftsbetreuer Adolf Scherf und Kurt Niggemann
    Jugendwart Hans Stellmach
    Schülerwart Heinz Eckstein
    TTFachwart HansJoachim Fietz

    Nach der 1967 errungenen Meisterschaft in der dritten Kreisklasse, setzte sich der sportliche Höhenflug des ESV Menne auch in der 2. Kreisklasse weiter fort. In der Spielserie 1967/68  wurde die Mannschaft des ESV auf Anhieb Vizemeister in der 2. Kreisklasse und konnte somit endlich wieder in die 1. Kreisklasse zurückkehren.

    Aber auch der Tischtennissport entwickelte sich aus den bescheidenen Anfängen mit einer Tichtennisplatte zu einem der größten Tischtennisvereine im Kreis Warburg. Der größte Aufschwung für diese Abteilung des ESV Menne kam mit dem Bau der Gemeindehalle im Jahr 1968. In dieser neuen Halle fand die TischtennisAbteilung des ESV Menne ab dem Jahr 1969 ihre neue sportliche Heimat. In der Gemeindehalle war es erstmals möglich an mehreren Platten gleichzeitig zu spielen und es entstand eine richtige Aufbruchstimmung. Aus anfangs einer Mannschaft wurden bis zum Jahr 1972 sechs Mannschaften, darunter auch die erste Damenmannschaft des ESV, in dieser Zeit konnten auch schon erste Erfolge wie Meisterschaften und Aufstiege in die Bezirksklasse gefeiert werden.

    In den Jahren 1971/72 wurde der in dieser Form seit 1958 bestehende, und einmal aus einer Schafweide entstandene Sportplatz rundum erneuert. Das Gelände des Sportplatzes glich zeitweise einer Großbaustelle und es wurden LKW auf LKW Erde auf das Sportgelände gefahren, um den Sportplatz zu verbreitern und um das Gelände zu begradigen. Der Sportplatz, der im Wesentlichen seit dieser Zeit bis heute unverändert existiert, wurde auf 100m mal 67m vergrößert und es wurde auf einer Seite eine Leichtathletiklaufbahn erstellt. Diese doch größeren Renovierungsarbeiten an dem sportlichen Zuhause des ESV Menne  hatten zufolge, daß in dieser Zeit keine Heimspiele stattfinden konnten. Deshalb mußten in der Spielserie 1971/72 alle Heimspiele des ESV Menne auf dem Sportplatz in Ossendorf ausgetragen werden.

    Das Jahr 1971 brachte aber nicht nur für die Fußballer des ESV Menne einige Turbulenzen, sondern auch dem gesamten Verein standen einige Veränderungen bevor. Nach der 1962 ins Leben gerufenen und bis heute sehr erfolgreichen TischtennisAbteilung drängte eine andere Sportart mit viel weiblichem Charme und Durchsetzungskraft in den ehemals reinen Fußballverein. Die Damenwelt aus Menne hatte beschlossen, daß Sport fit hält und das man sich am besten in einem Verein sportlich betätigen kann. So beschloß die Generalversammlung am 20. Februar 1971, daß auch den Menner Damen die Gelegenheit gegeben werden müsse, sich sportlich zu betätigen. Nach dem Motto "Trimm dich fit, turn mal wieder" wurde eine Gymnastik  Abteilung ins Leben gerufen und dem ESV Menne angegliedert. Nach unbestätigten Berichten zufolge, soll über die Gesichter der männlichen Vereinsmitglieder ein Schmunzeln geflogen sein, als die Damen beschlossen, sich jeden Montag in der Gemeindehalle in Menne zu treffen, um sich mit Gymnastikübungen in Form zu halten.

    In dieser Generalversammlung beschlossen die Mitglieder des ESV Menne auch, für das in Menne geplante Freibad, 5000 DM aus dem Vereinsvermögen zu spenden. Der in den letzten Jahren immer größer werdende Verein, hatte bis jetzt seine Generalversammlungen immer im Vereinslokal Rose durchgeführt. Aber nun war das Vereinslokal endgültig zu klein geworden und die am 20. Februar 1971 stattgefundene Generalversammlung war die letzte im Vereinslokal. Ab dem Jahr 1972 bis heute fanden alle Generalversammlungen des ESV Menne in der 1969 fertiggestellten Gemeindehalle statt.

    Das Jahr 1972 war für den ESV Menne ein ganz besonderes, denn in diesem Jahr konnte der Sportverein Menne auf eine 50jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde vom Freitag, den 28. Juli bis zum Montag, den 31. Juli 1972 gefeiert. Das Vereinsjubiläum ging am Freitag mit einem Tischtennispokalturnier los und setzte sich am Samstag mit den Fußballspielen der Schüler und der AlteHerren Mannschaften, sowie den Pokalvorrundenspielen der eingeladenen Vereine fort. Der Samstagabend war dann ganz der Geselligkeit vorbehalten und wurde mit einem Tanzabend in der Gemeindehalle abgeschlossen. Am Sonntag spielte zuerst die Jugendmannschaft des ESV Menne und die Endrunde des Pokalturniers wurde ausgetragen. Für das Einlagespiel konnte man die Mannschaften vom VfB Beverungen und des Spielvereins Kassel gewinnen. Am Montag stand dann zum Abschluß der Jubiläumsfeierlichkeiten ein Frühschoppen im Vereinslokal Rose auf dem Programm, bei dem auch die Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder vorgenommen wurden.
    Der Vorstand des ESV Menne bestand im 50jährigen Jubiläumsjahr immer noch aus den gleichen Sportfreunden, die schon am 10. März 1967 in den Vorstand gewählt worden waren. Unser Bild zeigt den Vorstand des ESV Menne im Jubiläumsjahr 1972.

    Der Fußball des ESV Menne entwickelte sich in den nächsten Jahren zu einer festen Größe im Sportkreis Warburg und die erste  Mannschaft war in den folgenden Jahren fast immer in der ersten Hälfte der Kreisliga A zu finden. Das Jahr 1973 brachte für den ESV einen weiteren gesellschaftlichen Höhepunkt. Im September 1973 ging es mit dem Bus zu einer zweitägigen Ausflugsfahrt an die Mosel, hier sollte einmal der Sport in den Hintergrund treten und das gesellige Beisammensein gefördert werden. Alle, die an dieser Fahrt teilgenommen haben, können sicher bestätigen, daß dieses Ziel zu aller Zufriedenheit erreicht wurde.

    Im Spieljahr 1974/75 zahlte sich die gute Jugendarbeit des ESV Menne aus, und es konnte erstmals eine 2. Mannschaft in der Kreisliga C ins Rennen geschickt werden. Diese 2. Mannschaft, die bis heute ununterbrochen am Spielbetrieb teilnimmt, ist zu einer festen Größe im Verein geworden. Das Jahr 1975 brachte aber für den Fußball in Menne noch eine weitere Neuerung: Hatten sich die Spieler bis jetzt nach den Spielen noch zu Hause waschen und umziehen müssen, so konnten sie sich jetzt nach den Spielen duschen. Das Freibad in Menne war fertigstellt und in dem Schwimmbadgebäude wurden, durch den ESV Menne, in Eigenleistung Umkleideräume und Duschen errichtet. Diese Umkleideräume und Duschen konnten im August 1975 in Betrieb genommen werden. Es ist anzunehmen, daß unser damaliger Vereinswirt Hansi Rose und sicher auch einige Mütter und Spielerfrauen diese Entwicklung mit Erleichterung aufgenommen haben. So soll es doch, besonders nach Siegen, vorgekommen sein, daß die Spieler zuerst im Vereinslokal den Sieg gefeiert haben und dann erst zum Waschen und zum Umziehen nach Hause gekommen sind. Wobei sich hartnäckig die Gerüchte halten, daß ab und an einige Spieler nach besonders fröhlichen Feiern erst am anderen Morgen unter die Dusche gekommen sind.

    Der ESV Menne brach am 12. September des Jahres 1975 zu einer Fahrt nach Cuxhaven und Helgoland auf. Das erste Etappenziel Cuxhaven wurde mit dem Bus noch völlig unbeschadet erreicht. Aber dann geschah es, die Landratten aus Menne begaben sich aufs Schiff, um nach Helgoland in See zu stechen. Der Wettergott meinte es nicht gut mit dem ESV Menne und ließ es kräftig stürmen. Bei stürmischer See bekam der ESV nichts von Helgoland zu sehen und das Schiff mit dem ESV Menne an Bord mußte wieder abdrehen. Das dieser Sturm bei den meisten der Reisenden einen Anflug von Seekrankheit verursacht hat, ist wohl verständlich. So ist diese Fahrt bei vielen in einer nicht allzu guten Erinnerung geblieben. Aber es gab auch Ausnahmen, so soll unser Vorstandsmitglied "Bulli", in nicht ganz nüchternem Zustand, diese Erschütterungen einfach nicht zur Kenntnis genommen haben und auf Deck das Lied "Meine Heimat ist das Meer, meine Sehnsucht sind die Sterne" angestimmt haben. Daß niemand so recht einstimmen wollte, ist wohl verständlich und so waren alle Reisenden froh, am 14. September des Jahres 1975 wieder heimatliche Erde unter den Füßen zu haben. So war es nicht verwunderlich, daß die nächste Fahrt zwar wieder per Bus und aber diesmal nur auf dem Landweg geplant wurde.

    Die Vereinsmitglieder trafen sich im Herbst 1979 am Vereinslokal, um ihre 1973 an der Mosel gewonnenen Eindrücke zu vertiefen. Diesmal ging die Fahrt in das schöne Städtchen Kröv an der Mosel, aber auch bei dieser Fahrt kam es schon von Anfang an zu Turbulenzen. Nachdem die Vereinsmitglieder in den Bus eingestiegen waren, zählte der 1. Vorsitzende seine Schäfchen und siehe da, er hatte eines zuviel an Bord. Kommentar des nicht angemeldeten Mitreisenden "Nehmt mich nur mit, ich finde schon einen Platz zum Schlafen", und er sollte recht behalten. Denn die Antwort des Pensionsbesitzers bei der Ankunft, auf dieses Mißgeschick hin angesprochen, lautete " damit hatte ich schon gerechnet".

    Neben dem Besuch eines Weinfestes, stand auch eine Teilnahme der Vereinsmitglieder an einer zünftigen Weinprobe auf dem Programm. Der Anblick der vielen kleinen Weingläser auf den Tischen, eine für ostwestfälische Biertrinker völlig ungewohnte Größeneinheit, ließ den ein oder anderen Mitreisenden doch leicht lächeln. Aber im Verlauf der Weinprobe mußten einige Vereinsmitglieder doch feststellen, daß auch kleine Einheiten ihre Wirkung haben. Nur einem, dem ging die ganze Sache nicht schnell genug, er war den Erklärungen des Wirtes immer schon einige Gläser voraus und hatte seine Gläschen recht bald leer. Da aber unter Sportlern Kameradschaft herrscht und niemand dursten sollte, waren seine Tischnachbarn so nett und tauschten eines der Gläschen gegen ein etwas größeres Glas, in dem sich vorher die Tischdekoration (Blumen) befunden hatte, aus. Kommentar des etwas eiligen Trinkers nach dieser "Weinprobe": "Dieser Wein ist nun wirklich nicht mein Geschmack". Aber alle haben diese Weinprobe ohne größeren Schaden überstanden und hatten noch eine sehr schöne Zeit an der Mosel. Auch heute noch hört man in einer geselligen Runde manchmal den Satz, weißt du noch damals an der Mosel und eines ist sicher, es ist wieder für gute Unterhaltung gesorgt.

    Sportlich lief es für die 1. Mannschaft des ESV Menne in dieser Zeit recht erfolgreich. Bis auf die Serie 1977/78, denn hier mußte die 1. Fußballmannschaft leider in die 2. Kreisklasse absteigen. Aber schon in der Serie 1978/79 wurde mit einer beeindruckenden Leistung der sofortige Wiederaufstieg in die Kreisliga A geschafft und somit wurde der Abstieg unter der Rubrik Betriebsunfall abgehakt. Im gesamten Sportverein wurden die Jahre von 1972 bis 1982 von großem sportlichem Erfolgen begleitet. So wurden im Tischtennis wie im Fußball, im Jugend als auch im Seniorenbereich mehrere Herbstmeisterschaften, Pokalsiege und Aufstiege gefeiert. Ein Höhepunkt in diesen Jahren war wohl der Aufstieg der Tischtennis Damenmannschaft in die Landesliga. Damit endete der Höhenflug dieser Mannschaft aber noch nicht und gipfelte mit dem "Durchmarsch" in die Verbandsliga. Stellvertretend für diese Jahre sei hier die Saison 1979/80 genannt, in der die Mannschaften des ESV Menne nicht weniger als sechs Herbstmeisterschaften  drei im Fußball und drei im Tischtennis  feiern konnten. Auch die DamenGymnastikabteilung hatte sich seit ihrer Gründung im Jahr 1971 prächtig entwickelt und ist zu einer festen Einrichtung in Menne geworden. Bei verschiedenen Anlässen, wie zum Beispiel beim 50. Geburtstag unseres ersten Vorsitzenden Josef Dierkes oder zu den Feierlichkeiten zu ihrem 10 jährigen Bestehen erfreute sie die Menner Bevölkerung immer wieder mit eingeübten Tänzen.

    So konnte der Sportverein Menne im Jahr 1982 auf eine wechselvolle, doch sehr erfolgreiche 60jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Der Vorstand des ESV Menne setzte sich im Jubiläumsjahr aus folgenden Sportfreunden zusammen:

    1. Vorsitzender Josef Dierkes
    2. Vorsitzender Willi Klauke
    Kassierer Josef Schäffer
    Stellv. Kassierer August Einsfelder
    Schriftführer Helmut Kurten
    Stellv. Schriftführer Burkhard Sarrazin
    TTFachwart Hans  Joachim Fietz
    Frauenwartin Marita Kurten
    Jugendwart Hans Stellmach
    Vorsitzender Jugendausschuß Werner Ludwig
    Stellvertreter Engelbert Schulze
    Betreuer der 1. Mannschaft Kalli Nolte
    Betreuer der 2. Mannschaft Hansi Rose

    Aus der Aufstellung dieser Namen ist zu ersehen, wie kontinuierlich die Vorstandsarbeit in dieser Zeit war. So waren neben dem ersten Vorsitzenden Josef Dierkes auch die Sportfreunde Josef Schäffer, August Einsfelder, Helmut Kurten, HansJoachim Fietz und Hans Stellmach seit ihrer Wahl im Jahr 1967 immerhin schon 15 Jahre ununterbrochen im gleichen Vorstandsamt für den ESV Menne tätig.


    Das 60jährige Vereinsjubiläum wurde im Rahmen des Sportfestes des ESV Menne gefeiert.  Für dieses Jubiläum wurde wieder eine Festschrift zusammengestellt, in der auf die vergangenen 60 Jahre Sportverein in Menne zurückgeblickt wurde. Zum Jubiläumssportfest hatte sich der Vorstand für das Einlagespiel etwas besonderes einfallen lassen. Mithilfe des in Bochum wohnenden und aus Menne stammenden Robert Schäffer war es gelungen, die Mannschaft des PostSV Bochum für das Einlagespiel gegen die 1. Mannschaft des ESV Menne zu gewinnen. Aber nicht nur beim Fußballspielen wurden Kontakte zu den Kickern aus Bochum geknüpft, sondern auch in geselliger Runde wurden erste Kontakte hergestellt. Da die Fußballspieler aus Bochum bei einigen Familien aus Menne zu Gast waren und erst am anderen Tag wieder ihre Heimreise antreten mußten, konnten bei dem ein oder anderen Glas Bier diese neu geknüpften Bekanntschaften gleich vertieft werden. So ist dieses 60jährige Vereinsjubiläum allen Beteiligten sicherlich noch in guter Erinnerung geblieben.
    Aber auch der ESV Menne war im Jahr 1982 in Sachen Reisen unterwegs. Die AJugend unternahm eine 2tägige Fahrt nach Düsseldorf. Diese Fahrt wurde vom Betreuer Klaus Blome und Trainer Hubert Waldeyer organisiert und führte die Jugendlichen unter anderem zu einem Bundesligaspiel ins Düsseldorfer Rheinstadion. Auch an die anderen Höhepunkte dieser Fahrt, wie die Übernachtung im Sporthotel Novotel und an den Besuch in der Düsseldorfer Altstadt können sich die damals noch Jugendlichen und heute im AlteHerrenAlter befindlichen Fußballspieler sicher noch gut erinnern.

    Im Jahr 1983 wurde dann kräftig in die Hände gespuckt, denn es standen wieder Baumaßnahmen an. Auf dem Sportplatz entstand für die Zuschauer eine überdachte Tribüne, die auch vom Schützenverein mitgebaut und finanziert wurde. Zu dieser Tribüne gehört auch ein Abstellraum, der die zum Platzaufbau benötigten Geräte wie Netze, Eckfahnen und die Streukarre beherbergt. Seit der Serie 1983/84 können sich nun die Zuschauer bei schlechtem Wetter am Sportplatz die Spiele des ESV Menne  vor Wind und Regen geschützt  ansehen.
    Auch für die bessere Unterbringung der aktiven Spieler des ESV wurde 1983 etwas getan. Die im Jahr 1975 gebauten Umkleideräume erwiesen sich für zwei Mannschaften als zu klein und wurden von den Aktiven des Vereins in Eigenleistung erweitert. Hierfür mußte in eine Betonmauer ein Durchbruch geschlagen werden und jeder, der sich mit dem großen Hammer an dieser Mauer versucht hat, wird sich sicher noch gut daran erinnern. Aber es wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch viel verreist mit dem ESV. So fuhr die 1.  Mannschaft zu einem mehrtägigen " Trainigslager" nach Holland und auch die Jugend verreiste nach Amerika. Dieses Amerika liegt aber nicht auf der anderen Seite der Welt, sondern in Holland, was der Freude der AJugend aber keinen Abbruch tat. Auch der Besuch des Bundesligaspieles Gladbach  Frankfurt stand auf dem Veranstaltungskalender.
    Das Jahr 1983 brachte für die Fußballabteilung des ESV Menne im Jugendbereich einschneidende Veränderungen. War doch bis zum Jahr 1975 immer mit nur einer Schüler und einer Jugendmannschaft gespielt worden, so wurde dieses System ab dem Jahr 1976 allmählich auf 6 Altersstufen erweitert. Bis zum Jahr 1983 war es dem ESV Menne auch gelungen, wenn auch nicht für alle Altersstufen, so doch für die meisten, eine Mannschaft zu melden. Ab dem Jahr 1983 war dies nicht mehr möglich und es wurde erstmals für die DJugend eine Spielgemeinschaft mit Nörde und Hohenwepel gegründet. In den folgenden Jahren verbesserte sich diese Situation auch nicht, im Gegenteil, es wurde immer schwieriger, Jugendmannschaften für die einzelnen Altersstufen zu bekommen. So wurde nach einzelnen Spielgemeinschaften für die C,D oder EJugend im Jahr 1986 beschlossen, mit den Vereinen aus Nörde und Hohenwepel eine Spielgemeinschaft aller Jugendmannschaften mit eigenem Jugendvorstand zu gründen. Diese Jugendspielgemeinschaft besteht bis heute fort und hat sich noch um den Sportverein aus Ossendorf erweitert.

    Die Jahreshauptversammlung am 1. Juni 1985 brachte an der Spitze des ESV Menne nach langen Jahren der unveränderten Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstandes einige gravierende Veränderungen. So stand Josef Dierkes nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Josef Dierkes wurde nach 18 Jahren an der Spitze des ESV Menne, der in dieser Zeit eine sehr erfreuliche Entwicklung durchgemacht hat, mit einem herzlichen Dankeschön und viel Beifall aus der Versammlung in den sportlichen Ruhestand verabschiedet. Sportfreund Robert Peine beantragte, Josef Dierkes wegen seiner großen Verdienste um den Sport in Menne, zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen  so sei Josef Dierkes nicht nur seit 1967 erster Vorsitzender des ESV sondern er sei schon seit 1947 mit kurzen Unterbrechungen im Vorstand des Sportvereins Menne tätig. Diesen Vorschlag nahmen die Mitglieder des ESV Menne mit großem Beifall auf und stimmten diesem Antrag einstimmig zu. So hat der Sportverein Menne seit dem 1. Juni 1985 in Josef Dierkes seinen ersten und bis jetzt einzigen Ehrenvorsitzenden.

    In den neuen Vorstand des ESV Menne wurden am 1. Juni 1985 folgende Sportfreunde gewählt:

    1. Vorsitzender Helmut Kurten
    2. Vorsitzender     Willi Klauke
    Kassierer             Josef Schäffer
    Stellv. Kassierer Engelbert Schulze
    Schriftführer           Burkhard Sarrazin
    Stellv. Schriftführer Detlef Dewenter
    TT  Fachwart         HansJoachim Fietz
    Frauenwartin          Marita Kurten
    Betreuer der 1. Mannschaft         Burkhard Sarrazin
    Betreuer der 2. Mannschaft         Detlef Dewenter

    Dieser neue Vorstand ging nun mit Elan daran, daß Erreichte zu sichern und die gute Arbeit der letzten Jahre fortzusetzen. Da der ESV Menne mit der Vergabe des Vereinslokals zu dieser Zeit etwas Schwierigkeiten hatte und für die Bewirtung auf Sportfest nur noch ein bescheidener Schänkenertrag zu erzielen war, beschloß der Vorstand des ESV, die Bewirtung auf dem Sportfest 1985 selber in die Hand zu nehmen. Dies ist bis heute auch so geblieben und wenn es auch mit etwas Mehrarbeit für Vorstand und Aktive verbunden ist, so hat es doch der Kasse des ESV Menne recht gut getan. An dieser Stelle möchte sich der Sportverein Menne bei unseren Vereinswirten, die dem Verein ein geselliges Zuhause gegeben haben, recht herzlich bedanken. Das Vereinslokal befindet sich seit langen Jahren in der Gaststätte Rose in der Parkstraße und trägt heute den Namen "Dorfschänke". Die vielen Pokale und Urkunden haben in diesem Lokal ein Zuhause gefunden.

    Da neben den Fußballern auch die Tischtennisabteilung einige Ausflüge durchgeführt hatten, wollte die DamenTurnabteilung nicht nachstehen und organisierte 1986 einem Ausflug in den Norden, um für mehrere Tage Hamburg unsicher zu machen. Auch die 1. und 2. Fußballmannschaft war auf Reisen. 1986 besuchten sie für mehrere Tage den Ferienpark am KirchheimerDreick und im Herbst 1987 an einem langen Wochenende das RhönPark Hotel in der Rhön.

    Das Jahr 1987 hatte aber auch noch einen anderen Höhepunkt, die Tischtennisabteilung des ESV Menne blickte auf ihr 25jähriges Bestehen und damit auf 25 Jahre aktiven Tischtennissport in Menne zurück. Dieses Jubiläum wurde vom 4. bis zum 9. Mai 1987 gefeiert und es konnte auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung dieser Tischtennisabteilung zurückgeschaut werden. Waren doch in der Vergangenheit sehr große Erfolge zu verzeichnen, so war es in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden. Nach dem Tiefstand von 1985, wo nur 6 Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, geht es jetzt wieder aufwärts und gerade im Jugendbereich ist eine erfreuliche Tendenz nach oben zu erkennen. Von diesem Jubiläum erhoffte sich Abteilungsleiter HanzJoachim Fietz einen neuen Schub für den Tischtennissport. Hiermit sollte er recht behalten, denn schon in der Serie 1989/90 nahmen erstmals in der Vereinsgeschichte 13 Mannschaften am Spielbetrieb teil.

    Im Jahre 1990, drei Jahre nach ihrem Jubiläum, wurde die Abteilung Tischtennis noch inmal gefordert. Waren doch bis jetzt in der Gemeindehalle keine Abstell und Umkleidemöglichkeiten für den Tischtennissport vorhanden, so sollte dies jetzt geändert werden. Nachdem der Verein mit der Stadt Warburg über Gestaltung und Bezuschußung eines Hallenanbaues einig war, konnte mit den Arbeiten begonnen werden. Die Tischtennisabteilung des ESV Menne packte kräftig mit an und erstellte in Eigenleistung einen Anbau an die Gemeindehalle, der schon 1989 in Betrieb genommen werden konnte.

    Auch der Fußball hatte sich seit 1982 weiter entwickelt und konnte auf sehr erfolgreiche Jahre bis zur Serie 1989/90 zurückblicken. Die 2. Mannschaft des ESV konnte in der Serie 1982/83 in die Kreisliga B aufsteigen und sich dort zwei Jahre halten. Die gute Nachwuchsarbeit des Vereins zahlte sich aber noch weiter aus, für die Serie 1986/87 konnte sogar eine 3. Seniorenmannschaft gemeldet werden. Der ESV Menne spielte von der Serie 1986/87 drei Jahre lang bis zur Serie 1989/90 mit drei Mannschaften im Seniorenbereich Fußball.

    Besonders herauszustellen sind in dieser Zeit die vier DFBPokalsiege der 1. Mannschaft auf Kreisebene. Auch in den nächsten Runden im DFBPokal schlug sich die Mannschaft des ESV Menne recht erfolgreich. Als absoluten Höhepunkt dieser Zeit kann man wohl das Spiel gegen den Tabellenführer der Amateuroberliga TuS Schloß Neuhaus im HermannLönsStadion betrachten, an dem man aber erwartungsgemäß scheiterte. Nicht vergessen wollen wir die AlteHerrenMannschaft des ESV Menne, die in diesen und den folgenden Jahren regelmäßig ihre Spiele austrug und viele Erfolge bei Pokalspielen und bei Stadtmeisterschaften erringen konnte.

    Es gab aber nicht nur Erfreuliches zu berichten. Die Jugendarbeit mit einer Spielgemeinschaft aus vier Dörfern gestaltet sich doch recht schwierig, denn es sind auf Dauer nicht genug Jugendliche in den Mannschaften aktiv, um für vier Sportvereine ausreichend Nachwuchspieler heranzubilden. Auch die 1. Mannschaft mußte leider nach der Serie 1989/90 in die Kreisliga B absteigen und konnte bis heute nicht wieder in die Kreisliga A aufsteigen.

    Im Jahr 1991 war wieder einmal tatkräftige Hilfe von allen Vereinsmitglieder des ESV Menne gefordert. Es wurde beschlossen, auf dem Sportplatzgelände eine Toilettenanlage mit einem Abstellraum zu errichten. Bis jetzt gab es nur sanitäre Einrichtungen im Freibad, die aber nur während der Öffnungszeiten des Freibades genutzt werden konnten. Um diesen unhaltbaren Zustand zu ändern, wurde bei der Stadt die Genehmigung beantragt, eine Toilettenanlage zu errichten. Dieses Vorhaben wurde auch genehmigt und so wurde wieder in Eigenleistung der Vereinsmitglieder dieses Vorhaben verwirklicht.

    Das Jahr 1993 brachte für den ESV Menne einen vollständigen Umbruch. Die langjährigen Vorstandsmitglieder Josef Schäffer, Helmut Kurten, Willi Klauke, Marita Kurten und Schriftführer Kalli Nolte standen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. So mußte für den ESV Menne ein ganz neuer Vorstand gewählt werden, und es folgte ein Generationswechsel in der Vereinsführung. Die Wahl am 28. Mai 1993 ergab folgenden Vorstand:

    1. Vorsitzende                                HansJoachim Fietz
    2. Vorsitzender                               Reinhard Steffens
    Kassierer                                       Werner Ludwig
    Stellv. Kassierer Burkhard Sarrazin
    Schriftführer                                 Franz Hellmuth
    Stellv. Schriftführer                                Wolfgang Hilleke
    Abteilungsleiter Tischtennis          Hans  Joachim Fietz
    Abteilungsleiter Fußball               Engelbert Schulze
    Abteilungsleiterin Damenturnen      Ulla Kukuk
    Betreuer der 1. Mannschaft               Gregor Schulze
    Betreuer der 2. Mannschaft                 Christoph Klauke

    Aber nicht nur der Vorstand des ESV Menne wechselte im Jahr 1993, sondern auch dem Verein selbst stand eine einschneidende Veränderung bevor. Am 5. November 1993 trafen sich die Mitglieder des ESV Menne zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Einziger Tagesordnungspunkt war eine Satzungsänderung. In dieser Versammlung erläuterte Schriftführer Franz Hellmuth, daß der Verein durch eine sich in den letzten Jahren immer mehr veränderte Mitgliederstruktur die Voraussetzungen für eine Anerkennung als betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bundesbahn nicht mehr erfüllen kann. Dieses bedeutete, daß bei einem Verbleib des ESV im Verband der Deutschen Eisenbahnersportvereine der Sportverein Menne zwar weiter beitragspflichtig an den VDES ist, aber keinen Anspruch mehr auf Sportfördermittel vom VDES hat. Aus diesen Gründen stellte der erste Vorsitzende HansJoachim Fietz den Antrag an die Versammlung, aus dem VDES auszutreten. Diesem Antrag stimmte die Versammlung einstimmig zu.

    Die Folge des Austritts war natürlich, daß der Verein seinen Namen "Eisenbahner Sportverein", den er seit 1967 trug, nun nicht mehr führen konnte. War die Abstimmung über den Austritt noch klar und eindeutig ausgefallen, um so schwieriger sollte es werden, einen neuen Namen für den Sportverein Menne zu finden. Hatten sich doch alle Mitglieder an den Namen ESV Menne und die mit diesem Namen in den letzten 26 Jahren verbundenen Erfolge so gewöhnt, daß niemand aus der Versammlung einen neuen Namen vorschlagen wollte. Da der Verein aber nun einen neuen Namen brauchte, schlug HansJoachim Fietz den Namen "SV Alemannia Menne 1922 e.V." vor, den der Verein nach dem Krieg schon einmal getragen hatte. Dies löste in der Versammlung aber heftigen Widerstand aus und es kamen weitere Vorschläge wie "BlauWeiß Menne", "Fortuna Menne" oder "SV Menne" dazu. Die Versammlung stimmte über diese Namen ab, und es kam was kommen mußte, keiner dieser Vorschläge bekam die notwendige ¾ Mehrheit der Stimmen. Man stimmte noch einmal über die zwei Vorschläge mit den meisten Stimmen ab, aber wie zu erwarten, reichte es wieder nicht. Darauf hin beschloß die Versammlung, erst einmal eine Pause zu machen. Danach ging man mit neuem Elan daran doch noch einen Namen zu finden. Es wurde eine geheime Wahl beantragt  man wählte Wahlhelfer. Die Versammlung wählte und es reichte wieder nicht. Helmut Kurten machte den Versuch, zu vermitteln und schlug vor, sich doch auf den Namen "SV Menne 1922 e.V." zu einigen. Nach langer Diskussion gelang auch dieses nicht, nun folgte wieder eine Pause.

    Diese Pause wurde genutzt und es wurden danach neue Namen vorgeschlagen, wie "SC", "TSV", "TTFG" oder auch schon bekannte wie "Alemannia", "Fortuna" oder "SV". Aber wie schon gesagt, es kam, was kommen mußte, die Versammlung wählte, und es reichte wieder nicht. Man wiederholte diesen Vorgang mit den zwei Vorschlägen, auf welche die meisten Stimmen entfallen waren, und es reichte wieder nicht zur ¾  Mehrheit. Nun stand die Versammlung kurz vor der Vertagung und HansJoachim Fietz machte einen letzten Vermittlungsvorschlag und stellte den Namen "SV Menne 1922 e.V." noch einmal zur Diskussion. Nun trat ein, was keiner mehr geglaubt hatte: Man diskutierte kurz, die Versammlung wählte und auf einmal reichte es zur ¾ Mehrheit. Es ist nicht überliefert, ob es bei vorausgegangenen Namensänderungen in der Vereinsgeschichte auch zu solchen anstrengenden und turbulenten Wahlen gekommen ist. Dem im Mai erst neu gewählten Vorstand fiel aber auf jeden Fall  in Schweiß gebadet  ein Stein vom Herzen, als die Wahl überstanden war. Somit trägt der Sportverein Menne nun seit dem 5. November 1993 den Namen "SV Menne 1922 e.V.".

    Der neu gewählte Vorstand ging neue Wege. So wurden bereits wenige Wochen nach der Wahl beim Sportfest im Juli '93 die ersten Menner Dorfmeisterschaften für die ortsansässigen Vereine durchgeführt. Die gute Resonanz der teilnehmenden Vereine an diesem Freitag hat gezeigt, daß der Sportverein hier in Menne eine Marktlücke entdeckt hat. Mit voller Begeisterung und entsprechendem Ehrgeiz gingen die Mannschaften zu Werke. Am Ende durfte der Jugendclub Menne sich als erster Menner Dorfmeister feiern lassen. Diese Dorfmeisterschaften sind zu einem festen Bestandteil des Sportfestes in Menne geworden.

    In der Jahreshauptversammlung 1994, die wieder in gewohnt ruhiger Atmosphäre verlief, wurden die Sportfreunde Helmut Kurten und Josef Schäffer für ihre langjährigen Verdienste um den Sportverein Menne von der Versammlung einstimmig zu Ehrenmitgliedern des Vereins gewählt.

    Auch für die Geselligkeit und den Zusammenhalt aller Vereinsmitglieder wurde etwas getan. So führte der SV Menne 1994 erstmals eine Karnevalsveranstaltung für den gesamten Sportverein durch. Auf Grund des Erfolges dieser Veranstaltung wurde beschlossen, ab jetzt in jedem Jahr eine gemeinsame Veranstaltung für alle Abteilungen, alle aktiven und für alle passiven Mitglieder des SV Menne durchzuführen. Aber auch in Sachen Reisen war der SV Menne wieder unterwegs, so fand neben dem schon zur Tradition gewordenen und in jedem Jahr an einem langen Wochenende im Mai durchgeführten Ausflug der Tischtennisabteilung, 1994 auch ein mehrtägiger Ausflug der aktiven Fußballer mit ihren Betreuern statt. Das Wort Ausflug kann man für diese Reise der Fußballer wohl wörtlich nehmen, denn sie flogen wirklich und zwar nach Mallorca. Diese eine Woche Mallorca werden alle, die dabei waren, wohl so schnell nicht wieder vergessen. Einige der Mitreisenden sollen danach dringend Urlaub nötig gehabt haben, da die Fußballer auf Mallorca alles mögliche geplant und unternommen hatten, nur das Schlafen, das hatten sie nicht so richtig eingeplant. So kommt es, daß die Menner Fußballer nun wissen, was man unter "Ballermann 6" zu verstehen hat, und das man auf Mallorca vielleicht auch weiß, daß es in Menne einen Sportverein gibt.

    Im Jahr 1995 standen wieder Verschönerungs und Renovierungsarbeiten am Sportplatz und an den Umkleidekabinen auf dem Programm des SV Menne. Die AlteHerren Mannschaft hatte angeregt, den Platz vor den Umkleidekabinen neu zu gestalten und eine Sitzecke einzurichten. In einer Vorstandssitzung wurde diese Anregung aufgenommen und es wurde beschlossen, den Eingangsbereich zu den Kabinen zu erneuern. Die AlteHerren Mannschaft faßte kräftig mit an und es wurde in Eigenleistung ausgebaggert, betoniert, gepflastert, neu angepflanzt, und zu guter Letzt wurden auch noch ein Tisch und fünf Bänke gezimmert. So können jetzt nach dem Training oder nach dem Spiel die Mannschaften bei schönem Wetter in geselliger Runde draußen vor den Umkleidekabinen gemütlich zusammen sitzen.

    Am 4. Mai 1996 feierte dann die Gymnastikabteilung des SV Menne ihr 25jähriges Bestehen. Die Damen luden zu einer großen Feier in die Gemeindehalle ein, und es wurde auch mit ein wenig Stolz auf 25 Jahre aktive Gymnastik in Menne zurückgeblickt. Die Abteilung hat heute ca. 70 Mitglieder und ist so aktiv wie eh und je. Da es nicht wenige Damen gab, die von Anfang an mit dabei waren, konnte der erste Vorsitzende des SV Menne HansJoachim Fietz einer ganzen Reihe von ihnen die silberne Ehrennadel des Vereins anstecken, und er soll dabei ganz schön ins Schwitzen gekommen sein.


    In der Jahreshauptversammlung am 1. Juni 1996 stellte der Vorstand den Antrag, den Sportfreund Hans Stellmach, der sich lange Jahre sehr verdient um die Jugendarbeit im Sportverein gemacht hatte, zum Ehrenmitglied zu ernennen. Die Versammlung stimmte diesem Vorschlag unter großem Beifall einstimmig zu, und somit ist Hans Stellmach nun das dritte Ehrenmitglied des SV Menne.

    Sportlich sieht es für den SV Menne so aus, daß im Tischtennissport zur Zeit 11 Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen und 1996 mit guten Erfolgen die Serie abschließen konnten. Das Jahr 1997 beginnt für die Abteilung Tischtennis nicht ganz so erfolgreich, muß sie doch den Abgang von zwei guten Spielern aus der 1. Mannschaft verkraften. In der Fußballabteilung spielt die 2. Mannschaft in der Kreisliga C mit wechselndem Erfolg und die 1. Mannschaft in der Kreisliga B, in der sie schon im zweiten Jahr gegen den Abstieg kämpfen mußte. Die AlteHerren Mannschaft führt regelmäßig ihre Spiele durch, wobei sie zur Zeit nicht ganz an die großen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen kann. Im Jugendbereich besteht immer noch die Spielgemeinschaft mit Hohenwepel, Nörde und Ossendorf. Hier wird es, selbst mit vier Sportvereinen, immer schwieriger in jeder Altersgruppe eine Mannschaft zu stellen. In der Serie 1996/97 hatte diese Spielgemeinschaft keine A und keine CJugendmannschaft mehr. Für 1997/98 wird es aber wieder eine CJugendmannschaft geben. Erfreulich ist, daß es bei den jüngeren Mannschaften in der E und FJugend wieder genug Spieler gibt. In der Serie 1997/98 werden drei F und zwei EJugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen.

    Aber in unserem Sportverein wird nicht nur gespielt, gefeiert und geehrt, sondern es steht davor auch immer eine Menge Arbeit an, die von den Vereinsmitgliedern geleistet werden muß. Dies wird sich auch in Zukunft wohl nicht ändern, so hat die Stadt Warburg im Herbst 1996 verlauten lassen, daß die Gemeindehallen und die Pflege der Sportanlagen wieder auf die Gemeinden und auf die Sportvereine übertragen werden sollen. Dies bedeutet für die Fußballabteilung, daß sie die Pflege des Sportplatzes inklusive des Rasenmähens übernehmen muß. Für die Tischtennisabteilung bedeutet dies, daß es demnächst einen Hallenförderverein geben wird, mit dem über Strom und Heizkosten gesprochen werden muß. Im April 1997 wurde mit der Stadt Warburg in einem 10Jahresvertrag schon eine Einigung über das Rasenmähen auf dem Sportplatzgelände erzielt, und so wird die Sportplatzpflege ab Mai 1997 vom SV Menne selbst organisiert.

    Die Gemeindehalle ist bis jetzt noch nicht an den Hallenförderverein übergeben, aber dies wird im Laufe des Jahres 1997 sicher noch erfolgen. Das bedeutet, daß der SV Menne dann für alle Kosten, die durch seine Mitglieder verursacht werden, aufkommen muß. Hier wird es mit der Stadt Warburg noch Gespräche geben, um einen Kostenausgleich zu erzielen. Denn es kann nicht sein, das andere Tischtennisvereine die Sporthallen benutzen können, nicht für die Kosten aufkommen müssen, und der SV Menne alle Kosten für den Tischtennissport selbst tragen soll.

    Das Jahr 1997 bringt aber für den Sportverein Menne auch etwas Erfreuliches, denn, wie der Name "SV Menne 1922 e.V." schon sagt, wird unser Sportverein in diesem Jahr stolze 75 Jahre alt. Dieses Jubiläum wird natürlich in einem gebührenden Rahmen gefeiert. Aber vorher stand am 24. Mai die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen an. In dieser Versammlung erklärten der Kassierer Werner Ludwig und der Schriftführer Franz Hellmuth, daß sie nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen. Somit mußten für diese wichtigen Ämter neue Vereinsmitglieder gefunden werden. Die Neuwahlen ergaben folgenden neuen Vorstand:

    1. Vorsitzende                                HansJoachim Fietz
    2. Vorsitzender                               Reinhard Steffens
    Kassierer                                        Wolfgang Hilleke
    Stellv. Kassierer Burkhard Sarrazin
    Schriftführer                                   Gregor Schulze
    Stellv. Schriftführer                                   Jürgen Becker
    Abteilungsleiter Tischtennis           Hans  Joachim Fietz
    Abteilungsleiter Fußball                 Engelbert Schulze
    Abteilungsleiter Damenturnen        Ulla Kukuk
    Pressewart                                       Carsten Aisch
    Betreuer der 1. Mannschaft                   Gregor Schulze
    Betreuer der 2. Mannschaft                   Christoph Klauke

    Das Bild zeigt den Vorstand im Jubiläumsjahr 1997 mit den zwei ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Werner Ludwig und Franz Hellmuth, die bei dem Jubiläum kräftig mit angepackt und organisiert haben.

    Von links: Werner Ludwig, Burkhard Sarrazin, Ulla Kukuk, Carsten Aisch, Gregor Schulze, Franz Hellmuth, HansJoachim Fietz, Reinhard Steffens, Wolfgang Hilleke und Engelbert Schulze. Es fehlt Jürgen Becker.

    Vor dem Sportfest wurde auch am Sportplatz noch einmal kräftig gearbeitet und neben den normalen Verschönerungarbeiten wurde an der Sportplatzseite zum Dorf ein Ballfangzaun unter Mithilfe aktiver Mitglieder des SV Menne errichtet.

    So blickt der Sportverein Menne im Jahr 1997 auf eine wechselvolle 75jährige Vereinsgeschichte mit Höhen und Tiefen, zeitweisen Abmeldungen, Neuanfängen und mit Namensänderungen zurück. Aus kleinen Anfängen als Fußballverein wuchs der Sportverein Menne zu einer stattlichen Größe von heute über 300 Mitgliedern heran, in dem man neben Fußball auch Tischtennis spielen und dem Turnen nachgehen kann. Nicht nur Sport wurde betrieben, sondern es wurde auch gefeiert und verreist und so trägt unser Sportverein auch zum Zusammenhalt der dörflichen Gemeinschaft in Menne bei.

    Allen, die im Laufe dieser 75 Jahre in diesem Sportverein mitgearbeitet haben  ob als Vorstandsmitglied, Betreuer, Trainer, Schiedsrichter, Hallenwart, Platzwart oder Platzkassierer, sowie als aktiver Spieler oder passives Mitglied  sei von dieser Stelle im Namen des gesamten SV Menne ein herzliches Dankeschön gesagt.

     


    Die SeniorenFußballmannschaften von 1956 bis heute

     

    Mit der Neugründung des Vereins F.C. Menne im Jahre 1956 wurde auch wieder eine 1. Mannschaft gebildet. Der F.C. Menne verfügte gleich über eine schlagkräftige Mannschaft, die im ersten Jahr bereits den fünften Platz in der 1. Kreisklasse erreichen konnte. Diese Mannschaft zeigt das nachstehende Bild.


    Hin und wieder wollten aber auch noch die älteren Spieler mal wieder an das runde Leder treten. So veranstaltete der F.C. Menne im Jahre 1957 ein Sportfest, wo die aktuelle Seniorenmannschaft gegen eine sogenannte "AlteHerrenMannschaft" antrat. Alle Spieler trafen sich mittags erst unten im Dorf, um dann gemeinsam einen Umzug durch die Gemeinde zu machen und anschließend Fußball zu spielen.

     


    Der aktive Fußball der 1.  Mannschaft erlebte in den zurückliegenden Jahren ein Auf und ein Ab. In den ersten vier Jahren spielte die Mannschaft in der 1. Warburger Kreisklasse. Nach der Serie 59/60 stieg die Mannschaft in die 2. Kreisklasse ab, dort spielte sie wiederum vier Jahre.  In der Serie 61/62 belegte sie zwar den letzten Platz in dieser Klasse, brauchte aber nicht abzusteigen, weil es noch keine 3. Kreisklasse im Sportkreis Warburg gab. Diese wurde erst 1964 neu gebildet und prompt stieg Menne dann auch in diese 3. Kreisklasse ab.

    Diese Situation änderte sich dann wieder im Jahre 1967.  In diesem Jahr konnte der F.C. Menne mit 91:31 Toren und 43:9 Punkten die Meisterschaft in der 3. Kreisklasse feiern, und die Mannschaft schaffte den Aufstieg in die 2. Kreisklasse.  Dieser Erfolg ist unter anderem den Sportfreunden Bernhard Flore und Gerhard Fritz aus Calenberg zu verdanken, die in den Jahren von 1964 bis 1967 für den F.C. Menne ihre Fußballstiefel schnürten.

    Diese Mannschaft wurde 1967 Meister der 3. Kreisklasse. Stehend von links: Josef Steffens, Johannes Schulze, Karl Wagemann, Gerhard Fritz, Siegfried Bode, Bernhard Flore, kniend von links: Josef Schulte, Herbert Nolte, Hansi Schramm, Helmut Kurten und Josef Berendes.

    Das war damals der Anfang für den sportlichen Höhenflug der 1. Mannschaft.  Durch die Vizemeisterschaft im darauffolgenden Jahr in der 2. Kreisklasse kehrte Menne 1968 endlich nach langer Zeit wieder in die 1. Kreisklasse zurück und etablierte sich dort für viele Jahre.

    In der ersten Saison 68/69 sprang ein beachtlicher 6. Platz heraus. Auf den Sportfesten der Nachbargemeinden war diese Mannschaft außerordentlich erfolgreich. So trat der mittlerweile umbenannte ESV Menne auf acht Sportfesten an und konnte dabei nicht weniger als sechs Pokalsiege feiern. Das gab der jungen Mannschaft Auftrieb und um diese Erfolge dauerhaft zu sichern, wurde ein regelmäßiges Training eingeführt. Unter der Leitung des ehemaligen Spielers Manfred Acker wurde einmal in der Woche trainiert, so wurde die Mannschaft nicht nur konditionell stärker, sondern auch spielerisch reifte sie zu einer der besten Mannschaften in der 1. Kreisklasse heran.

    In den beiden folgenden Spielzeiten 69/70 mit 62:35 Toren und 34:18 Punkten, und 70/71 mit 59:36 Toren und 39:21 Punkten, beendete die Mannschaft die Serie jeweils hinter Neuenheerse und Scherfede als Vizemeister der 1.  Kreisklasse.  Die Punktabstände zum jeweiligen Aufsteiger waren am Ende doch deutlich, so daß die Bezirksklasse für Menne noch sehr weit weg war.  Nicht unerwähnt sollte bleiben, daß Heinz Eckstein und Reinhold Zinkhöfer aus Ossendorf unsere Mannschaft verstärkten und so wesentlich zum Erfolg beitrugen.

    Im August 1971 gewann die Mannschaft durch einen hart erkämpften und erst in der Verlängerung erzielten 3:2 Sieg gegen Wormeln den "HeinrichJürgensGedächtnispokal".  Die Torschützen in dieser Partie waren für Menne: Hermann Rose zum 1:0, Heinz Eckstein zum 2:1 und Wilfried Nolte zum 3:1. Dieser Pokal ist mit dem heutigen Kreispokal gleichzusetzen.

    Zu diesem Spiel noch ein Textausschnitt der Lokalpresse vom 16. August 1971.  "Dieses auf der Warburger HüffertKampfbahn ausgetragene JürgensPokalEndspiel war schon mehr eine Pokalschlacht. Viel Hektik und Spannung gaben diesem Spiel das Gepräge. Vorweg ein Wort zu einem Teil der zahlreichen Zuschauer. Ein Sportplatz ist keine 'Stierkampfarena' und sollte auch keine 'Bierschwemme' sein. Einige der Zuschauer bekamen scheinbar eine gelöste Zunge und belegten die Spieler nicht mit druckreifen Ausdrücken".


    Der ESV Menne war in der 1. Kreisklasse zu einer festen Größe geworden und über Jahre gelang es, Plazierungen im oberen Tabellendrittel zu erlangen. Obwohl in der Serie 71/72 wegen der Sportplatzrenovierung alle Heimspiele in Ossendorf ausgetragen wurden und daraus ein überaus schlechter Saisonstart resultierte, errang die Mannschaft am Ende noch den 5. Platz, denn man hatte sich noch rechtzeitig auf die guten Tugenden wie Kampfkraft und Moral besonnen. Danach in den Serien 72/73 und 73/74 sprang jeweils ein 6. Platz heraus. Trainiert wurde die Mannschaft in diesen Jahren von HeinzJosef Hamel und Ulli Lohe. Es gelang auch Jahr für Jahr immer wieder, die aus der AJugend nachrückenden Jugendspieler erfolgreich zu integrieren.

    Im Spieljahr 74/75 standen dem ESV Menne soviel Seniorenspieler zur Verfügung, daß erstmals eine 2. Mannschaft für den Spielbetrieb angemeldet werden konnte.  Unter ihren damaligen Betreuern Hansi Schramm und Hans Stellmach gelang der Mannschaft auf Anhieb ein beachtlicher 5. Platz in der Kreisliga C mit 34:37 Toren und 16:16 Punkten.

    In diesem Spieljahr 74/75 belegte Menne I wiederum den 6. Platz. Dann folgte die Serie 75/76, wo es insgesamt wieder etwas besser lief. Anfangs lief es sogar sehr gut. Menne konnte dem Tabellenführer aus Eissen in der 1. Halbserie als einzige Mannschaft Paroli bieten. Am 9. 11. 1975 zog Menne mit Eissen nach Punkten gleich und eine Woche später übernahm Menne die alleinige Tabellenführung. Dies nahm das WestfalenBlatt zum Anlaß, einen großen und ausführlichen Bericht über die 1. Mannschaft des ESV Menne zu veröffentlichen. Unter der Überschrift "Menne  die Mannschaft der Stunde" wurde der Verein und die Mannschaft ausführlich vorgestellt. Hieraus nun noch einige Textausschnitte. "Mit der Übernahme der Tabellenführung der 1. Warburger Fußballkreisklasse trat in dieser Saison einer der vielseitigsten, erfolgreichsten und mitgliederstärksten Vereine des Sportkreises Warburg in den Mittelpunkt des Interesses: Der ESV Menne. Bei 26:16 Toren und 17:5 Punkten kann sich die Bilanz sehen lassen. Als einzige Elf des Oberhauses verloren die Menner nur einmal in Wrexen. Der gute Start in die Saison hat das Selbstvertrauen der Elf gestärkt, die auf dem besten Wege zur Halbzeitmeisterschaft ist."

    Wegen zwei Niederlagen reichte es dann nicht zur Halbzeitmeisterschaft und am Ende der Serie belegte die Mannschaft Platz 5 mit 48:42 Toren. und 33:23 Punkten. Trainiert wurde die Mannschaft in dieser Zelt von Manfred "Pinnes" Wiemers. Die Hauptarbeit und Hauptverantwortung für die Mannschaft lag aber in den Händen der beiden Betreuer Adolf Scherf und Kalli  Nolte.

    Das Spieljahr 76/77 lief nicht mehr so berauschend und am Ende langte es nur zu Platz 9 in der Kreisliga A.  Die 2.  Mannschaft belegte ebenfalls den 9.  Platz in der Kreisliga C.

    Einen sportlichen Rückschlag gab es für die 1. Mannschaft in der Serie 77/78.  Zwar konnte die Mannschaft beim erstmals im Oktober 1977 ausgespielten Oktoberwochenstadtpokal mit dem 3.  Platz noch halbwegs glänzen, aber ansonsten war ganz einfach der Wurm drin. Trotz der guten und engagierten Trainingsarbeit des neuen Trainers Willi Maaßen lief einfach nicht viel zusammen und die Mannschaft rangierte am Tabellenende.  So war es dann auch, anfangs erst nur aus Spaß, sonntags schon zur Gewohnheit geworden, daß abends nach einer erneuten Niederlage eine große rote Laterne ins Fenster im Vereinslokal gestellt wurde.  Wäre der Mannschaft in den letzten 3 Spielen nur in einem der Spiele ein Tor gelungen, somit hätte man einen Punkt mehr geholt,  und das hätte dann zum Klassenerhalt gereicht. Dieses eine Tor gelang aber nicht und somit lag Menne punktgleich mit Westheim auf dem vorletzten Platz. Nachdem das 1.  Entscheidungsspiel in Scherfede 2:2 ausgegangen war, kam es 1 Woche später zu einer Neuauflage. Trotz zweimaliger Führung mußte Menne sich am Ende mit 3:2 geschlagen geben und seit 1967 erstmals wieder in die 2.  Kreisklasse absteigen.

    Doch dieser Abstieg warf die Mannschaft nicht um. Einige ältere Spieler hörten auf. Einer davon war der alte Haudegen Siegfried "Bubbi" Bode. Er war derjenige, der als jahrelanger Spielführer alles für die Mannschaft tat und sie mit seiner lustigen und fröhlichen Art auch zusammenhielt. Er feuerte die jungen Spieler auf dem Platz an und er sorgte dann abends im Vereinslokal dafür, daß keiner verdurstete.

    Dennoch zeigte die Mannschaft eine intakte Moral und Ehrgeiz, der direkte Wiederaufstieg war das erklärte Ziel für die neue Saison. Unter Betreuer Kalli Nolte und dem neuen Trainer Werner Jedamski aus Hofgeismar kam wieder neuer Schwung in die Truppe und der Erfolg kehrte zurück. Mit 24:4 Punkten wurde die Mannschaft Herbstmeister der Kreisliga B und im Sommer 1979 gelang mit 52:6 Punkten, also bei 12 Punkten Vorsprung, und 113:29 Toren der erhoffte direkte Wiederaufstieg in die Kreisliga A. Die 2. Mannschaft belegte den 7. Platz in der Kreisliga C.

    Was dann in der 1. Halbserie in der Kreisliga A passierte, hatte keiner in Menne und Umgebung für möglich gehalten. Nach einer tollen Hinrunde mit nur einer Niederlage in Gehrden konnte die Mannschaft im Dezember 1979 mit einem 3:0 Sieg in Bühne zum ersten und bisher einzigen Mal die Herbstmeisterschaft mit 25:3 Punkten in der Kreisliga A feiern. Diese gute Form bestätigte die Mannschaft auch im Oktoberwochenpokal der Stadt Warburg. In einem tollen Endspiel mußte sich die Mannschaft erst nach Elfmeterschießen mit 4:5 Warburg 08 geschlagen geben. In Menne geisterte in der kurzen Winterpause auf einmal das Wort "Bezirksklasse" umher. Es war zwar noch eine schwere Rückserie zu spielen, aber eine völlig neue Situation konnte da auf die Mannschaft und den Verein zu kommen.


    Nach Toren von Engelbert Schulze (2) und Burkhard Sarrazin (1) wurde diese Mannschaft nach dem 3:0 in Bühne zum ersten Mal Herbstmeister der Kreisliga A.


    Am Ende der Serie reichte es aber nur zu Platz 3 in der Tabelle, weil die ersten beiden Spiele im Winter bei sehr schlechten Wetter und Bodenverhältnissen in Bonenburg und Willebadessen verloren wurden, und weil mit Bonenburg am Ende doch die beste und stärkste Mannschaft dieser Serie den Aufsteiger in die Bezirksklasse stellte. Trotzdem ein tolles Jahr in der Kreisliga A und die Schlußbilanz mit 41:15 Punkten und 80:46 Tore konnte sich für den Aufsteiger Menne durchaus sehen lassen.

    Als eine der erfolgreichsten Serien kann der ESV Menne die Saison 79/80 bezeichnen. Neben der 1. Mannschaft und der AJugend wurde auch die 2. Mannschaft Herbstmeister in der Kreisliga C.


    Am Ende der Serie stand die 2. Mannschaft punktgleich mit Bonenburg II an der Tabellenspitze. Leider verpaßte die Mannschaft durch eine Niederlage im Entscheidungsspiel in Nörde den erstmaligen Aufstieg in die Kreisliga B.

    Auch im folgenden Spieljahr 80/81 belegte die l. Mannschaft wieder den 3. Platz in der ALiga mit 39:21 Punkten und 82:55 Toren. Im Oktober 1980 erreichte die Mannschaft wiederum das Endspiel um die Warburger Stadtmeisterschaft, das aber diesmal klar mit 0:4 gegen Warburg 08 verloren wurde. Besonders zu erwähnen aus diesen letzten drei Jahren sind die Stürmer in der Mannschaft. Von den in diesen drei Jahren in Punktspielen geschossenen 275 Toren, erzielten Burkhard Sarrazin 75 Tore, Werner Ludwig 63 Tore und Engelbert Schulze 41 Tore. Natürlich darf man den Rest der Mannschaft nicht vergessen, denn die restlichen 97 Tore verteilten sich auf die anderen Spieler.

    Aber wie anfangs schon einmal erwähnt, es gab ein Auf und ein Ab mit der Mannschaft. Der Sommer 1981 verlief mit vier Pokalturniererfolgen in Bonenburg, Ossendorf, Scherfede und Hohenwepel noch ganz erfolgreich, doch die Serie 81/82 verlief ganz anders als erwartet. Der ESV Menne sorgte eben nicht nur für positive Schlagzeilen. Es war eine Spielserie, in der die Mannschaft bis zum letzten Spiel um den Klassenerhalt hart kämpfen mußte. Verletzungsbedingte Ausfälle und Bundeswehrzeit bereiteten große Schwierigkeiten. Am Ende der Hinserie unterlag Menne mit 1:4 dem souveränen Tabellenführer Willebadessen auf eigenem Platz und rutschte auf den 14. Platz ab. Unter der Schlagzeile "Quo Vadis, ESV?" wurde in der Presse den Zeitungslesern der ESV Menne bereits als Mannschaft der Kreisliga B präsentiert. Zwei Wochen später sah es tatsächlich auch danach aus, denn nach weiteren Punktverlusten war Menne erst einmal abgeschlagen. 7 Spieltage zierte Menne einen Abstiegsplatz, da half auch nicht die Zwangsmaßnahme vieler Spieler, sich erst wieder zu rasieren, wenn man wieder ein Spiel gewinnt.

    Der Bart wurde immer länger und als man beim Schlußlicht Eissen mit 1:3 sang und klanglos untergegangen war, gab keiner mehr einen Pfifferling für den ESV.  Doch zum Glück kam es noch anders.  Es wurde wieder gewonnen, der Bart durfte endlich wieder ab und zum guten Schluß für den ESV Menne, stellte man ausgerechnet Tabellenführer Willebadessen beim 1:1 noch ein Bein und schaffte dadurch den Klassenerhalt. Warburg 08 schaffte dadurch den Aufstieg in die Bezirksklasse.

    Die 2. Mannschaft hatte in dieser Serie 81/82 auch mächtig zu kratzen. Bedingt durch die Misere in der 1. Mannschaft machte sich Unmut und Unzufriedenheit breit, eine Abmeldung wurde bereits in Erwägung gezogen. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten rauften sich alle Spieler noch kräftig zusammen und am Ende der Serie sprang immerhin ein sechster Tabellenplatz in der Kreisliga C heraus.

    Eine eher durchwachsene Saison 82/83 ließ die 1. Mannschaft unter ihrem neuen Trainer Heinz Leifeld folgen. Man hatte zwar nichts mit der Abstiegsregion zu tun, aber groß nach oben klettern war in diesem Jahr auch nicht drin. So wurde innerhalb der Mannschaft viel ausprobiert und am Ende sprang ein 11. Tabellenplatz dabei heraus. Das Ausprobieren hatte sich gelohnt, denn der Sommer 1983 sollte der Beginn für einen erneuten Höhenflug des ESV Menne werden. Im DFBKreispokal sorgte Menne auf einmal wieder für wirklich positive Schlagzeilen. Nach einem 2:0 Sieg gegen Dössel stand die Mannschaft bereits im Halbfinale. In einem spannenden und sehr abwechslungsreichen Abendspiel wurde der Bezirksligist Warburg 08, zwar erst mit 5:3 im Elfmeterschießen, verdient besiegt. Zwei Pokalturniere in Ossendorf und Bonenburg waren schon gewonnen worden, nun sollte der dritte Streich gelingen.

    Am 16. Juli 1983 hieß im DFBKreispokalendspiel in Daseburg der Gegner Borgentreich, der Vorjahressieger aus 1982.  Bei brütender Hitze entwickelte sich von Beginn an ein flottes und munteres Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten.  Borgentreich ging Mitte der ersten Halbzeit zwar in Führung, doch kurz vor der Halbzeitpause sorgte wiederum ein Borgentreicher mit einem blitzsauberen Eigentor nach einer scharfen Flanke von Franz Hellmuth für den verdienten und gerechten Halbzeitstand.  Die Vorentscheidung zugunsten von Menne fiel bereits drei Minuten nach Wiederbeginn.  Nach einem schönen Alleingang vollendete Burkhard Sarrazin zur 2:1 Führung.

     

    Die Mannschaft bei der Pokalübergabe durch den Kreisvorsitzenden Heinz Bartczak.
    Von nun an spielte Menne klar überlegen und folgerichtig fielen dann das 3:1 durch Franz Hellmuth und das 4:1 durch Werner Ludwig.  Borgentreich hatte der geschlossenen Mannschaftsleistung von Menne in der zweiten Halbzeit nicht viel entgegenzusetzen, und somit wurde der ESV Menne zum ersten Mal DFBKreispokalsieger, hatte sich damit automatisch für die erste Runde auf Landesebene qualifiziert und für einen stolzen Tag in der Vereinsgeschichte gesorgt.

    Eine tolle Saison 82/83 legte die 2. Mannschaft hin. Dadurch, daß in der 1. Mannschaft der Kader wieder gefestigt war, profitierte die 2. Mannschaft in diesem Jahr enorm. Unbeirrt zog die Mannschaft ihre Spiele durch und am Ende der Serie stand die 2. Mannschaft mit 45:3 Punkten und 100:25 Toren mit klarem Vorsprung auf dem 1. Tabellenplatz der Kreisliga C und schaffte somit im zehnten Jahr ihres Bestehens den erstmaligen Aufstieg in die Kreisliga B.

    Der ESV Menne II als Aufsteiger in die BKlasse. Stehend von links: Betreuer KarlHeinz Hellmuth, Bernd Steffens, Franz Hellmuth, Wolfgang Vogel, Wilfried Nolte, Ulrich Klauke, Bernhard Lüer, Hansi Schramm. Kniend von links: Friedhelm Hamel, Uwe Ladage, Erwin Peine, HansJosef Hilleke, Stefan Leuchtenmüller und Rudolf Gründer.

    Der DFBPokalsieg war für die 1. Mannschaft Motivation genug, nach zwei mehr oder weniger verkorksten Spielserien, nun auch mal wieder eine gute Meisterschaftssaison zu spielen. Auch bei der Saisonvorschau für die Serie 83/84 bekam die Mannschaft von der Presse gute Kritiken und eine Plazierung im oberen Tabellendrittel wurde dem "Pokalschreck Menne" auch von den Trainern der Konkurrenz zugetraut. Das Hauptaugenmerk der Saisonvorbereitung lag aber in erster Linie  auf der 1. Runde im DFBPokal auf Landesebene. Mit der gestandenen LandesligaTruppe aus HornBad Neinberg hatte Menne einen attraktiven und schweren Gegner zugelost bekommen.

    Für Sonntag, den 25. 9. 1983, war das Spiel angesetzt.  Man machte sich Gedanken in Menne, wie man sich am besten auf dieses Spiel vorbereiten könnte. Trainer und Mannschaft waren sich schließlich einig, daß nur in einem "Trainingslager" die nötige Ruhe und Kraft für dieses "Spiel des Jahres" gefunden werden konnte. In dem holländischen Feriendorf Nordwijk an der Nordsee erholte sich die Mannschaft dann auch drei Tage lang und kehrte voller Tatendrang am Sonntag direkt zum Spiel nach Menne zurück.  In den 90 Minuten des Spiels zeigte die junge Mannschaft des ESV Menne, daß sie durchaus in der Lage war dem Landesligisten Paroli zu bieten. Unterstützt und angefeuert durch zahlreiche Zuschauer machte Menne über weite Strecken das Spiel, doch die Tore schoß der Gegner. Ein mehr als zweifelhafter Elfmeter brachte HornBad Meinberg in der 1. Halbzeit die 1:0 Führung.  Doch Menne ließ sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Immer wieder wurde mit Einsatz und Laufbereitschaft dagegengehalten.  Mitte der 2. Halbzeit brachte ein Konterangriff die 2:0 Führung für den Favoriten und somit die Entscheidung. Menne war zwar in der 1.  Runde auf Landesebene ausgeschieden, doch die Spieler konnten von allen Seiten für ihre gute und engagierte Leistung viel Lob einheimsen.

    Die gute Leistung gegen HornBad Meinberg beflügelte die Mannschaft dann auch im Warburger Stadtpokal während der Oktoberwoche. Nach vier ungefährdeten Siegen, im Endspiel gegen Warburg II, konnte Bürgermeister Josef Dierkes zum ersten Mal den Pokal für den Stadtmeister beim traditionellen Sonntagsfrühschoppen an Spielführer Werner Ludwig überreichen.

    Die Mannschaft, die zum ersten Mal Warburger Stadtmeister wurde. Stehend von links: Trainer Heinz Leifeld, Burkhard Sarrazin, Ralf Kurten, Chris van der Klugt, Frank Nautsch, Horst Eckstein, Wilfried Nolte, Uwe Heidenreich. Kniend von links: Eberhard Köpper, Herbert Schröer, Rudolf Gründer, Wolfgang Hilleke und Werner Ludwig.

    Die junge Menner Mannschaft hatte sich in den Meisterschaftsspielen gefestigt. Nach leichten Startschwierigkeiten rangierte die Mannschaft in der oberen Tabellenhälfte und konnte durch gute Leistungen gefallen. In die Favoritenrolle für diese Serie hatte sich die Mannschaft aus Peckelsheim gespielt. Beim ersten Aufeinandertreffen im November 1983 rettete Peckelsheim ein 1:1 gegen einen stark aufspielenden ESV Menne so gerade über die Zeit. In der Rückrunde hatte sich Menne nochmals gesteigert und rangierte an dritter Stelle der Tabelle. Im April 1984 kam es dann in Peckelsheim zum nächsten  Duell an der Tabellenspitze. Da Peckelsheim bereits einige Punkte Vorsprung hatte, konnte Menne nur durch einen Sieg wieder für etwas mehr Spannung sorgen. Auch in diesem Spiel zeigte sich Peckelsheim wiederum als die etwas glücklichere Mannschaft. Menne hatte zwar die Mehrheit an klaren Torchancen, doch die Peckelsheimer nutzen ihre Torchancen eiskalt aus. Am Ende verlor Menne mit 1:4 deutlich zu hoch und Peckelsheim war der Aufstieg in Bezirksklasse nicht mehr zu nehmen. Im letzten Spiel der Saison gewann Menne dann noch 1:0 im direkten Kampf um den 2. Tabellenplatz in Borgenteich und konnte somit die Vizemeisterschaft mit 40:20 Punkten und 60:42 Tore erringen.

    Die 2. Mannschaft hat sich in ihrem 1. Jahr in der Kreisliga B ganz ordentlich geschlagen und am Ende den Klassenerhalt geschafft. Der erste Sieg in der BKlasse gelang der Mannschaft am 5. 9. 1983 mit einem 3:2 Sieg über Nörde I. Während der gesamten Serie hat die Mannschaft nie in direkter Abstiegsnot gestanden und so kam bei insgesamt 10 Siegen und 6 Unentschieden der 12. Tabellenplatz mit 26:30 Punkten und 49:60 Toren zustande. Das letzte Heimspiel wurde dabei noch klar mit
    5:2 gegen Lütgeneder gewonnen. Übrigens war Ossendorf I einer der Absteiger in die Kreisliga C.

    Die Vizemeisterschaft für Menne I in der Kreisliga A und was kam dann im Sommer 1984. Im DFBKreispokal schlug Menne als Titelverteidiger erneut zu. Nach Siegen über Germete, Eissen und Borgentreich stand Menne am 23.6.84 zum zweiten Mal im Endspiel. Der Gegner war kein geringerer als der BezirksligaAufsteiger aus Peckelsheim. So lautete dann auch die Schlagzeile in der Tagespresse vor dem Spiel: "Meister gegen Pokalschreck". Ging man von den beiden Meisterschaftsspielen aus, so war Peckelsheim leichter Favorit. Zusätzlichen Zündstoff bekam dieses Spiel auch noch durch die unnötigen Reibereien um den Termin und um den Spielort. Beide Vereine konnten oder wollten sich wohl nicht so recht einigen.

    Auf dem Sportplatz in Hohenwepel kam es dann vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse zu einem spannenden und abwechslungsreichen Endspiel. Hatte Peckelsheim zu Anfang leichte Vorteile, bekam Menne das Spiel nach und nach besser in den Griff.  Das erste Tor ließ jedoch lange auf sich warten.  In der 43. Minute war es dann Wolfgang Hilleke, der einen Freistoß aus 25 Meter zum verdienten 1:0 für Menne unter die Latte ins Tor donnerte.  Peckelsheim bäumte sich in der 2.  Halbzeit noch einmal auf und kam in der 60. Minute zum 1:1 Ausgleich. Aber praktisch im Gegenzug ging Menne wieder in Führung. Burkhard Sarrazin war zur Stelle und vollstreckte zum 2:1.  Durch ein kurioses Tor kam Peckelsheim in der 75. Minute etwas überraschend wieder zum Ausgleich. Torwart Engelbert Schulze unterschätzte einen eher harmlosen Weitschuß, der vor ihm aufsetzte und über ihn hinweg ins Tor sprang.

    Menne war aber stark genug, diesen Fehler wegzustecken und das Spiel weiter zu bestimmen. Eine Minute vor Schluß erlöste Mittelstürmer Burkhard Sarrazin seinen Kumpel Engelbert Schulze und die gesamte Mannschaft mit dem siegbringenden Tor zum 3:2 Endspielerfolg. Menne hatte somit seinen Vorjahrestitel erfolgreich verteidigt und sich wiederum für die 1.  Runde auf Landesebene qualifiziert. Trainer Heinz Leifeld ließ Menne an diesem Tag mit folgenden Spielern antreten: Engelbert Schulze, Thomas Leuchtenmüller, Chris van der Klugt, Horst Eckstein, Uwe Heidenreich, Ralf Kurten, Werner Ludwig, Wolfgang Hilleke, Burkhard Sarrazin, Ulrich Vogel, Dirk Hausmann, Herbert Schröer und Detlef Dewenter.

     

    Dieses Foto zeigt das entscheidende 3:2 für Menne durch Burkhard Sarrazin, der schneller war als Lothar Ulloth und KlausPeter Zengerling von Peckelsheim.

    Bei den Pokalturnieren in den Nachbarorten Nörde, Rimbeck und Ossendorf ging Menne jeweils als 1. Sieger hervor. In drei Vorbereitungsspielen auf die neue Serie 84/85 gab es jedoch klare Niederlagen gegen Kassel/Nordshausen mit 1:8, Warburg 08 mit 1:7 und SV Helmern mit 2:4. Besonders bemerkbar dabei machte sich das Fehlen der beiden Offensivkräfte Werner Ludwig und Burkhard Sarrazin, der eine hatte große Knieprobleme, der andere hatte Bandscheibenbeschwerden. Und das gerade vor Beginn der neuen Serie und vor dem 1. Spiel im DFBPokal auf Landesebene, wo man mit den Sportfreunden Sennestadt ein absolutes LandesligaSpitzenteam als Gegner zugelost bekommen hatte. Dem Tabellendritten sagte man nach, daß sie den besten Sturm der Landesliga hätten, also eine schwere Aufgabe für die junge Menner Mannschaft.

    Im letzten Jahr gegen HornBad Meinberg hatte Menne das Spiel gemacht, forsch nach vorne gespielt und am Ende unglücklich verloren. Diesmal ließ sich Trainer Heinz Leifeld eine andere Taktik einfallen. "An der Mittellinie einen Riegel aufbauen, mit konsequentem Zweikampfverhalten hinten dicht halten, und vorne hilft uns vielleicht der liebe Gott". An diese Marschroute hielt sich die Menner Mannschaft und sie konnte sich zur Halbzeit über gerechtes 0:0 freuen. Direkt nach Wiederbeginn bahnte sich dann die Sensation für Menne an. Der gerade eingewechselte Peter Wendehals erzielte in der 47. Minute mit einem Supertor ins lange Eck die 1:0 Führung für Menne. Den Sennestädtern kam nun die anfänglich an den Tag gelegte Arroganz teuer zu stehen. Der ESV Menne war kein normaler Gegner mehr, sondern eine Elf, die plötzlich Bäume ausreißen konnte, die über sich hinaus wuchs und die Sternstunde nutzte.

    Bei zwei ausgelassenen Konterchancen durch Ulrich Vogel mußten die zahlreichen ESVFans bis zum Schluß zittern, doch mit etwas Glück und unbändigem Einsatz wurde das 1:0 über die Zeit gebracht. Aus der Menner Elf, die insgesamt durch ihren Siegeswillen überzeugte, waren neben Torwart Engelbert Schulze noch Horst Eckstein als Abwehrorganisator und Vorstopper Eberhard Köpper besonders hervorzuheben. Der 29.8.1984, ein Mittwochabend, bescherte dem ESV Menne den größten sportlichen Erfolg in der Vereinsgeschichte.

    "Losglück oder Lospech für den ESV Menne?" war dann einige Wochen später eine dicke Schlagzeile in der Tagespresse. In der 2. Runde auf Landesebene hatte der ESV Menne wohl den stärksten Gegner der noch 47 teilnehmenden Mannschaften in Westfalen erwischt. Es war kein geringerer als der derzeitige Tabellenführer der Amateuroberliga Westfalen, der TUS 07/10 Schloß Neuhaus. Sollten sich die Spieler des ESV Menne nun über diesen Gegner freuen, oder jetzt schon vor Angst zittern?  Die Menner Mannschaft freute sich auf diesen Gegner. Die Freude wurde nur dadurch getrübt, daß in der 2. Runde der klassenniedere Verein nicht mehr automatisch Heimrecht hat. Trotz mehrmaligen Bemühens seitens des Menner Vorstandes, das Spiel doch noch nach Menne zu verlegen, war Schloß Neuhaus nicht bereit, diesem Wunsch nachzukommen. In Menne hätte man vielen begeisterten Fußballfans aus dem Warburger Land sicher ein interessantes Fußballspiel präsentieren können, doch die vier Klassen höher spielende Mannschaft hatte wohl auch ein bißchen Angst, sich auf dem Dorf zu blamieren, denn der Erfolg über Sennestadt hatte sich auch bis nach SchloßNeuhaus herumgesprochen.

    So kam es am 20. Oktober 1984 im HermannLönsStadion zu diesem für den Verein Menne einmaligen Spiel. Über 100 Fans aus Menne, die zum Teil mit dem FanBus und zum Teil mit PrivatPKW gekommen waren, unterstützen die Mannschaft während der gesamten 90 Minuten lautstark. Bei strömendem Regen und orkanartigen Winden konnte der ESV dem Oberligisten einigermaßen gut Paroli bieten. Die spielerische und läuferische Überlegenheit des Favoriten wurde dann aber nach und nach doch in Tore umgemünzt. Stand es zur Halbzeit 0:3, hieß es am 0:7 aus Menner Sicht. Trotz des schweren Bodens und des heftigen Regens hatten die Spieler des ESV Menne gegen den übermächtigen Gegner alles gegeben. Zweifelsohne bester Spieler bei Menne war Torwart Engelbert Schulze, der einen Glanztag erwischt hatte und mehrfach mit glänzenden Paraden eine noch höhere Niederlage verhinderte. Trotz dieser klaren Niederlage konnten die Menner nach dem Schlußpfiff erhobenen Hauptes vom Platz gehen und mit ihrer Leistung zufrieden sein. Schön wäre es gewesen, wenn dem ESV der doch sicher hochverdiente Ehrentreffer gelungen wäre, denn die eine oder andere Torchance war durchaus da.

    Dieser Tag wird den Menner Fußballern und den Fans sicher noch heute in guter Erinnerung sein, denn solche Spiele hat man nicht alle Tage. Aus einem anderen Grund bleibt dieser Tag aber wohl noch in Erinnerung. Wie sich das so für einen richtigen Fußballverein gehört, sollte dieser einmalige Fußballtag im Vereinslokal "Dorfschänke" noch zünftig gefeiert werden. Die Kneipe war rappelvoll, die Stimmung war gut und es schien ein schöner Abend zu werden. Doch dieser schöne Abend fand ein jähes Ende, denn dem damaligen Vereinswirt Pannicchi paßte es wohl auf einmal nicht, viel Geld zu verdienen und dabei ein bißchen Trubel zu ertragen. Dieser Trubel und die ausgelassene Stimmung hatte dann auch auf einmal bei Frau Pannicchi einen "Blackout" hervorgerufen.

    Plötzlich segelten einige Pokale durch das Lokal und landeten ohne Vorwarnung am Kopf oder im Kreuz des ein oder anderen Fußballgastes. Das war der Gipfel, und einem Spieler paßte das gar nicht, daß hier mit Pokalen geworfen wurde, die er mit gewonnen hatte. Kurzerhand schnappte er sich die erste beste Rotweinflasche, die hinter der Theke stand, holte aus und schon flog die Rotweinflasche in Richtung Glasvitrine hinter der Theke. Es gab einen großen Knall, die Flasche und viel Glas ging zu Bruch und Frau Wirtin sah aus wie ein begossener Pudel, denn sie hatte den Inhalt der Rotweinflasche voll mitbekommen. Aus ihrem weißen Angorapullover war in Sekundenschnelle ein dunkelroter Angorapullover geworden. Kleine Handgreiflichkeiten wurden ausgetauscht, die ganze Kneipe stand "Kopf". Der Sportverein Menne war auf einmal kein willkommener Gast mehr im eigenen Vereinslokal. Die Fußballer handelten schnell und geistesgegenwärtig, unter "Polizeischutz", denn die "Grünen" waren mittlerweile auch schon da, wurden alle Vereinspokale, Wimpel und Urkunden in Sicherheit gebracht und an der "Waldbreite" wurde kurz danach einfach weitergefeiert.

    Die Meisterschaftssaison 84/85 gestaltet sich zu Beginn sehr schwierig. Durch verletzungsbedingte Ausfälle mußte sich der Rest der Mannschaft erst neu finden. So nach und nach wurde die Mannschaft aber wieder stärker und konnte aus dem Tabellenkeller wieder nach oben klettern. Zum Saisonende sprang dann noch ein zufriedenstellender 7. Platz heraus. Nicht gut verlief diese Serie für die 2. Mannschaft in der BKlasse. Anfangs noch ganz gut gestartet und Punkte gesammelt, sackte die Mannschaft mit der Spielzeit immer mehr ab und mußte am Ende der Saison nach zwei Jahren wieder in die Kreisliga C absteigen.

    Mit ihrem neuen Trainer Burkhard Sarrazin belegte die 1. Mannschaft in der Saison 85/86 einen guten 4. Platz in der Kreisliga A mit 40:20 Punkten und 72:37 Toren. Nach sehr gutem Saisonstart konnte sich Menne das ganze Spieljahr über im oberen Tabellendrittel halten. Besonders erwähnenswert waren die beiden klaren Siege im Winter mit 10:1 und 4:0 gegen Großeneder. Die 2. Mannschaft hatte sich in der Kreisliga C nach dem Abstieg neu formiert und belegte am Ende mit Platz 7 einen guten Mittelfeldplatz.


    Die 2. Mannschaft in der Spielzeit 85/86. Stehend von links: Betreuer Hans Stellmach, Engelbert Schulze, Hubert Brenke, Bernd Steffens, Friedhelm Hamel, Franz Hellmuth, Ulrich Klauke. Kniend von links: KarlHeinz Hellmuth, Erwin Peine, Detlef Dewenter, Stefan Leuchtenmüller und HansJosef Hilleke.

    Im Sommer 1986 hatte der relativ kleine Verein ESV Menne mal wieder etwas neues auf Lager. Zur Überraschung vieler Mitglieder, konnte der 1. Vorsitzende Helmut Kurten auf der Jahreshauptversammlung verkünden, daß mit Beginn der neuen Serie 86/87 eine neue 3. Seniorenmannschaft am Spielbetrieb teilnimmt. Zur Begründung wurde angeführt, daß acht Jugendspieler aus der AJugend kommen, drei neue Spieler sich bereits angemeldet haben und weitere sieben Spieler im letzten Jahr aus verschiedenen Gründen schon nicht mehr zum Einsatz gekommen waren. Menne war somit neben Borgentreich, Peckelsheim und Gehrden/Altenheerse der vierte Verein im Sportkreis Warburg, der drei Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen ließ.

    Die Pokalsaison im Sommer verlief für die 1. Mannschaft wiederum außerordentlich erfolgreich. Nach den Pokalerfolgen in Lütgeneder, Daseburg und Nörde trumpfte die Mannschaft im DFBKreispokal wieder groß auf. Nach Siegen gegen Eissen und Großeneder stand mit dem Bezirksligisten aus Neuenheerse auf dem Weg ins Finale ein dicker Brocken im Weg. Nach einem spannenden Spiel mit offenem Schlagabtausch konnte Menne das Spiel erst in der Verlängerung mit 2:1 für sich entscheiden und zum dritten Mal ins Kreispokalendspiel einziehen.

    Der Gegner war auf dem Sportplatz in Großeneder die Mannschaft aus Scherfede. Bei "mexikanischen Temperaturen", so stand es in der Presse, hatte Menne von Anfang an Feldvorteile und mehr Torchancen aufzuweisen. Tore wollten aber in der ersten Halbzeit nicht fallen. Aufgrund der großen Hitze verflachte das Spiel in der zweiten Halbzeit ein bißchen, spannend blieb es aber trotzdem. Das goldene Tor zum 1:0 Sieg erzielte schließlich Ulrich Vogel, der auch die meisten Torchancen an diesem Tag besaß.  Der ESV Menne holte letztendlich verdient den DFBKreispokal zum 3. Mal.  Durch die höhere Teilnehmerzahl auf Kreisebene hatten sich beide Mannschaften schon vorher für die 1.  Runde auf Landesebene qualifiziert.

     

    Trainer Burkhard Sarrazin ließ mit folgender Mannschaftsaufstellung spielen: Werner Ludwig, Horst Eckstein, Uwe Heidenreich, Hubert Brenke, Ralf Kurten, Detlef Dewenter, Dirk Hausmann, Herbert Schröer, Chris van der Klugt, Ulrich Vogel, Engelbert Schulze, Klaus Blome und Heino Menne.

    SC Bad Salzuflen hieß für Menne der Gegner auf Landesebene. Diese Mannschaft war gerade aus der Landesliga in die Bezirksklasse abgestiegen, daraufhin hatten einige Spieler den Verein verlassen. Über die wahre Stärke dieser Mannschaft war daher aus Menner Sicht nicht viel in Erfahrung zu bringen. Keine so schlechte Ausgangslage für Menne. Mit defensiver Ausrichtung, aggressiver Spielweise und schnellem Spiel nach vorne, so wollte Menne gegen diesen Gegner zum Erfolg kommen. Dieses Konzept von Trainer Burkhard Sarrazin ging auch 75 Minuten voll auf. Bis zu diesem Zeitpunkt führte Menne hochverdient nach Toren von Franz Hellmuth in der 15. Minute und von Dirk Hausmann in der 63. Minute. Danach wurde Bad Salzuflen erst wach und setzte Menne mehr und mehr unter Druck. Nach dem 1:2 Anschlußtreffer ließ bei den jungen Menner Spielern auch ein bißchen die Kraft nach und als die reguläre Spielzeit fast vorbei war, gelang dem Gast mit einem Sonntagsschuß in der Winkel der 2:2 Ausgleich. Unverständlicherweise ließ der eher unsicher wirkende Schiedsrichter dann auch noch einige Minuten nachspielen und Bad Salzuflen kam dadurch auch noch zum sehr glücklichen 3:2 Siegtreffer, den ihnen nach den ersten kümmerlichen 60 Minuten niemand mehr zugetraut hätte. Der ESV hatte tapfer gekämpft, doch am Ende reichte die Kraft nicht mehr für die bis dahin eindrucksvoll praktizierte Manndeckung. Völlig erschöpft und enttäuscht lagen die Menner Spieler am Boden, das Glück war an diesem Abend nicht auf ihrer Seite.

    Beim Oktoberwochenpokalturnier der Stadt Warburg erreichte Menne 1986 zum letzten Mal des Endspiel. Nachdem Daseburg und Scherfede in den beiden Vorrunden erst im Elfmeterschießen knapp geschlagen wurden, gelang durch einen 1:0 Halbfinalsieg über Bonenburg der Einzug ins Endspiel gegen Wormeln. Nach einem abwechslungsreichen und ausgeglichenen Spiel hatte Wormeln zum Schluß mit 2:1 das bessere Ende für sich und wurde Stadtmeister. Zwei Jahre später "schlief" diese Stadtmeisterschaft ein, weil sie erheblich an Attraktivität verloren hatte, und weil die Stadt Warburg als Veranstalter auch nicht mehr so den rechten Drang hatte, die Vereine für diesen sportlichen Beitrag zur Oktoberwoche zu begeistern.

    Die Meisterschaftsserie 86/87  wie schon angemerkt  bestritten erstmals drei Seniorenmannschaften. Vorweg sei gesagt, daß das eine gute und richtige Entscheidung für den Verein war, denn Aufstellungsprobleme gab es dadurch bei allen drei Mannschaften während des ganzen Jahres nicht. Die neu formierte 3. Mannschaft schlug sich ganz beachtlich. Nach drei Spieltagen standen 5:1 Punkte und 9:3 Tore zu Buche, diese Mannschaft konnte zu Beginn überzeugen, hatte dann aber einen ziemlichen "Durchhänger". Die Rückserie gestaltete sich dann aber weitaus positiver. Mit 13:1 Punkten aus 7 Spielen avancierte Menne III zum Favoritenkiller in der Kreisliga C. Anfang Mai 1987 berichtete die Tageszeitung sogar von einem "Torrausch" der Menner Dritten. Mit 9:0 Toren wurde Peckelsheim III vom Platz gefegt. Noch torreicher ging es Im letzten Saisonspiel gegen den Tabellenletzten von Rösebeck II zu. Mit 11:2 Toren gewann Menne III hochverdient und schloß seine erste Saison als 9. der Tabelle mit 29:27 Punkten und 70:53 Toren ab.

    Beflügelt durch die passablen Leistungen der 3. Mannschaft legte die 2. Mannschaft eine gute Saison 86/87 hin. Der interne Konkurrenzkampf der beiden Reservemannschaften machte sich bemerkbar. Ungeschlagen wurde Menne II Herbstmeister und bis kurz vor Saisonende lag die Mannschaft an der Tabellenspitze vor Calenberg, doch am Ende ging Menne II etwas die Luft weg und Calenberg konnte noch in der Tabelle vorbeiziehen und in die BKlasse aufsteigen. Die Bilanz der 2. Mannschaft mit Platz 2 und 44:12 Punkten und 71:20 Toren war dennoch bemerkenswert.

    Auf diesem Foto sind die Spieler der 3. Mannschaft zu erkennen, stehend von links: Engelbert Schulze, Friedhelm Hamel, Frank Kaiser, Ludger Wiemers, Jürgen Hartmann, Uwe Rosanka, Wilfried Nolte. Kniend von links: Carsten Aisch, Erwin Peine, Lothar Hausmann, Michael Burgat, Josef Schulte.

    Durchwachsen verlief für die 1. Mannschaft diese Serie. Nach ganz schwachem Start mußte sich die Mannschaft richtig aufrappeln um in Schwung zu kommen. Teils mühsam wurde Punkt für Punkt gesammelt, das zeigen die zehn Unentschieden im Jahr ganz deutlich. Mit 34:26 Punkten und 65:59 Toren belegte die Mannschaft am Ende den 6. Tabellenplatz. In der eigentlichen Sommerpause gewann der ESV Menne bei den Sportfesten in Bonenburg, Germete, Hohenwepel und Dössel gleich 4 Mal den 1. Pokal.

    Im Mittelfeld tummelte sich die 1. Mannschaft in der gesamten Serie 87/88. Mal ein bißchen abwärts, mal ein bißchen aufwärts. Platz 8 stand zum Schluß der Saison zu Buche mit 29:31 Punkten und 62:57 Toren. An dieser Stelle sollte auch erwähnt werden, daß in den letzten 3 Jahren vier erfolgreiche Torschützen besonderen Anteil an den guten Leistungen der 1. Mannschaft hatten. Dirk Hausmann glänzte in dieser Zeit mit 79 Toren und Ulrich Vogel mit 49 Toren, etwas weiter zurück lagen Herbert Schröer mit 33 und Wolfgang Hilleke mit 28 Toren.

    Die 2. Mannschaft hatte nach dem guten letzten Jahr wieder einmal ein etwas schlechteres Jahr erwischt. Mit 24:28 Punkten und 41:38 Toren endete die Saison bei Platz 8. Besser machte es die 3. Mannschaft. In ihrer zweiten Saison präsentierte sich die Mannschaft weiter verbessert, und so war es nicht verwunderlich, daß die Mannschaft teilweise an dritter oder vierter Stelle lag. Mit bemerkenswerten Ergebnissen ließ die Mannschaft hin und wieder aufhorchen und im Vereinslokal war dann immer für eine ausgelassene und fröhliche Stimmung gesorgt. Besonders am 20. 9. 1987 war für Stimmung gesorgt. Die 1. Mannschaft des Ortsnachbarn Nörde wurde mit sage und schreibe 6:2 Toren in Nörde besiegt. Die Routiniers waren der Garant für diesen Sieg, Paul Rahm im Tor, Burkhard Sarrazin und Erwin Peine in der Abwehr, Wilfried Nolte im Mittelfeld und "Dr. Hammer" Engelbert Schulze im Sturm. Nördes Vorsitzender Ferdinand Rehrmann traute seinen Augen nicht und konnte es kaum fassen, als er die 3. Mannschaft von Menne sah. "Wie, Du spielst auch mit, und Du auch, Du auch, Du auch?" Er sah das Unheil für Nörde wohl schon vorher kommen. Engelbert Schulze legte mit seinen vier Toren die Nörder Mannschaft dann auch fast im Alleingang lahm. Ein ähnliches Kunststück gelang ihm mit sogar fünf Toren beim 7:2 Sieg in Wrexen über deren 2. Mannschaft im Dezember 1987. Am Ende der Saison sprang der 7. Platz mit 28:24 Punkten und 62:62 Toren für die 3. Mannschaft heraus.

    In der Pokalsaison im Sommer 1988 konnte Menne I nur einen nennenswerten Pokaltriumph verzeichnen, nämlich den 4. Sieg im DFBKreispokal. Mit 20 Toren in vier Vorrundenspielen hatte Menne sich absolut souverän zum vierten Mal in sechs Jahren für das DFBKreispokalendspiel qualifiziert. Mit 6:1 gegen Dringenberg und 3:1 gegen Gehrden hatte Menne schon zwei ALigisten ausgeschaltet, die in der Meisterschaftssaison über Menne plaziert waren. Das 8:2 beim BLigisten aus Rimbeck war eine leichte Pflichtaufgabe. Im Halbfinale kam mit dem neuen Kreismeister Natzungen der schwerste Brocken nach Menne. Nur was an diesem Abend den Zuschauern in Menne geboten wurde, hatte streckenweise nichts mit Fußball zu tun.

    Die Natzunger brachten von Anfang unnötige Härte ins Spiel und somit entwickelte sich ein Spiel mit Haken und Ösen.  Böse Fouls gegen die Menner Angreifer unterbrachen immer wieder das Spiel und aufgebrachte Menner Zuschauer schimpften mit Recht über die rüde Natzunger Spielart. Die Menner Mannschaft hatte aber zur rechten Zeit die passende Antwort. Bereits nach 30 Minuten stand es verdientermaßen 3:0 für Menne und das Spiel war gelaufen, denn Natzungen konnte nur durch einen Elfmeter noch auf 1:3 verkürzen.  Den dümmsten Satz des Abends ließ dann noch der 1. Vorsitzende Lotze von Natzungen nach dem Spiel los: "Na, haben wir Euch nicht ein tolles Spiel geliefert?  Dafür könnt Ihr uns jetzt auch eine Kiste Bier ausgeben." Das war doch wohl der Gipfel.  Die Kiste Bier haben die natürlich nicht bekommen.

    In Hohenwepel fand am 11.6.88 des Endspiel gegen Germete statt. Pikant an diesem Endspiel war die Tatsache, daß eine ersatzgeschwächte Menner Elf den Tabellenletzten und Absteiger zur BKlasse gerade sechs Tage vorher im letzten Meisterschaftsspiel in Germete klar mit 5:2 besiegt hatte. In Bestbesetzung galt Menne daher an diesem Nachmittag auch als klarer Favorit, und mit dieser Bürde wurde die Mannschaft dann auch locker fertig.

    Menne legte von Beginn an los wie die Feuerwehr und bereits nach 20 Minuten stand es nach Toren von Rainer Nolte, Ulrich Vogel und Ralf Temme 3:0. Germete versuchte dagegenzuhalten und aufzuholen. Der 1:3 Anschlußtreffer gelang aber erst in der 50. Minute. Das war es dann aber seitens der Germeter, Menne übernahm wieder das Kommando und spielte in der Folgezeit die Germeter Mannschaft klassisch aus. Ein Treffer war schöner als der andere, Germetes Torwart Baumann konnte eInem schon leid tun, sah er sich einige Male allein Menner Angreifern gegenüber. Dirk Hausmann, Horst Eckstein, Dirk Hausmann und Wolfgang Hilleke schraubten das Ergebnis auf 7:1, das auch in dieser Höhe in Ordnung ging. Mannschaftskapitän Hubert Brenke konnte dann auch stolz den DFBKreispokal für Menne zum 4. Mal in Empfang nehmen und den zahlreichen Menner Fans jubelnd entgegenhalten, denn das hatten sich die Menner Fans auch verdient, hatten sie doch lautstark mit Megaphon und Trompeten die Mannschaft zum Sieg angetrieben und die Mannschaft nach der Siegerehrung in ein blauweißes Fahnenmeer gehüllt.

    Mit dieser Aufstellung ließ Trainer Burkhard Sarrazin spielen: Detlef Dewenter, Horst Eckstein, Franz Hellmuth, Hubert Brenke, Klaus Blome, Rainer Nolte, Dirk Hausmann, Wolfgang Hilleke, Herbert Schröer, Ulrich Vogel, Ralf Temme und Chris van der Klugt.

    Saisonvorschau 88/89: "Neuorientierung beim Pokalsieger" und "Wer soll in Menne die Tore schießen?", so lauteten die beiden Überschriften in den Vorschauheften der NW und WB. Im weiteren Text schrieb Egon Bieber vom WB: "Markenzeichen für guten und erfolgreichen Fußball in Menne: Das waren einst Burkhard Sarrazin und Werner Ludwig, in den letzten Jahren Dirk Hausmann und Ulrich Vogel. Was kommt jetzt nach den Abgängen der beiden Letztgenannten zum TuS Willebadessen? Gute Spieler hat der ESV auch weiterhin, doch einen Hausmann als Lenker im Mittelfeld und Vollstrecker sowie Vogel als Torjäger kann man nicht gleichwertig ersetzen. Die Erwartungen müssen zurückgeschraubt werden in Menne, man muß sich jetzt an den sechs oder sieben Mannschaften orientieren, die ab einem Mittelplatz nach unten einzuordnen sind".

    Einen Vorgeschmack auf eine schwere Saison bekam die Mannschaft dann auch schon in der 1. Runde im DFBPokal. Gegen den Bezirksligisten Arminia VlothoWinterberg aus dem Kreis Herford stand die neuformierte Mannschaft auf verlorenem Posten und unterlag klar mit 0:8 Toren, wobei der Sieger von zwei Menner Spielern tatkräftige Schützenhilfe bekam. Manndecker Klaus Blome, der ansonsten ein gutes Spiel machte, verursachte zwei Elfmeter, und der zweite Unglücksrabe, Ludger Wiemers, fabrizierte zwei blitzsaubere Eigentore. Bester Menner Spieler war noch Torwart Engelbert Schulze, der nach langer Pause als Torwart mit Glanzparaden weitere Tore verhinderte.

    Die 1. Halbserie der Meisterschaftssaison war dann auch eine deprimierende Angelegenheit für die Mannschaft. Teilweise wurde recht ordentlich gespielt, aber eben zu wenig Tore geschossen. Mit nur sieben mickerigen Pünktchen stand Menne zur Halbserie auf dem letzten Tabellenplatz. Wenn nicht ein kleines Fußballwunder geschehen würde, war der Abstieg in die BKlasse nicht zu verhindern. Dieses kleine Fußballwunder begann dann im Dezember auf einmal Wirklichkeit zu werden. Eines Abends schellte es an der Haustür von Trainer Burkhard Sarrazin. "Trainer, kannst Du uns helfen? Wir wollen wieder in Menne spielen. In Willebadessen kommen wir nicht klar", so lauteten die Worte von Dirk Hausmann und Ulrich Vogel. Nach einigem "HickHack" erhielten die beiden Spieler dann rechtzeitig für die Rückserie die Freigabe vom TuS Willebadessen. Der 6. März 1989 brachte dann auch prompt die Wende zum Guten für die 1. Mannschaft gleich mit dem ersten Sieg in Herlinghausen. Am Osterwochenende holte die Mannschaft vier Punkte gegen Bonenburg und gegen Scherfede und riß Scherfede damit aus allen Titelträumen. Hausmann und Vogel trugen sich sehr oft in die Torschützenliste ein und am Ende sprang für die Mannschaft noch ein 10. Platz mit 25:35 Punkten und 44:68 Toren heraus.

    Die Saison 88/89 verlief für die 2. Mannschaft mittelmäßig und endete auf Platz 7 mit 21:23 Punkten und 41:47 Toren. Schlechter lief es für die 3. Mannschaft. Die Luft war raus und Aufstellungssorgen kennzeichneten teilweise die Saison. So war es auch nicht verwunderlich, daß es hin und wieder auch mal deutliche Niederlagen gab. Die höchste Niederlage mußte man am 15. Spieltag mit 0:15 gegen Hohenwepel hinnehmen. Einen Achtungserfolg konnte die Mannschaft kurz vor Schluß aber dennoch verbuchen. In Rimbeck konnte man mit nur 7 Feldspielern immerhin ein 3:3 über die Zeit retten. Mit 15:33 Punkten und 29:74 Toren wurde die Serie beendet. Angetreten war die Mannschaft immer, aber eine Basis für ein weiteres Spieljahr bestand nicht mehr, so wurde die 3. Mannschaft nach drei Spieljahren wieder abgemeldet.

    Für die Serie 89/90 trat im Fußballkreis Warburg eine Neuregelung in Kraft. Es wurde eine zweigleisige BKlasse eingeführt. Aus der AKlasse waren drei Mannschaften abgestiegen und aus den beiden CKlassen stiegen je fünf Mannschaften auf. In der AKlasse und den beiden BKlassen spielten nun je 14 Mannschaften. Durch diese Neuerungen sollte es im Spielbetrieb zu Entlastungen kommen.

    "Mit sicherer Abwehr auf einen Mittelplatz", so lautete die Devise der 1. Mannschaft für diese Saison.  Hoffentlich läuft es besser als in der letzten Saison, so der Wunsch des Trainers. Doch dieser Wunsch ging leider nicht in Erfüllung. In den ersten vier Spielen setzte es gleich klare Niederlagen und Menne fand sich am Tabellenletzter wieder. Wochenlang dauerte dieser Zustand, die Trainingsbeteiligung und die Einstellung vieler Spieler ließ in dieser Phase stark zu wünschen übrig. Frustriert und um für die Mannschaft noch einmal ein "Zeichen" zu setzen, legte Burkhard Sarrazin Ende Oktober 1989 sein Amt als Trainer nieder. Doch auch das half nicht viel, hin und wieder konnte gepunktet werden. Ein Hoffnungsschimmer schien sich am letzten Hinrundenspieltag zu zeigen.  Mit 3:0 Toren wurde Natzungen bezwungen und Menne stand erstmals in dieser Saison auf einem Nichtabstiegsplatz. Leider verlief die Rückserie genauso chaotisch wie die Hinserie und die Mannschaft mußte feststellen, steht man erst einmal am Tabellenende, hat man zuerst kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Am Ende der Serie reichte es nicht zum Klassenerhalt in der Kreisliga A. Menne mußte nach vielen Jahren, in denen die Mannschaft eine überaus gute Rolle gespielt und für viele positive Schlagzeilen gesorgt hatte, den bitteren Weg in die Kreisliga B antreten. Wie es weitergehen sollte, konnte direkt nach dem Abstieg auch niemand sagen, da einige Spieler den Verein verlassen oder die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen wollten.

    Positiver fiel die Bilanz der 2. Mannschaft aus. Zur Halbserie 89/90 wurde die Mannschaft punktgleich vor Daseburg II Herbstmeister in der CKlasse. Aber da wegen der Misere in der 1. Mannschaft mehrere Spieler aufrücken mußten, ließen die Erfolge in der Rückserie nach und die Hoffnungen auf den Aufstieg waren am Ende der Saison schnell verflogen.

    Im Sommer 1990 verließen mit Dirk Hausmann, Ulrich Vogel und Rainer Nolte drei wichtige Spieler die 1. Mannschaft in Richtung Paderborn. Engelbert Schulze übernahm das Traineramt und sah seine Hauptaufgabe erst einmal darin, eine komplette Mannschaft zusammenzustellen und diese dann auf die neue Situation BKlasse einzustellen. Von Warburg gesellte sich der ein oder andere Spieler dazu und mit Günter Einsfelder wurde ein "Medizinmann" gefunden, der für eine einwandfreie Rundumbetreuung verantwortlich war. Diese gute medizinische Betreuung machte sich im Laufe der Saison auch bezahlt, denn in den 24 Spielen kamen nur 18 Spieler zum Einsatz. Sportlich verlief diese erste BLigaSaison ganz ordentlich, denn nach dem Neuaufbau konnte man am Ende der Saison 90/91 mit dem 5. Platz bei 48:38 Toren und 26:22 Punkten zufrieden sein.

    Bedingt durch die Veränderungen in der 1. Mannschaft, mußte die 2. Mannschaft natürlich auch wieder improvisieren. Am Ende sprang der 6. Platz mit 36:39 Toren und 18:18 Punkten heraus.

    Sportlich gefestigt, gestärkt durch zwei Pokalturniererfolge in Nörde und Hohenwepel, begann die 1. Mannschaft die neue Saison 91/92. Ziel sollte der Wiederaufstieg in die Kreisliga A sein. Von Beginn an plazierte Menne sich im Bereich von Platz 1 bis  5. Die Hoffnungen auf die Rückkehr ins Warburger Oberhaus waren fast über die gesamte Saison berechtigt, obwohl die Trainingsbeteiligung nach der Hinserie doch stark nachgelassen hatte. Diese schlechte Trainingsbeteiligung bemängelte Trainer Engelbert Schulze auch mehrmals, doch er fand kein Gehör bei den Spielern. Fünf Spiele vor Saisonende bekamen sie dann die Quittung, der Trainer stellte sein Amt zur Verfügung. Mit ihm kündigte auch der "Medizinmann" Günter Einsfelder seine Tätigkeit auf. Die Spieler hatten sich mal wieder selbst ein Eigentor geschossen. Dennoch wurde am Ende der 3. Platz mit 31:16 Punkten erreicht.

    In dieser Serie 91/92 profitierte die 2. Mannschaft von dem kleinen Kader der 1. Mannschaft. Nach einer guten Vorbereitung im Sommer 91 folgte auch eine gute Hinserie, die mit der Herbstmeisterschaft belohnt wurde. Unerwartet, aber dennoch verdient, wurde Menne II dann Kreismeister bei den für 2. Mannschaften durchgeführten Hallenkreismeisterschaften. Das war nochmals Ansporn genug, um auch eine erfolgreiche Rückrunde auf dem Feld hinzulegen. Das gelang eindrucksvoll und somit wurde die Mannschaft Aufsteiger in die BLiga. Im Spiel um den Kreismeister beider CLigen unterlag die Mannschaft leider gegen Germete II mit 2:3 in Warburg, das tat der Freude über den Aufstieg aber keinen Abbruch.

    CLigaGruppenmeister '91/'92 SV Menne II. Stehend von links: Michael Schulze, Jürgen Hartmann, Holger Aisch, Elmar Steffens, Bernhard Steffens, Christoph Klauke, Michael Schäffer. Kniend von links: Uwe Rosanka, Stefan Leuchtenmüller, Burkhard Dierkes, Lutz Großhardt, Jürgen Weinhart, Jürgen Becker.

    Erstmals in der Vereinsgeschichte spielten die beiden Menner Mannschaften in der BLiga. Durch die zweigleisige BLiga spielten die Mannschaften aber natürlich in verschiedenen Gruppen. Trainer der beiden Mannschaften wurde Vereinswirt Heinz Leifeld, der es zu Anfang verstand, eine neue Trainingseuphorie bei den Spielern zu wecken. Sein Ziel für die 1. Mannschaft war der Aufstieg in die AKlasse, für die 2. Mannschaft konnte das Ziel nur Nichtabstieg heißen.

    Mit neuem Mut und Zuversicht startete die 1. Mannschaft in die Serie 92/93 und konnte sich letztendlich auch im oberen Tabellendrittel festsetzen. Ausrutscher passieren im Fußball immer wieder, das weiß mittlerweile jeder, aber die Niederlagen im direkten Vergleich gegen die Mitkonkurrenten um den Aufstieg, die tun besonders weh. So konnte sich die Mannschaft insbesondere nicht gegen Großeneder und Westheim durchsetzen, was am Ende dann eben nur den 4. Platz mit 73:41 Toren und 33:15 Punkten und den Nichtaufstieg bedeutete.

    Menne II stand in der anderen Gruppe der Kreisliga B von Anfang an mit dem Rücken zur Wand. Es war das eingetreten, was man vorher schon befürchtet hatte, eine Saison lang Kampf gegen den drohenden Abstieg. Der Kontakt zu den anderen Mannschaften war immer vorhanden, aber sich in Sicherheit zu bringen, gelang nicht. Einen kleinen Schub brachte noch einmal die Titelverteidigung bei den Hallenkreismeisterschaften im Februar 1993. Am Ende fehlten zwei Punkte am Klassenerhalt. Mit Platz 12 bei 38:60 Toren und 17:35 Punkten stieg die 2. Mannschaft wieder in die CKlasse ab.

    Die zweigleisige BKlasse hatte sich im Sportkreis Warburg nicht bewährt. Die Mehrheit der Vereine sprach sich wieder für die eingleisige BKlasse aus.


    Das Traineramt übernahm WolfRüdiger Mutter aus Warburg. Da einige ältere Spieler die Mannschaft verlassen hatten und einige nur noch hin und wieder mal spielen wollten, befand sich die 1. Mannschaft erneut im Umbruch. Das Saisonziel des Trainers wurde mit Platz 7 bis 10 festgelegt.  Wechselhaft verlief die Saison 93/94 dann auch.  Um so erfreulicher war dann aber der 6. Platz am Ende der Saison mit 54:51 Toren und 33:27 Punkten.

    Völlig daneben verlief für 2. Mannschaft diese Saison. Einige neue Spieler, reaktivierte Spieler, Verletzungspech und insgesamt eine zu dünne Personaldecke ließen kein kontinuierliches Fußballspielen zu. So war es am Ende der Saison nicht verwunderlich, daß Menne II nur den vorletzten Platz in der Kreisliga C belegte.

    Nach dem anstrengenden "Trainingslager" auf Mallorca starteten beide Mannschaften mit neuem Mut und viel Euphorie in die Serie 94/95. Bei der 1. Mannschaft wurde sogar vom Aufstieg in die ALiga gesprochen. Doch die laufende Serie holte die Mannschaft ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Gestaltete sich die Hinserie noch einigermaßen ausgeglichen, kam es in der Rückrunde zu einer Niederlagenserie von 9 Spielen. Dadurch wurde es auf einmal ganz ernst und die Mannschaft mußte mit aller Kraft um den Klassenerhalt kämpfen. Der Trainer griff auf die "alten Hasen" zurück. Mit Werner Ludwig, Wolfgang Hilleke, Lothar Hausmann und Hubert Brenke konnte man rechtzeitig wieder Siege verbuchen und sich noch in Sicherheit bringen. Nach dem letzten Spieltag sprang dann noch Platz 8 heraus.

     

    Die 2. Mannschaft im September 1994. Stehend v.l.: Odo Wunnicke, Michael Neuberth, Franz Hellmuth, Michael Burgat, Holger Aisch, Betreuer Christoph Klauke. Kniend von links: Bernhard Steffens, Wolfgang Hilleke, Burkhard Sarrazin, Jürgen Hartmann, Uwe Rosanka und Michael Schulze.

    Eine Serie 94/95 mit einem guten Start und einem mittelmäßigen Ende legte die 2. Mannschaft hin. Aber gegenüber den letzten beiden Jahren war das schon eine ganz enorme Steigerung, die auch notwendig war, denn etliche Spieler hatten wieder Spaß am Fußball und hielten so zur Stange. Menne II entpuppte sich mal wieder als Favoritenkiller. Nörde mußte mal wieder dran glauben, auch Hohenwepel und Manrode ließen Federn. Besonders gerupft wurde Bühne II, 14:0 und 6:0 waren die Endergebnisse. Gegen Ende der Serie wurde es etwas spärlicher mit den Erfolgen, denn die "Oldies", die merklichen Anteil am Aufschwung hatten, rückten zum Teil in die 1. Mannschaft auf. Das machte sich sofort in der 2. Mannschaft bemerkbar, denn man muß bedenken, daß das "OldieDuo" Wolfgang Hilleke und Burkhard Sarrazin etwa zwei Drittel aller Spiele bestritt und dabei immerhin 27 Tore erzielte. Zum Schluß belegte die Mannschaft den 7. Platz mit 61:50 Toren und 23:25 Punkten.

    Wie bei den Profis im bezahlten Fußball erprobt, wurde auch im Amateurbereich die neue 3Punkte Regelung eingeführt. Es gibt also ab Sommer 1996 nur noch Pluspunkte, 1 Punkt für ein Unentschieden wie bisher und 3 Punkte für einen Sieg. Minuspunkte für eine Niederlage gibt es nicht mehr.

    "Neue Besen kehren gut", besagt ein Sprichwort. In der Hoffnung, daß das auch zutrifft, übernahm Ralf Kurten den Posten als Spielertrainer für die Serie 95/96. Durch ansprechende Leistungen und den Erfolgen auf den Sportfesten in Dössel, Germete, Nörde und Ossendorf, ging die Mannschaft recht zuversichtilich in diese Serie, obwohl mit Kai Stuckenbrock der gefährlichste Angreifer die Mannschaft in Richtung Scherfede verließ.

    Leider lief die Saison nicht so, wie sich Ralf Kurten das erhofft hatte. Bis kurz vor Saisonende spielte die Mannschaft jenseits von Gut und Böse, doch nach einigen Niederlagen ging plötzlich das Abstiegsgespenst in Menne um.  Es ging nochmal gut und am Ende trennten nur drei Punkte die Mannschaft vor dem Abstieg in die CKlasse. Der Klassenerhalt wurde "fünf vor zwölf" mit einem Unentschieden gegen Borgentreich geschafft. Mit 45:48 Toren und 30 Punkten bedeutete das bei der Endabrechnung Platz 9.

    "Ohne Oldies nichts los", so mußte die Bilanz der 2. Mannschaft am Ende der Saison 95/96 lauten. "Für die sportliche Leistung war das Wort 'bescheiden' fast schon eine Schmeichelei", so lautete das Fazit des Betreuers Christoph Klauke auf der Generalversammlung im Mai 1996. Anhand der dürftigen Personaldecke und großer Verletzungsprobleme blieb am Ende nur der schwache Trost, daß man den SV Dössel II in der Tabelle nur aufgrund des besseren Torverhältnisses noch hinter sich lassen konnte und mit 10 Punkten und 22:93 Toren Vorletzter wurde.

    Fast ein Spiegelbild der letzten Saison wurde für beide Mannschaften die neue Saison 96/97. Die 1. Mannschaft spielte eigentlich wiederum eine solide Serie  bis kurz vor Schluß. Zeitweise hatte man sogar den Eindruck, nach oben ist dieses Jahr etwas mehr drin, doch es gelang der Mannschaft nicht, so konstant zu spielen. Kurz vor Schluß kam dann das gleiche Zittern wieder, wie im Vorjahr. Sportlich gesehen half da auch das "Trainingslager" im Februar 97 im GranDoradoPark in Medebach nicht viel. In puncto Kameradschaft, und das ist heutzutage im Verein genauso wichtig, hat es der Mannschaft aber sicher sehr gut getan. Trotz guter Spiele fehlten aber nun wieder ein paar Punkte, um absolut sicher zu sein.  So brauchte man schon am letzten Spieltag die Schützenhilfe von Warburg II gegen Siddessen, um sich der Abstiegssorgen zu entledigen.  Es kam so: Warburg II machte durch einen Sieg den Aufstieg in AKlasse perfekt und Menne blieb in der BKlasse, das bedeutete Platz 9 mit 47:38 Toren und 35 Punkten.

    Ein klein wenig gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich die 2. Mannschaft. Ein klein wenig bedeutet aber auch nur einen Tabellenplatz. Erst gegen Ende der Serie wirkte das "Trainingslager" von Medebach und es gelang der ein oder andere Sieg. Somit wurde Menne II bei 19 Punkten und 37:99 Toren Drittletzter der CKlasse.

    Mit den Spielern dieser beiden Mannschaften will der SV Menne die nähere Zukunft erfolgreich gestalten. Erfolgreich kann man aber nur dann sein, wenn alle Spieler an einem Strick ziehen und nicht nur in den Vorbereitungszeiten, sondern auch in der "kalten Jahreszeit", an den Trainingseinheiten aktiv teilnehmen. Somit leistet ein jeder auch einen wichtigen Beitrag für den Zusammenhalt und die Kameradschaft innerhalb der Mannschaften. Ganz wichtig ist aber auch, daß die Aktiven Sonntag für Sonntag von den Menner Zuschauern weiterhin genügend Unterstützung bekommen.



    Unsere Schiedsrichter

    Vorab eine Definition: "Der Schiedsrichter, auch der Unparteiische genannt, ist die Verkörperung der Spielregeln an sich, sozusagen das unumstößliche Reglement auf zwei Beinen. Dies trifft auch dann zu, wenn der Schiedsrichter zu Fall käme, denn die Regel läuft stets im Geiste mit. Durch einen geübten Stoß in die Trillerpfeife, verleiht der Schiedsrichter dem Spiel den sogenannten Pfiff, denn ohne diesen würde erst gar kein Spiel zustande kommen. Ob nun ein solch präzise angesetzter Pfiff die Unterbrechung oder Fortsetzung eines Spiels bedeutet, richtet sich stets nach der Bedeutung des vorangegangenen Pfiffes. Im allgemeinen ist das Pfeifzeichen unwiderruflich, d.h. unbedingt verbindlich.

    Es geschieht nicht selten, daß ein so gesetztes Pfeifzeichen mit einem durchschaubaren Kartenspiel verbunden wird. Dieses sogenannte Miniquartett besteht aus gelben und roten Karten, die sich ein von Ungeschicklichkeiten verfolgter Spieler schnell einhandeln kann, und somit vom Spielbetrieb befreit werden müßte. In diesem Fall wäre es auch nicht ratsam, den Schiedsrichter mit 'Pfeife' zu titulieren, was wiederum eine noch längere Beurlaubung zur Folge hätte.

    Kommt es schon mal zu Fehlleistungen des Pfeifexperten, zeigt sich meist ein Teil des Publikums ungeduldig. Parteiische Schlachtenbummler nehmen dies gern zum Anlaß, um Jagd auf den 'Schwarzkitteligen' zu machen. In der Regel jedoch, hat der Unparteiische die Pfeife und das Spiel fest im Griff und bringt dieses meist unangegriffen zum regelrechten Ende, und die Pfeife unbeschadet in Sicherheit".

    Schiedsrichter hatten wir einige, der eine hat diesen "Pfeifenstreß" etwas länger durchgehalten, der andere etwas weniger lange. Für unseren Verein haben aktiv gepfiffen: Karl Leifeld, Johannes Schulze, Hans Stellmach, HermannJosef Backhaus, Franz Lüer, Peter Taubken, Anton lsermann, Detlef Dewenter, Ralf Kurten, Horst Eckstein, Heinz Leifeld, Amandio Ferro Paulo und Josef Schulte. Zur Zeit pfeifen für unseren Verein aktiv: KarlHeinz Hellmuth und Uwe Rosanka.
    Die Jugendabteilung Fußball

    Das oberste Ziel unseres Vereins ist nach § 1 unserer Satzung die Pflege der sportlichen Betätigung zur körperlichen Leistungsfähigkeit, Gesunderhaltung und Lebensfreude, und dies insbesondere für Jugendliche. Dieser Grundsatz hatte für die Verantwortlichen des Sportvereins Menne immer Priorität und so ist es der jahrelangen guten Jugendarbeit zu verdanken, daß sehr viele Jugendliche des Dorfes aktiv Fußball gespielt haben und somit den Grundstein für 75 erfolgreiche Jahre gelegt haben. Aber die Aufgaben für die Zukunft werden nicht einfacher, und nur mit viel Engagement wird der Verein die schwierigen Aufgaben der Zukunft bewältigen können. Sicherlich ist es nicht einfach, bei der heutigen Vielzahl von unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten, junge Spieler für unsere Sportart zu gewinnen und auf längere Sicht an den Verein zu binden.

    Alle Vereinsmitglieder sind daher aufgerufen, mitzuhelfen und alte Tugenden wie Gemeinsamkeit und Kameradschaft wieder aufleben zu lassen, um den jungen Spielern optimale Voraussetzungen zu bieten.

    Die Arbeit von Trainern und Betreuern wie Hans Stellmach, Hans Rose, Hubert Waldeyer, Heinz Leifeld, Franz Mewes, Bernd Schade, Hermann Rose, Hansi Schramm, Engelbert Schulze und Burkhard Sarrazin  um nur einige zu nennen  muß verstärkt und fortgeführt werden, denn die Zeit bis heute hat gezeigt, daß Menne immer wieder Jugendspieler hervorgebracht hat, die durch konstante, sehr gute Leistungen für Furore sorgten. Mit Einsätzen in den JugendkreisauswahlMannschaften wurden diese talentierten Spieler dann belohnt und sie konnten somit auch überkreislich zeigen und beweisen, was sie in Menne gelernt hatten.

    Mehr Namen als man glaubt, tauchen da auf. In jüngerer Zeit waren dies z.B. René Schade, Artur Wotschel, Lars Stuckenbrock oder Kai Stuckenbrock. Davor waren das: Thomas Leuchtenmüller, Ulrich Vogel, Dirk Hausmann, Ralf Kurten, Eberhard Köpper, Wolfgang Hilleke, Horst Eckstein, Werner Ludwig, Burkhard Sarrazin und Engelbert Schulze. Noch mehr als Kreisauswahlehren durften die damals 14jährigen CJugendspieler Wolfgang Hilleke und Burkhard Sarrazin genießen. Beide Spieler durften damals in der Sportschule Kaiserau unter den Verbandssportlehrern Otto Schneider und Horst Hilpert im erweiterten Kreis für die Westfalenauswahl einige Male mittrainieren. In den Auswahlspielen konnten alle genannten Spieler eine Menge dazulernen und den Mannschaften in Menne damit entscheidend ihren Stempel aufdrücken.

    Seit dem Jahr 1986 besteht im Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit den Orten Menne, Hohenwepel, Nörde und Ossendorf. Durch diesen Zusammenschluß werden die Aufgaben für unseren Verein nicht kleiner, sondern größer, denn die Vielzahl der Mannschaften muß trainiert und betreut werden. Zur Zeit nimmt die Spielgemeinschaft mit einer B, einer 11er D, einer 7er D, zwei E, und zwei FJugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Die AJugend mußte leider in diesem Jahr aus Spielermangel zurückgezogen werden.

     

    Die Jugendvorstände des Sportvereins Menne


    1956 bis 1973 Jugendwart Hans Stellmach

    1975 Wahl eines Jugendausschusses

    1975 bis 1979 1. Vorsitzender: Martin Rahm
    2. Vorsitzender: Anton Jochheim

    1979 bis 1981 1. Vorsitzender: Heinz Leifeld
    2. Vorsitzender: Martin Rahm

    1981 bis 1990 1. Vorsitzender: Werner Ludwig
    2. Vorsitzender: Engelbert Schulze
    1990 Wahl eines Jugendausschusses für die Spielgemeinschaft

    1990 bis 1994 1. Vorsitzende: Ute Brechtken         
    2. Vorsitzender: Heinrich Beckman    
    3. Vorsitzender: Michael Burgat        
    Schriftführer: Bernd Schade             
    Kassierer: Theo Sommer
    aus Hohenwepel
    aus Nörde
    aus Menne
    aus Nörde
    aus Menne
    1994 bis 1997 1. Vorsitzende: Cornelia Feischen       
    2. Vorsitzender: Heinrich Beckmann    
    3. Vorsitzende: Monika Steffens         
    Schriftführer: Johannes Thonemann  
    Kassierer: Theo Sommer
    aus Nörde
    aus Nörde
    aus Menne
    aus Ossendorf
    aus Nörde
    ab 1997 1. Vorsitzender: Reinhard Steffens      
    2. Vorsitzender: Christoph Sarrazin      
    3. Vorsitzende: Lüdger Reitemeier         
    Schriftführer: Franz Böddeker
    Kassierer: Mario Rose
    Jugendvertreter: Andre Jochheim aus Menne
    aus Nörde
    aus Hohenwepel
    aus Hohenwepel
    aus Menne
    aus Ossendorf

    Die AJugend

    In den vergangenen Jahren spielte diese Mannschaft mit wechselndem Erfolg, so daß Auf und Abstieg aus der Leistungsklasse mehrfach wechselten. Die größten Verdienste im JugendBereich hat sich sicherlich Hans Stellmach erworben.

     

     

     


    Bild

     

     


    Die Jugendspieler im Jahre 1960. Stehend von links: Heinz Leifeld, Manfred Rose, Reiner Rose, FranzJosef Hamel, Herbert Nolte, Rudolf Schäffer, Betreuer Hans Stellmach. Kniend von links: Johannes Lütkemeyer, KarlHeinz Köster, Josef Schulte, Johannes Seewald und Wilfried Nolte.

    In den Jahren von 1956 bis 1973 war Hans Stellmach Betreuer der AJugend und hat sich aufopferungsvoll um die Belange der jungen Spieler gekümmert. Das größte Problem dieser Zeit war, mit den Jugendlichen zu den Auswärtsspielen zu kommen, denn es standen nur ganz wenige Fahrmöglichkeiten zur Verfügung. Wenn in der unmittelbaren Nachbarschaft gespielt wurde, fuhren die Spieler mit dem eigenen Fahrrad. Bei weiteren Fahrten kam es des öfteren vor, daß die gesamte Mannschaft mit nur zwei Autos chauffiert wurden. Einmal ist es sogar dem Fahrer Rolf Wiemers gelungen, alle elf Spieler plus Betreuer in seinen VW Käfer zu verfrachten. Hans Stellmachs erfolgreichsten Jahre waren die Serien '66/'67 und '69/'70, in denen die von ihm betreuten Mannschaften jeweils den Kreismeistertitel erringen konnten.

     

     

     


    Bild

     

     


    Die Jugendmannschaft, die 1969/70 den Aufsteig in die Leistungsklasse schaffte. Stehend v.l.: Hubert Stellmach, Josef Seewald, Bernhard Lüer, Reinhard Arens, KarlHeinz Hellmuth, HansJosef Flore, Betreuer Hans Stellmach; kniend v.l. Erich Brockmann, Arnold Wiemers, Lothar Hausmann, Klemens Simon und Hermann Rose.

    Nach Hans Stellmach übernahmen Anton Jochheim und Martin Rahm das Ruder und betreuten die AJugend in den Jahren von 1974 bis 1977. Im Spieljahr 1974/75 sprang der 2. Tabellenplatz heraus, aber leider verlor man das Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Leistungsklasse gegen Willebadessen.

    Im darauffolgendem Jahr aber sollte es klappen, der 1. Tabellenplatz und der Aufstieg in die Leistungsklasse waren der Lohn für Trainingsfleiß und Einsatzbereitschaft. In der Leistungsklasse erreichte die Mannschaft dann zwar unter Jugendtrainer Heinz Leifeld den 8. Tabellenplatz, da aber viele Spieler in den Seniorenbereich wechselten, zog der Verein die Mannschaft freiwillig aus der Leistungsklasse zurück. Aber bereits zwei Jahre später konnte mit Trainer Heinz Leifeld und Betreuer Peter Wendehals die AJugend den ersten Tabellenplatz erreichen und schaffte somit den Wiederaufstieg in die Leistungsklasse.  Mit den neuen Betreuern Kalli Nolte und Helmut Kurten stabilisierte sich die Leistung der Mannschaft und es konnten über mehrere Jahre immer vordere Plätze in der Leistungsklasse erreicht werden. So konnte die AJugend 1982 die Vizemeisterschaft in der Leistungsklasse erkämpfen und somit einen großen Erfolg für die Jugendabteilung erringen. In dieser Mannschaft spielten folgende Spieler: Detlef Dewenter, Ralf Kurten, Chris van der Klugt, Uwe Ladage, Klaus Blome, Rainer Nolte, HansJosef Hilleke, Dirk Hausmann, Stefan Leuchtenmüller, Andreas Krell, Ulrich Vogel und Thomas Leuchtenmüller.

     

     

     


    Bild 2

     

     


    ESV Menne  Vizemeister der Leistungsklasse 1984. Stehend v.l.: Trainer Hubert Waldayer, Ulrich Vogel, Jürgen Hartmann, Bernhard Steffens, Michael Schulze, Rainer Nolte, Elmar Steffens. Kniend v.l.: Gerald Moers, Dirk Hausmann, Thomas Leuchtenmüller, Edgar Hillebrand, Jürgen Weinhart, Thomas Berendes.

    In den folgenden Jahren mußten die Verantwortlichen wiederum einen neuen Trainer suchen. Mit Hubert Waldeyer wurde ein sehr guter Betreuer und Trainer gefunden, der es verstanden hat, aus der AJugendMannschaft eine verschworene Gemeinschaft zu bilden. Im Spieljahr 83/84 errangen seine Schützlinge ebenfalls die Vizemeisterschaft in der Leistungsklasse. Unternahm die AJugend im Jahr zuvor eine zweitägige Fahrt nach Düsseldorf, so war in diesem Jahr eine Saisonabschlußfahrt ins Feriendorf "Amerika" in Holland die gebührende Belohnung für den Einsatz der Spieler.

    In den darauf folgenden Jahren ging die Leistungskurve der AJugend zwar wieder stark nach unten und in der Serie 1984/85 mußte sie aus der Leistungsklasse absteigen. Aber der neue Betreuer Engelbert Schulze hatte erkannt, daß gemeinsame Aktionen und Unternehmungen auch für ein gutes Mannschaftsklima sorgen können. Durch zahlreiche Aktivitäten hatte es die AJugend geschafft, 1986 eine 10tägige Fahrt an die Costa Brava nach Lloret de Mar zu organisieren und durchzuführen. Diese drei Fahrten bleiben den Jugendlichen sicherlich noch sehr lange in guter Erinnerung.

     

     

     

    Bild 2

     

     


    Die letzte AJugendMannschaft, die nur aus Menner Spielern bestand. Stehend v.l.: Klaus Vogel, Michael Schäffer, Matthias Mewes, Uwe Rosanka, Frank Kaiser, Christoph Klauke, Holger Aisch; kniend v.l.: Carsten Aisch, Gerald Dierkes, Thomas Kaiser, FrankRobert Kaiser, Ralf Temme.

    Es war aber in dieser Zeit schon zu erkennen, daß aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge keine eigene AJugend mehr aufrechterhalten werden konnte. Da die Nachbarvereine mit den gleichen Problemen zu kämpfen hatten, wurde im Jahr 1986 eine Spielgemeinschaft gegründet. In den folgenden Jahren hatte die AJugend immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen und es konnten keine vorderen Plazierungen mehr erreicht werden, sie mußte teilweise sogar vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. Erst in der Serie 1993/94 konnte die AJugend wieder mit einem 6. Tabellenplatz auf sich aufmerksam machen. In der folgenden Serie zeigte diese Mannschaft eine recht ansprechende Leistung und erreichte mit ihren Betreuern Achim Kriwet aus Ossendorf und Lothar Eberhard aus Nörde den 2. Tabellenplatz. Die AJugend konnte aber, als Spielgemeinschaft, leider nicht an der sportlich erreichten Aufstiegsrunde teilnehmen. In der Trostrunde belegte die Mannschaft mit 15:1 Punkten und 45:12 Toren den ersten Tabellenplatz. In der Serie 1995/96 wurde dieser sportliche Erfolg der Mannschaft fortgesetzt und auch hier verhinderte nur die Meldung der AJugend auf die Spielgemeinschaft einen möglichen Aufstieg. Diese doch recht erfreuliche Situation verschlechterte sich in der Serie 1996/97 dramatisch.
    Die AJugend hatte von Anfang an mit Aufstellungsschwierigkeiten zu kämpfen und mußte nach einigen Spielen ganz vom Spielbetrieb zurück gezogen werden. Auch für die Serie 1997/98 wird sich diese Situation nicht verbessern und die Spielgemeinschaft aus vier Dörfern wird im zweiten Jahr ohne AJugendmannschaft da stehen. Hier kann man für die Zukunft nur hoffen, daß es gelingt den jüngeren Spielern die Freude am Fußballsport zu erhalten um für die Zukunft wieder eine schlagkräftige AJugend auf die Beine zu stellen.


    Die BJugend

    Eine BJugendmannschaft konnte aus Personalgründen nur in wenigen Jahren gemeldet werden. Sportfreund Franz Mewes betreute diese Mannschaft erstmals von 1981 bis 1984 und konnte durchweg mittlere Tabellenplätze erreichen.

     

     

     


    Bild 4

     

     


    Die BJugend im Jahr 1982. Stehend v.l.: Günter Hellmuth, Jürgen Hartmann, Elmar Steffens, Michael Schulze, Ralf Joppe, Thomas Berendes, Betreuer Franz Mewes. Kniend v.l.: Matthias Mewes, FrankRobert Kaiser, Manfred Weiffen, Thomas Kaiser und Ralf Temme.

    Erst in der Serie 93/94 konnte wieder eine BJugendmannschaft am Spielbetrieb teilnehmen. Diese Mannschaft konnte aber leider nur eine Serie lang aufrecht erhalten werden.

    Für die Serie 1996/97 standen dann der Jugendspielgemeinschaft wieder genügend Spieler zur Verfügung, um eine Mannschaft zu bilden. Zur Zeit wird diese Mannschaft von unserem Torhüter der 1. Mannschaft, Mario Rose, trainiert und betreut. Eine gute Gemeinschaft, hohe Trainingsbeteiligung und ein vorderer Tabellenplatz der BJugend zeichnen seine Arbeit aus.

     

     

     

    Bild 5

     

     

     

     


    Auch für die Serie 1997/98 kann eine BJugendmannschaft gemeldet werden, die auch wieder von unserem Sportfreund Mario Rose betreut und trainiert wird.

     

     

    Die CJugend


    Bis zum Jahr 1975 gab es im Jugendbereich nur zwei Altersstufen. In der Schülermannschaft spielten alle Jugendlichen bis zum heutigen BJugendalter. Im Jahr 1972 wurde diese Schülermannschaft von Heinz Eckstein betreut. In dieser Mannschaft standen einige Spieler wie z.B. Werner Ludwig oder Wolfgang Hilleke, die in späteren Jahren zu Stützen der 1. Mannschaft heranreifen sollten.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die CJugendMannschaft von 1972. Stehend v.l.: Betreuer Heinz Eckstein, Hermann Lütkemeyer, Franz Hellmuth, Bernd Steffens, Paul Rahm, Horst Eckstein, Werner Ludwig; kniend v.l. Eberhard Köpper, Dirk Ladleif, Hubert Brenke, Rudolf Gründer, Ulrich Klauke, Wolfgang Hilleke, Herbert Schröer.

    In der Serie 1974/75 hatte die CJugend eine sehr erfolgreiche Saison und belegte am Ende den 3. Tabellenplatz und konnte in die Leistungsklasse aufsteigen. Auch in der Leistungsklasse konnte sich die CJugend gut behaupten und erreichte am Ende der Serie 1975/76 einen guten 6. Tabellenplatz. Wie stark die Mannschaft war, konnte man auf dem Sportfest 1976 sehen, dort erreichte sie ein 2:2 gegen die Kreisauswahlmannschaft. Für die Serie 1976/77 stand aber der CJugend ein Neuaufbau bevor und so war es nicht verwunderlich, daß sie am Ende der Serie aus der Leistungsklasse absteigen mußte. Das dieser Neuaufbau gelungen ist, war schon in der nächsten Serie zu sehen. So hatte die CJugend ihre erfolgreichsten Jahre in der Serie 1977/78. In diesem Jahr brachte die Mannschaft es am Ende der Serie unter Trainer Burkhard Sarrazin auf stolze 36:0 Punkte und 98:5 Toren und wurde  ohne einen Punkt abzugeben  Gruppenmeister. Auch im Kreispokal kam diese CJugendmannschaft bis ins Endspiel, daß man aber klar mit 0:5 gegen Warburg 08 verlor.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die Mannschaft beim Kreispokalendspiel in Wrexen. Stehend v.l.: Trainer Burkhard Sarrazin, Uwe Ladage, Klaus Blome, Detlef Dewenter, Ralf Kurten, Andreas Krell, HansJosef Hilleke; kniend v.l. Ulrich Vogel, Dirk Hausmann, Stefan Leuchtenmüller, Burkhard Dierkes, Thomas Leuchtenmüller, Chris van der Klugt.

    Nach dieser Serie mußten 10 Spieler in die AJugend aufrücken und es mußte eine neue Mannschaft gebildet werden. Dies gelang Burkhard Sarrazin recht erfolgreich; um die Spieler Dirk Hausmann, Klaus Blome und Ulrich Vogel wurde eine neue sehr starke Truppe aufgebaut. Diese Mannschaft konnte in der Serie 1978/79 wiederum die Gruppenmeisterschaft mit sage und schreibe 52:0 Punkten und 145:6 Toren erreichen und konnte somit unangefochten in die Leistungsklasse aufsteigen.

    In der Serie 1979/80 wurde die CJugend dann von Franz Mewes betreut und konnte sich in der Leistungsklasse behaupten. Aber schon in der Serie 1980/81 konnte man an die guten Leistungen der Vorjahre nicht mehr anknüpfen und erreichte nur den vorletzten Tabellenplatz. Nach dieser Serie mußte die Mannschaft vom Spielbetrieb zurückgezogen werden, weil nicht mehr genügend Spieler in dieser Altersgruppe  zur Verfügung standen. Erst in der Spielserie 1984/85 wurde mit der Spielgemeinschaft Menne, Nörde und Hohenwepel wieder eine Mannschaft ins Rennen geschickt. Die folgenden Serien brachten aber trotz Spielgemeinschaft immer wieder Personalprobleme und keine vorderen Tabellenplätze mehr. In den Jahren von 1989 bis 1992 verbesserte sich die Situation etwas und es standen wieder genügend Spieler zur Verfügung, aber die CJugend mußte sich immer noch mit mittleren Tabellenplätzen zufrieden geben. Weitere Höhepunkte folgten erst in den Jahren 1992 bis 1994, wo man mit ihrer Betreuerin Ute Brechtken aus Hohenwepel Kreispokalsieger und Kreismeister wurde. Der sportlich erreichte Aufstieg der CJugend in die Bezirksklasse war aber leider nicht möglich, weil eine als Spielgemeinschaft gemeldete Mannschaft nicht aufsteigen darf. In den folgenden Jahren wurde diese Mannschaft durch Alexander Rose und Carsten Aisch betreut und erreichte jeweils vordere Tabellenplätze. Für die Serie 1996/97 konnte leider aus Spielermangel keine Mannschaft gemeldet werden. In der nächsten Serie sieht es hier aber wieder besser aus und für die Saison 1997/98 wird wieder eine CJugendmannschaft gemeldet.

    Die DJugend

    Erstmals wurde im Jahr 1975 eine DJugendmannschaft gemeldet und konnte mit ihrem Betreuer Burkhard Sarrazin gleich den dritten Tabellenplatz erreichen. Dieses Team konnte in der Serie 1977/78 wiederum den 3. Tabellenplatz erkämpfen und auch den erstmalig ausgespielten DJugendHallenkreismeistertitel 1977 nach Menne holen. In den folgenden Jahren konnte die Mannschaft meistens einen guten Mittelplatz erreichen, wobei es in dieser Altersgruppe schon schwierig wurde, immer genügend Spieler für eine Mannschaft zu bekommen. Mit ihrem Trainer Hermann Rose, der die DJugend ab 1980 betreute, kann diese Mannschaft 1982 die Vizemeisterschaft erkämpfen.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die DJugendMannschaft von 1982. Stehend v.l.: Betreuer Hermann Rose, Volker Hamel, Volker Hellmuth, Michael Schäffer, Christoph Klauke, Michael Blome, Michael Klein, Sebastian Michels; kniend v.l.: Rainer Ehlen, Frank Poppensieker, Alexander Rose, Mario Rose, Rüdiger Moers, Kai Stuckenbrock, Frank Müller.

    In den folgenden Jahren konnte vom Sportverein Menne allein leider keine eigene DJugendmannschaft mehr gebildet werden und im Jahr 1983 wird erstmals eine Spielgemeinschaft mit Nörde und Hohenwepel gegründet. Aber auch in dieser Spielgemeinschaft blieb die DJugend in den nächsten Jahren nur Mittelmaß und konnte keine vorderen Tabellenplätze mehr belegen.

    Erst ab dem Jahr 1988 verbesserte sich diese Situation wieder und es konnten vordere Tabellenplätze und in der Serie 1990/91 sogar der 2. Tabellenplatz erkämpft werden. Einen kleinen Rückschlag gab es dann in der Serie 1992/93 in der nur einen hinterer Tabellenplatz erreicht werden konnte. Den absoluten Höhepunkt in ihrer Geschichte, aber verzeichnete die DJugend in der Serie 1993/94. Die DJugend wird mit ihren Trainern und Betreuern Hansi Schramm aus Menne und Elmar Neugebauer aus Ossendorf Kreismeister, Stadtpokalsieger und Vizekreispokalsieger.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die DJugend im Jahr 1993. Von links: Betreuer Hansi Schramm, André Jochheim, Markus Block, René Schade, Carsten Ricken, Manuel Henze, Verena Andelewski, Daniel Schramm und Betreuer Elmar Neugebauer; kniend v.l. Matthias Volmert, Christof Thonemann, August Dierkes, Uwe Brechtken, Stefan Engemann und Peter Brechtken.

    In der darauffolgenden Serie steht die DJugend mit ihren Betreuern Hansi Schramm und Werner Fuest aus Hohenwepel vor einem Neuaufbau der Mannschaft. In der Serie 1995/96 kann die Mannschaft dann unter ihren neuen Betreuern Reiner Müller und Manfred Bellmann aus Nörde wieder einen guten mittleren Tabellenplatz erreichen. Da in der Serie 1996/97 über 20 Spieler  in dieser Altersgruppe Fußballspielen wollten, wurde eine 7er und eine 11er DJugend gebildet. Diese beiden Mannschaften konnten sich recht gut behaupten und schlossen die Saison mit mittleren Tabellenplätzen ab. Für die nächste Serie werden wieder zwei DJugendmannschaften  gemeldet, diesmal aber zwei 7er Mannschaften. Diese Mannschaften werden betreut von Dietmar Kirchner aus Ossendorf und von Alexander Rose aus Menne.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Bilduntertitel.

     

    Die EJugend

    Unter Trainer Detlef Dewenter wird 1982 erstmalig eine EJugendmannschaft gemeldet. Erste Erfolge dieser Mannschaft stellten sich 1982 auch schon ein, so erreichte die EJugend am Ende der Serie einen sehr guten zweiten Tabellenplatz. Daraufhin übernimmt Wolfgang Hilleke das Amt des Betreuers und formt die Mannschaft weiter. Aber auch in der EJugend konnte bald keine eigene Mannschaft mehr auf die Beine gestellt werden, und so wurde auch hier ab der Serie 1984/85 eine Spielgemeinschaft mit Nörde und Hohenwepel gebildet. In den Jahren von 1984 bis 1990 konnte diese Mannschaft mal mittlere, mal vordere Tabellenplätze erreichen. Einen weiteren Höhepunkt für die Jugendabteilung erreicht der engagierte Trainer Bernd Schade aus Menne, dann im Jahr 1991, mit diesen jungen Kickern und wird Kreismeister.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    EJuniorenKreismeister 1990/91. Links: Betreuer Bernd Schade. Die obere Reihe zeigt den Endspielgegner Warburg 08. Untere Reihe v.l.: Markus Wasmuth, Tobias Strathaus, René Strathaus, Uwe Brechtken, Artur Wotschel, Jens Brechtken, Carsten Ricken, Matthias Fuest, René Schade.

    1992 trainiert Hansi Schramm diese Erfolgsmannschaft und erringt mit ihr den Hallenkreismeistertitel. Die weiteren Betreuer dieser Mannschaft waren Kai Stuckenbrock und Klaus Blome aus Menne, die mit der EJugend in der Serie 1992/93 den 2. Tabellenplatz erkämpfen konnten. Für die Serie 1994/95 konnten dann zwei 7er EJugendmannschaften gemeldet werden, beide Mannschaften erreichten einen guten mittleren Tabellenplatz.

    Auch in der Serie 1995/96 wurden zwei Mannschaften gemeldet, die von Dietmar Feischen aus Nörde und Monika Steffens aus Menne betreut wurden. Beide Mannschaften konnten in ihren Gruppen jeweils mittlere Tabellenplätze belegen. Sportlich änderte sich dieses Bild auch in der Saison 1996/97 nicht, nur wurden diese beiden Mannschaften jetzt von Bruno Kirchhoff aus Nörde und Franz Josef Ehle aus Ossendorf betreut. Beide Betreuer werden die Mannschaften auch in der Serie 1997/98 trainieren und betreuen.

     

     

     

     

    Bild 1

     

     


    Die EJugend im Spieljahr 1991/92 v.l.: Carsten Ricken, Uwe Brechtken, Markus Wasmuth, René Schade; unten Rene Strathaus, Daniel Schramm, Matthias Fuest.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die EJugend im Jahr 1997 v.l. Sebastian Robrecht, Benedikt Steffens, Niklas Gandt, Matthias Fischer, Florian Albers. Kniend v.l. Julian Ehle, Thomas Meßler, Marco Hilleke, Nils Hellmuth.
    Die FJugend

    Eine FJugendMannschaft wurde im Spieljahr 1992/93 von Leonie Kaiser aus Hohenwepel gegründet. Sie trainierte, betreute und kümmerte sich vorbildlich um die jüngsten Kicker die zwischen fünf und acht Jahre alt sind und im Volksmund oftmals auch als "Pampersliga" bezeichnet werden. Daß es aber auch bei den Kleinen bereits voll zur Sache geht, kann man bei den Meisterschaftsspielen beobachten. Da der FJugend in der Serie 1994/95 sogar 26 Spieler zur Verfügung standen, konnten erstmals zwei Mannschaften gemeldet werden. Die erste Mannschaft konnte dann auch schon erste sportliche Erfolge verbuchen und durfte nach der Vorrunde in die neu gebildete Leistungsklasse aufsteigen.

    Nach zwei Jahren übergab Leonie Kaiser diese intakte Mannschaft an Engelbert Schulze aus Menne und Franz Böddeker aus Hohenwepel. Die Arbeit von Leonie wurde fortgeführt und in der Serie 1995/96 war die Vizemeisterschaft in der Leistungsklasse, der Vizestadtmeister und der Vizekreispokalsieger jeweils hinter Warburg 08 der Lohn für die gute Aufbauarbeit. Durch eine Fahrt zum Bundesligaspiel Leverkusen  Kaiserslautern wurde diese erfolgreiche Saison abgeschlossen.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die FJugendMannschaft im Jahr 1995/96. Stehend v.l.: Betreuer Engelbert Schulze, Nils Hellmuth, Marco Hilleke, André Nolte, Christian Böddeker, Marvin Nolte, Julian Ehle, Thomas Meßler, Sven Welter, Kai Reitemeier.

    In der Serie 1996/97 schaffte man zwar nicht den Sprung in die Leistungsklasse, aber von der 1. Mannschaft ist der erste Platz in der Gruppe II erreicht worden. Auch die 2. Mannschaft, die zur Rückrunde gemeldet wurde, schlug sich in ihrer Gruppe recht erfolgreich und somit wurde auch diese Saison recht erfolgreich abgeschlossen.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Die beiden EJugendMannschaften im Jubiläumsjahr. Stehend von links: André Nolte, Sven Welter, Michael Fangrad, Christopher DierkesLeifeld, Timo Claus, Dominik Flore, Christian Böddeker. Kniend v.l.: Betreuer Wilfried Nolte, Marcel Blömeke, David Reinisch, Andreas Kupsch, David Peine, Torben Ladleif, Julian Schulze, Marvin Nolte, Maurice Wengatz, Christopher Trilling und Dennis Büsse.

    Für die Serie 1997/98 stehen die Zeichen nicht schlecht. Es werden erstmals drei FJugendmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, wobei zumindest eine Mannschaft sehr spielstark sein wird. Auch für die Betreuung der Mannschaften steht um Trainer Engelbert Schulze mit den Betreuern Franz Böddeker aus Hohenwepel, Elmar Neugebauer aus Ossendorf und Wilfried Nolte aus Menne ein starkes Team für die Betreuung der drei FJugendmannschaften zur Verfügung.

    Wie im Seniorenbereich, so hat es auch im Jugendbereich Höhen und Tiefen in unserem Verein gegeben. Das lag einerseits daran, daß man einmal spielstarke, einmal spielerisch schwächere Jahrgänge hatte. Zum anderen ist es unserem Verein nicht gelungen in den letzten Jahren lückenlos gute Trainer und Betreuerarbeit zu leisten. Durch dieses Manko haben wir im Moment große Nachwuchsprobleme im Seniorenbereich. Deshalb muß das Hauptaugenmerk des Vereins in Zukunft auf einer kontinuierlichen Jugendarbeit liegen, denn unsere Jugendlichen sind das Fundament für die sportliche Zukunft des Vereins.

    Chronik AlteHerren Abteilung

    Seit 1970 gehören nicht nur Jugend und Seniorenfußballer unserem Sportverein an, sondern der Initiative von Johannes Schulze und Hansi Rose ist es zu verdanken, daß auch die AltenHerren in Menne samstags noch in Freundschaft dem runden Leder nachjagen.

    Unter dem Motto "wer rastet, der rostet", wurden in den Anfangsjahren pro Jahr einige Freundschaftsspiele mit anderen AlteHerren Mannschaften durchgeführt. Spieler, die aus Altersgründen aus der Seniorenmannschaft ausschieden, hatten somit weiterhin die Möglichkeit, sich körperlich fit zu halten. Und was wohl damals schon genauso wichtig war wie heute: Wenigstens einmal pro Woche dem Alltagsstreß oder der Familie entfliehen, um sich dann anschließend bei einem Glas Bier oder auch mehreren Gläsern Bier in gemütlicher und lockerer Runde zu entspannen und abzuschalten.

    Anfangs war aber nicht unbedingt die neue Mannschaft die Attraktion. Nein, es war das Maskottchen "Peter", ein Ziegenbock, der für mehr Aufsehen auf den Sportplätzen sorgte. So schrieb das WestfalenBlatt über das neue Maskottchen: "Bei jedem Spiel der Altfußballer aus Menne soll das Böcklein mit von der Partie sein. Und abends an der Theke soll das Tierchen einzelnen Spielern in den verlängerten Rücken stoßen, wenn sie sich nicht zeitig genug vom kühlen Getränk trennen können (so erhofften es sich die 'besseren Hälften' der Fußballer). Man wird sehen, zu welcher Seite sich das Böcklein schlagen wird". Die damaligen Schülerspieler beobachteten den Ziegenbock hinter dem Tor dann auch mehr als das Spiel. Dabei hätten Sie von der AlteHerren Mannschaft bestimmt noch etwas lernen können. Dieses damalige Maskottchen, der Ziegenbock, existiert heute noch in unserem Vereinswappen weiter.

     

     


    Werbung Pollmann

     

     

     

    Das nachstehende Foto zeigt die AlteHerren Mannschaft aus der Anfangszeit.

     

     

     


    Bild

     

     


    stehend v.l.: Josef Steffens, Anton Jochheim, Martin Rahm, Helmut Kurten, Johannes Schulze, Franz Mewes, kniend v.l.: Fritz Menne, Walter Spellerberg, Peter von Skopnik, Johannes Komm, Hans Rose, Manfred Acker und Maskottchen "Peter".

    Aus den anfänglich wenigen Freundschaftsspielen pro Jahr sind mittlerweile eine ganze Menge Termine geworden. Im Jahr 1978 standen beispielsweise nur 14 Termine auf dem Plan. Im Jubiläumsjahr 1997 stehen insgesamt 27 Termine an, denn aus der einstigen Mannschaft ist eine gut funktionierende und intakte Abteilung mit nunmehr fast 80 Mitgliedern geworden. Aus den noch vorhandenen Spielpänen geht hervor, daß man in den vergangenen 27 Jahren gegen jede AlteHerren Mannschaft aus dem Sportkreis Warburg gespielt hat. Davon bestehen heute schon viele gar nicht mehr oder nur noch in Spielgemeinschaften. Unsere Mannschaft hat aber auch den Kontakt zu anderen befreundeten Mannschaften aus den Nachbarkreisen gepflegt. Einige Vereinsnamen sollten an dieser Stelle dann auch genannt werden: Bellersen, Benhausen, Beverungen, Bruchhausen, Dalhausen, Ersen, Espenau, Haarbrück, Heckershausen, Hofgeismar, Lauenförde, Lichtenau, Meerhof, Naumburg, Oesdorf und Waldkappel. Als hochkarätigste Gegner sind aber der KSV Hessen Kassel und der TuS Schloß Neuhaus zu nennen.

    Wieviele Spieler in den zurückliegenden 27 Jahren in der Mannschaft eingesetzt wurden, kann an dieser Stelle wegen fehlender Aufzeichnungen nicht angegeben werden. Aber es waren eine ganze Menge Spieler, die dieser Mannschaft immer wieder ein anderes Gesicht gegeben haben. Trotzdem hat es aber doch jahrelang Woche für Woche Probleme bei der Mannschaftsaufstellung gegeben. 1986 wurden z.B. 32 Spieler eingesetzt, obwohl nur 27 Spieler laut Meldeliste gemeldet waren. Für die Betreuer war es immer  auch heute noch  schwierig, eine komplette Mannschaft zusammenzubekommen. Eine leichte Besserung dieser Situation trat 1983 ein. Mit Hohenwepel, die alleine keine AlteHerren Mannschaft mehr stellen konnten, bildete Menne von nun an eine Spielgemeinschaft, die bis heute auch noch Bestand hat, und seither gut funktioniert und harmoniert.

    Auch viele Betreuer gab es in dieser Zeit: Johannes Schulze, Hans Rose, Josef Schulte, Reiner Rose, Manfred Wiemers, Wolfgang Hamel, Heinz Leifeld, Wilfried Nolte,  Norbert Schlüter, KarlHeinz Hellmuth, Hansi Schramm, Lothar Hausmann, Ralf Kurten und Dirk Roski. Wegen der Unzuverlässigkeit vieler Spieler war und ist der Betreuerposten in dieser Mannschaft immer ein Problem. Der Höhepunkt war das Spieljahr 1990. Es gab nicht einen Mannschaftsbetreuer  nein, es gab gleich acht Mannschaftsbetreuer, also während der Spielzeit jeden Monat einen anderen. Im nachhinein betrachtet, eine chaotische Situation, die dann im folgenden Jahr zum Glück auch keine Fortsetzung fand.

    Trotz Personalmangels (es waren nur 10 Spieler) holte diese Mannschaft am 8.9.1987 in Dössel den 1. Pokal:

     

     

     


    Bild

     

     


    Stehend von links: Burkhard Sarrazin, Bernhard Lüer, KarlHeinz Schubert, Hansi Schramm, Reiner Rose, Herbert Brechtken. Kniend von links: Erwin Peine, Josef Schulte, Engelbert Schulze, Josef Strathaus.
    Logischerweise wechselten die sportlichen Erfolge wie Licht und Schatten. Für das Spieljahr 1982 stand im Protokoll: "Betreuer Reiner Rose hatte über die Aktivitäten der Spieler am Spielbetrieb viel Negatives zu berichten". Zwei Protokolle weisen über den Spielbetrieb gar nichts aus, obwohl Spiele stattgefunden haben. Wie bekannt, werden bei den AltenHerren keine Meisterschaften ausgetragen, daher ist hier auch schwierig, nur aus überwiegend ausgetragenen Freundschaftsspielen großen sportlichen Erfolg abzuleiten.

    Aber gerade die letzten Jahre haben gezeigt, daß die Mannschaft besonders bei Pokalturnieren für sportliche Erfolge auf dem grünen Rasen und für dicke fette Schlagzeilen in der Tagespresse sorgen kann.


    · Golden Oldies aus Menne/Hohenwepel holten sich überraschend den VDES  Bezirksmeistertitel
    · Aus Wunschdenken wurde Wirklichkeit  SG Menne/Hohenwepel holt erneut den Bezirksmeistertitel
    · Menner Oldies siegreich im ElfmeterKrimi
    · Vierte Turnierteilnahme  vierter Pokalerfolg
    · E. Schulze: Matchwinner der SG Menne/Hohenwepel


    Im Kreispokal hat es bisher noch nicht den ganz großen Erfolg gegeben, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Bei Pokalturnieren auf Sportfesten war die Mannschaft sehr oft erfolgreich und konnte die begehrten Pokale nach Menne entführen. Zweimal wurde im Winter eine Hallenstadtmeisterschaft in der Dreifachturnhalle in Warburg durchgeführt, wobei sich Menne/Hohenwepel von der besten Seite zeigte. 1988 triumphierte die Mannschaft bei der Premiere im Endspiel mit einem 5:3Sieg über Dössel. Ein Jahr später reichte es immerhin zum 2. Platz.

    Der Warburger AlteHerren Stadtpokal während der Oktoberwoche wurde bisher achtmal ausgespielt, davon stand die Mannschaft fünfmal im Endspiel. Im Jahr 1990 verlor man 0:2 gegen Warburg, 1991 gewann man im ElfmeterKrimi  frei nach dem Motto "heute darf jeder mal schießen", mit 10:9 gegen Scherfede, 1993 siegte man mit 4:3 gegen Warburg, 1994 verlor man mit 0:1 gegen Scherfede und 1996 unterlag man mit 1:3 gegen Bonenburg. Die Teilnahme an diesem Oktoberwochenturnier hat sich für die Mannschaft immer gelohnt, denn als Teilnahme und Siegprämie gab es immer "Warburger Bier"  mal mehr, mal weniger  je nach Erfolg.

     

     

     

     

    Bild

     

     


    AlteHerrenStadtmeister 1993. Stehend von links: Reinhard Steffens, Erwin Vahle, Burkhard Sarrazin, Hansi Schramm, Horst Eckstein, Wilfried Nolte, Ludger Reitemeier. Kniend von links: Werner Ludwig, Lothar Hausmann, Dieter Brechtken, Wolfgang Hilleke, Engelbert Schulze und Bernhard Lüer.

    Sportliche Höhepunkte für die AlteHerren Mannschaft waren aber zweifelsohne die beiden Erfolge bei den Eisenbahner Bezirksmeisterschaften (VDES) 1990 in Bonenburg und 1991 in Hameln. 1990 sagte man sich: "Wir machen da einfach mal mit", weil das Turnier ja direkt vor der Haustür in Nörde und in Bonenburg stattfand. Der erste Erfolg bestand zum größten Teil sicher aus der Unbekümmertheit, mit der die Mannschaft diese Sache angegangen ist, denn Aufstellungssorgen waren in den ersten Gruppenspielen, die in Nörde stattfanden, die größten Probleme. Im Halbfinale konnte mit Kirchweye der haushohe Favorit mit 0:0 in Schach gehalten werden. Durch das 7:6 im Elfmeterschießen zog der Außenseiter Menne/Hohenwepel ins Finale gegen Göttingen ein.

    Göttingen hatte schon mehrfach diese VDESMeisterschaft gewonnen und war auch durch das Ausscheiden von Kirchweye wieder siegessicher. Doch weit gefehlt, der Meister sollte dieses Mal aus dem Warburger Land kommen. Nach der 2:0 Führung hielt das Abwehrbollwerk aus Menne/Hohenwepel stand und ließ nur kurz vor Schluß ein Gegentor zu. Völlig konsterniert versuchte Göttingen nach Spielschluß noch zu protestieren und ließ die Spielerpässe überprüfen, weil sie glaubten, unsere Mannschaft hätte gemogelt. Nach fünf kräftezehrenden Spielen hieß der VDESBezirksmeister 1990: SG Menne/Hohenwepel.

    Das nachfolgende Foto zeigt die siegreiche Mannschaft nach dem Endspiel mit dem Pokal.

     

     

     

     

    Bild

     

     


    Stehend v.l.: Wolfgang Hamel, Dieter Brechtken, Gisbert Brechtken, Engelbert Schulze, Herbert Brechtken, Josef Schulte, KarlHeinz Schubert und der Vorsitzende des VDES. Kniend v.l.: Norbert Schlüter, Burkhard Sarrazin, Lothar Hausmann, Bernd Schade, Reiner Rose.

    Dieser unerwartete Erfolg wurde dann auch in Menne noch gebührend gefeiert, denn irgendwie war die riesige rotschwarze Fahne des VDES Hannover mit nach Menne gekommen. Dieses seltene Stück und eine alte rote Zuglaterne bildeten den Mittelpunkt bei der Meisterfeier. Im Schatten der großzügigen Modelleisenbahnanlage wurde bei Wolfgang Hamel eisenbahnmäßig gefeiert und gefachsimpelt.

    Am 15. Juni 1991 gelang der AHMannschaft in Hameln das Kunststück, diesen im Vorjahr gewonnenen Titel erfolgreich zu verteidigen. Nach Siegen über Hannover, Ossendorf, Hildesheim und Hameln war Göttingen der Gegner im Halbfinale. Die waren natürlich besonders motiviert, um sich für die Endspielniederlage vom Vorjahr zu revanchieren. Doch am Ende hieß es 2:0 für Menne/Hohenwepel und das Endspiel war wieder erreicht. Im zweiten Halbfinale setzte sich die erstmals teilnehmende Mannschaft von LOK Stendal aus der ehemaligen DDR gegen Scherfede durch. Die Mannschaft aus Stendal war gespickt mit ehemaligen Spielern aus DDROberligazeiten und galt als Favorit, weil alle Spiele vorher leicht und locker gewonnen wurden. Menne/Hohenwepel stellte sich aber mit Einsatz und Kampfgeist dem Spielwitz der Stendaler Mannschaft entgegen und sollte am Ende auch dafür belohnt werden, denn nach dem 0:0 nach regulärer Spielzeit, wurde das anschließende Elfmeterschießen mit 4:3 gewonnen und der VDESTitel ging zum zweiten Mal nach Menne.

    Obwohl 1992 beim dritten Anlauf bereits in der Vorrunde das Aus kam, sind allen Beteiligten diese drei Turniere in guter Erinnerung geblieben, denn wenn man bedenkt, daß der VDESBezirk Hannover im Norden bis an die Nordseeküste, im Süden bis nach Kassel, im Westen bis an die Weser und im Osten bis in die neuen Bundesländer reicht, dann ist das ein toller Erfolg für den "kleinen Ort" Menne.

    Lieblingsgegner hat die Mannschaft in den vergangenen Jahren natürlich auch gehabt. Da sind einige Mannschaften, die gegen Menne/Hohenwepel so richtig unter die Räder gekommen sind. Hohe Siege mit 14:1, 10:3, 8:0, 8:1 ,7:2 ,6:0, 6:1, 5:0, 5:1 hat es da gegeben. Rimbeck, Bühne, Ossendorf und Germete sind da schon mal die Leidtragenden gewesen. Es hat natürlich auch hin und wieder mal eine saftige Niederlage gegeben, so z.B. 0:6 in Neuenheerse oder 2:7 in Ersen. Insgesamt, unterm Strich gesehen, ist die Bilanz der AlteHerren Mannschaft positiv zu bewerten, es wurden mehr Spiele gewonnen als verloren und es wurden mehr Tore geschossen, als man selbst kassiert hat.

    In dieser AlteHerren Abteilung wird nicht nur Fußball gespielt. Es wird auch gearbeitet und gefeiert. Immer wenn die Kassenlage es erforderlich machte, wurden die Verantwortlichen aktiv. Ein Preisknobeln oder ein AlteHerrenSportfest verschafften immer wieder den finanziellen Spielraum, damit auch zünftig gefeiert werden konnte. Ob es die traditionelle Vatertagstour war, eine Brauereibesichtigung, der HansStellmachCup oder die jährliche Saisonabschlußfeier. Mit dem finanziellen Rückhalt der kleinen Abteilungskasse, waren solche Feierlichkeiten immer leicht auf die Beine zu stellen. Aber natürlich sind solche Feiern nicht nur mit Geld zu gestalten. Ohne die fleißige Arbeit vieler Mitglieder und deren Ehefrauen wäre das natürlich bis heute nicht möglich gewesen, dafür sei an dieser Stelle schon einmal "Danke" gesagt.

     

     

     

     

    Bild

     

     


    Dieses Foto zeigt einen Teil der derzeit aktiven AlteHerren FuBballer in froher Bierlaune beim Frühschoppen auf dem Pfarrfest am 15.6.1997 in Menne.
    Von links ist zu erkennen: Jürgen Becker, Wolfgang Hilleke, Wilfried Nolte, Burkhard Sarrazin, Engelbert Schulze, Stefan Leuchtenmüller, Gregor Schulze, Josef Seewald, Ulrich Schäfers, Hansi Schramm, Hubert Brenke, Wolfgang Hamel, Jürgen Henkenius, Klaus Blome, Ralf Kurten und Jürgen Weinhart.

    Höhepunkte für die gesamte AlteHerren Abteilung, also für aktive und passive Mitglieder, sind natürlich diese geselligen Veranstaltungen. Der Vatertag ist in der Regel immer das erste "Highlight" des Jahres. Falls jemand bis heute noch nicht weiß, wie dieser Tag abläuft, hier ist eine kleine Inhaltsangabe:

    · morgens um 10 Uhr: Treffen  zuerst Beitrag bezahlen
    · Frühstück mit frischen Mettbrötchen und Bier  dann erst
    · einmal 2 Stunden wandern  Rast mit Essen und Trinken
    · wieder 1 Stunde wandern  Rast mit flüssiger Nahrung
    · bis nach Menne zurück nochmals ca. 1 Stunde wandern
    · Abschluß mit viel Essen und Trinken, solange die Kraft reicht
    · Ende eines Tages mit viel frischer Luft und schweren Beinen

    Für die Zubereitung der Verpflegung sind immer einige "fußkranke" Mitglieder zuständig. "Fußkranke" Mitglieder sind auch immer genügend vorhanden, da gab es bisher fast nie Probleme.

    Auf Initiative des damaligen Vorsitzenden Anton Jochheim wurde diese Vatertagswanderung ins Leben gerufen. Die Wanderung führte die Gruppe in den ersten Jahren zum gemeinsamen Abschluß in die Scherfeder Waldhütte. Gleich im ersten Jahr war einem Teilnehmer die Wanderung und der Abschluß noch nicht anstrengend genug gewesen. Walter Spellerberg, besser bekannt als "Spatz", wollte nicht auf den Bus für die Heimfahrt warten. Trotz erheblichen Bierkonsums machte er sich spät abends zu Fuß auf den Weg nach Menne. Wie der 1. Vorsitzende Anton Jochheim später zu erzählen wußte, hatte Spatz den Weg bis kurz vor Menne auch wohl ganz gut geschafft, doch da war auf einmal Ende. Auf einem Stück Land hatte Dierkes' Jupp ein Bohnenfeld angelegt, und um die Vögel abzuschrecken, eine Selbstschußanlage installiert. Nun kam unser ",Spatz" diese Nacht des Weges und plötzlich reagierte der "Vogelschutz". Geistesgegenwärtig, aber völlig verwirrt und erschöpft von dem langen Rückweg, sprang er in den Graben und ging in Deckung. "Hilfe, Hilfe, die Russen kommen, die wollen mich tot schießen", waren seine letzten Worte in dieser Nacht, danach blieb er im Graben liegen und schlief ein. Am anderen Morgen stellte er nüchtern fest, daß die Russen wohl doch nicht da waren, und später als alle anderen kam "Spatz" dann nach Hause.

     

     

     


    Bild

     

     


    Stehend v.l.: KarlHeinz Hellmuth, Hans Stellmach, Wolfgang Hamel, Bernd Schade, HeinzJosef Hamel, Heinz Leifeld, Reiner Rose, KarlHeinz Schubert, Hansi Schramm, Norbert Schlüter, Josef Schulte, Bernhard Beumer, Erwin Vahle und Wilfried Nolte. Kniend v.l.: Engelbert Schulze, Burkhard Sarrazin, Werner Ludwig, Lothar Hausmann, Ludger Reitemeier, Bernd Steffens, Herbert Brechtken, Dieter Brechtken, Gregor Schulze und Horst Eckstein.

    Eine sportliche und gesellschaftliche Veranstaltung hat unser Ehrenmitglied Hans Stellmach im Jahre 1992 ins Leben gerufen: Durch seine Idee und seine Initiative entstand der HansStellmachCup, ein freundschaftlicher Kräftevergleich der AlteHerren Fußballer unter 40 Jahre gegen die über 40 Jahre. Hans Stellmach, der nicht mehr in Menne wohnt, hängt mit seinem Fußballerherz immer noch an Menne, und so sieht er mindestens einmal im Jahr viele der Spieler wieder, die bereits damals als Schülerspieler bei ihm das Fußballspielen begonnen haben. 1992 konnten die älteren Spieler im Elfmeterschießen den Pokal knapp für sich gewinnen, danach haben bisher die jüngeren Spieler viermal gewonnen.

    Auf diesem Foto präsentiert Wolfgang Hamel mit dem Initiator den Hans StellmachCup.

     

     

     

    Bild

     

     


    Den Abschluß eines jeden Fußballjahres bildet die Saisonabschlußfeier. Die Beteiligung zeigt, daß viele Mitglieder solche Abende nutzen, um gemeinsam Unterhaltung und Spaß zu haben. Ob die Feier im Vereinslokal, im Sportheim, im UHGHeim in Borgentreich, im Pfarrheim oder im Casino der Bundeswehrkaserne Mengeringhausen stattfand, es war immer ein gelungener Abschluß mit reichlich Essen und Trinken.

    Die Geschicke dieser AlteHerren Abteilung lag in der abgelaufenden Zeit in den Händen von den nachstehend aufgeführten Personen. Anton Jochheim hatte 12 Jahre lang bis 1982 das Amt des 1. Vorsitzenden inne. Von 1982 bis heute führt Wolfgang Hamel die Abteilung an. Hansi Rose führte von 1970 bis Anfang 1993 die Kasse, die dann von Hansi Schramm übernommmen wurde. Den "Schriftkram" erledigte zuerst Johannes Schulze, der dann vom ersten Schriftführer Herbert Nolte übernommen wurde. Ab 1982 bekleidete Bernd Schade den Schriftführerposten, der Anfang 1991 von Burkhard Sarrazin übernommen wurde.

     

     

     


    Bild

     

     


    Die derzeitige FührungsCrew der AlteHerren Abteilung: Betreuer Dirk Roski, Schriftführer Burkhard Sarrazin, Vorsitzender Wolfgang Hamel, Kassierer Hansi Schramm, Betreuer Ralf Kurten.

    Das 75jährige Vereinsjubiläum des Sportvereins Menne  davon 27 Jahre AlteHerrenFußball  bedeutet auch für die Verantwortlichen der AHAbteilung ganz herzlich "Danke" zusagen.

    "Danke" an alle Sponsoren jeglicher Art, die durch ihre Unterstützung für
    finanzielle Entlastung gesorgt haben.
    "Danke" an alle Schiedsrichter in dieser Zeit, die durch ihr Mitwirken den Spielbetrieb gewährleistet haben.
    "Danke" an alle Ehefrauen und Freundinnen, die es samstags dann und wann ertragen mußten, wenn ihre Männer nach dem kräfteraubenden Spiel im Sportheim oder im Vereinslokal in die "Verlängerung" gingen.
    "Danke" an alle Vorstandsmitglieder, die sich über Jahre zur Verfügung gestellt haben, organisiert und gemacht und getan haben.
    "Danke" an alle aktiven und passiven Mitglieder für ihren persönlichen Einsatz innerhalb der Mannschaft und der Abteilung, und
    "Danke" an alle die, die irgendwie und irgendetwas für die AlteHerren Abteilung in Menne getan haben.

    PokalturnierErfolge der letzten 30 Jahre

    1966 1. in Hohenwepel 1967 1. in Wormein
    2. in Germete u. Nörde

    1968 1. in Warburg, Eispe, Nörde,  Großeneder, Calenberg u.
    Hohenwepel
    2. in Germete (Jgd.)
    1969 1. in Daseburg u.
    Willebadessen
    2. in Dössel (Jgd.)
    1970 1. in Ossendorf
    2. in Warburg (Jgd.) 1971 1. in Warburg, Nörde
    u. Hohenwepel
    2. in Germete u. Rimbeck

    1972 2. in Scherfede u. Meerhof (AH) 1973 1. in Herlinghausen

    1974 1. in Dössel
    2. in Hohenwepel
    1975 1. in Calenberg u. Dössel
    1976 1. in Calenberg 1977 1. in Dössel
    3. Stadtmeisterschaft
    2. in Dalhausen (AH)
    2. in Dössel (Jgd.)


    1978 1. in Ossendorf
    2. in Nörde
    3. Stadtmeisterschaft 1979 1. in Germete, Ossendorf, Nörde  u. Hohenwepel
    2. Stadtmeisterschaft
    2. in Gehrden (Jgd.)

    1980 1. in Daseburg u. Nörde
    2. Stadtmeisterschaft 1981 1. in Bonenburg, Ossendorf,  Hohenwepel u. Scherfede
    2. in Dössel u. Nörde
    2. in Oesdorf (2, Mannsch.)
    1. in Warburg (Jgd.)
    1. in Dössel (AH)

    1982 1. in Rimbeck
    2. in Germete u. Nörde
    1. in Dössel (AH)
    2. in Welda (AH) 1983 1. DFBKreispokal
    1. Stadtmeisterschaft
    2. in Ossendorf
    1. in Welda (AH)

    1984 1. DFBKreispokal
    1. in Rimbeck, Nörde u. Ossen dorf
    1985 1. in Daseburg (AH)

    1986 1. DFBKreispokal
    1. in Nörde, Daseburg u.  Lütgeneder
    2. Stadtmeisterschaft
    1987 1. in Germete, Dössel, Bonen burg  u. Hohenwepel
    2. in Ossendorf (AH)

    1988 1. DFBKreispokal
    1. Stadtmeisterschaft (AH)
    1989 1. in Nörde
    1. in Nörde (AH)

    1990 1. in Germete
    2. in Hohenwepel
    1. VDESBezirk (AH)
    1. in Oesdorf (AH)
    1991 1. in Nörde u. Hohenwepel
    1. VDESBezirk (AH)
    1992 1. in Nörde u. Dössel
    1. Hallenkreism. (2. M.)
    1. in Hohenwepel, Nörde,  Ossendorf u. Welda (AH)
    1993 2. in Hohenwepel
    1. Hallenkreism. (2. M.)
    1. in Qesdorf (AH)
    1. Kreispokal (CJgd.)
    1994 1. in Hohenwepel u. Germete
    2. in Nörde
    1. in Germete (CJgd.)
    1995 1. in Dössel, Germete, Nörde u.  Ossendorf
    2. in Welda (AH)
    1996 2. in Daseburg
    1. in Bonenburg
    2. in Ossendorf  

     


    DamenGymnastikAbteilung


    Am 20. Februar 1971 beschloß die Generalversammlung auf Antrag der Menner Damenwelt auch eine Gymnastikabteilung dem Sportverein anzugliedern. Nach dem Motto "Trimm Dich fit und turn mal wieder" oder "Hoch das Bein und alle mitgemacht" wollten viele Damen verschiedenen Alters sich montags in der Gemeindehalle treffen, um sich sportlich zu betätigen und in Form zu bringen.

    Als erste Übungsleiterin konnte die erfahrene Sportlehrerin Erika Hunold aus Nörde gewonnen werden. Der Verein kaufte einige Turngeräte und kurz darauf begannen von da an jeden Montag die Übungsstunden. Anfangs fanden sich regelmäßig ca. 50 Damen beim Turnen ein, denn Frau Hunold verstand es meisterhaft, die Menner Damen mit ihren Turnübungen zu begeistern.

     

     

     

    Bild

     

     


    Dieses Foto zeigt in der hinteren Reihe v.l. EvaMaria Moers, Ursula Hellmuth, Margret Simon, Brunhilde Ladleif, Josefine Schröer, Ruth Wiemers, Thea Schäfers, Helene Hellmuth, Gertrud Förster, Erika Hunold und Inge Hartmann. Die mittlere Reihe zeigt Sophie Floren, Maria Steffens, Vera Peper, Cilli Sarrazin, Marilies Klein, Heike von Skopnik, Änne Schäfers, Ursula Holzki, Marianne Schäfers, Marlene Spellerberg und Marianne Schulze. Vordere Reihe v.l.: MarieLuise Fischer, Maria Blome, Marita Kurten, Marlene Dewenter, Doris Kaiser, Brigitte Bodemann, Josefine Rahm und Toni Wiemers.

     

     

     

     

    Bild

     

     


    Dieses Foto zeigt die jüngere Generation mit der Übungsleiterin Erika Hunold. Hintere Reihe v.l.: Angela Preik,  Angelika Wagemann, Waltraud Wagemann, Raphaela Schäfers, Liselotte Leifeld, Roswitha Schäffer, Angelika Wiemers und Eleonore Hördemann. Die mittlere Reihe zeigt Annette Wiemers, Ursula Kukuk, Anne Sarrazin, Marilies Seewald, Christa Hamel, Gerda Humburg und Cordula Rose. Vordere Reihe v.l.: Gisela Fitzner, Christel Dierkes, Anneliese Wennekamp, Rosemarie Rosanka, Erika Wagemann, Dorothee Holzki und Elvira Flore.

    In den ersten Jahren wurden in den Wintermonaten auch regelmäßige Fahrten nach Beverungen ins TragluftHallenbad organisiert. Dort wurde möglichst vielen Frauen die Möglichkeit geboten, schwimmen zu lernen. In den Sommermonaten absolvierten die Frauen dann auch hin und wieder im Menner Freibad eine Übungsstunde mit Wassergymnastik.

    Neben regelmäßigen Wanderungen, Fahrradtouren, Grillfeten und Ausflügen wurden auch verschiedene Tänze eingeübt, für die sich einige "mutige" Damen zur Verfügung stellten und etliche Übungsstunden ansetzten, bis die Tänze perfekt einstudiert waren. Diese wurden dann zu besonderen Anlässen vorgeführt, so z.B. beim 50. Geburtstag des damaligen ersten Vorsitzenden Josef Dierkes.

     

     

     

     

     


    Bild

     

     


    Dieses Foto zeigt mutigen Damen beim 50. Geburtstag von Josef Dierkes.

    Zusätzlich kamen noch einige öffentliche Auftritte hinzu. So zum Beispiel war es einer jüngeren Tanzgruppe vergönnt, ihr Können nicht nur in Menne zu zeigen, sondern sie folgten einer Einladung des Kreissportbundes Höxter in die Freizeitdomäne nach Blankenau. In eigens für diesen Tanz gefertigten dunkelblauen Tanzkostümen verstanden es die jungen Damen, die zahlreichen Zuschauer im großen Festzelt mit einer perfekten Tanzdarbietung zu begeistern. Sie durften ohne eine Zugabe die Tanzfläche nicht verlassen. Weitere Tanzdarbietungen wurden auf dem 10 und 20jährigen Bestehen der Abteilung vorgeführt, ebenso auf einigen Pfarrfesten und Karnevalsveranstaltungen in Menne.

    Nach Frau Hunolds Abschied folgten Barbara Gualchierotti, Margret Witter, Frau Knipping, Angelika Vahle, Betty Ashauer und Elisabeth Bellmann als Übungsleiterinnen. Zur Zeit ist Monika Nagel aus Nörde für den sportlichen Teil verantwortlich.

    Den Berichten aller Übungsleiterinnen bei den Generalversammlungen war immer zu entnehmen, daß die Menner Damen stets fleißig mitturnten und sich in guter körperlicher Verfassung befanden. Diese Tatsachen wurden von den Menner Männern auch immer mit einem donnernden Applaus belohnt.

     


    Aber es wurde nicht nur getanzt und geturnt, es wurde auch gefeiert. Eine ganz besondere Feier stand im Mai 1996 an: Das 25jährige Bestehen der DamengymnastikAbteilung des SV Menne. In der festlich geschmückten Gemeindehalle wurden alle Anwesenden noch einmal an das damalige Gründermotto erinnert: "Trimm Dich fit  turn mal wieder". An diesem Abend wurden 27 Damen mit der silbernen Ehrennadel des SV Menne für 25jährige Mitgliedschaft geehrt, weil sie der Damengymnastikabteilung von Anfang an die Treue gehalten haben. Besonderer Dank galt an diesem Abend Marita Kurten, denn sie war 20 Jahre lang Abteilungsvorsitzende und wurde 1993 von Ulla Kukuk abgelöst.

     

     

     


    Bild

     

     


    Die Ehrungen übernahmen Abteilungsleiterin Ulla Kukuk, der Vorsitzende HansJoachim Fietz und der stellv. Vorsitzende Reinhard Steffens. Dieses Foto zeigt folgende Damen: Doris Kaiser, Ingrid Fuest, Elisabeth Dierkes, Helga Jochheim, Marianne Schulze, Christel Leuchtenmüller, Cilli Sarrazin, Thea Schäfers, Josefine Schröer, Erika Müller, Ursula Holzki, Erika Poppensieker, Hannelore Nolte, Marita Kurten, Thekla Wiemers, Maria Brockmann, Maria Klauke, MarieLuise Fischer, Margret Simon, Tilly Backhaus, Toni Wiemers, Brigitte Bodemann und Christa Wegge.
    Ulla Kaiser, Gertrud Mewes, Vera Peper und Mechthild Schulze konnten an der Feierstunde nicht teilnehmen und erhielten die Ehrennadel später.


    Heute zählt die Gymnastikabteilung ca. 80 Mitglieder und ist zu einem festen Bestandsteil innerhalb des SV Menne geworden.

     

     

    75 Jahre SV Menne  35 Jahre Abteilung Tischtennis

    Chronik der TTAbteilung
    1962  1997


    Im Frühjahr 1962 gründeten die Tischtennissportler Siegfried Bode, HansDieter Bruns, HansJoachim Fietz und Herbert Nolte die TTAbteilung, die dem damaligen F.C. Menne angeschlossen wurde. Die Anmeldung im WTTV e.V. erfolgte im Sept. 1962. Ab sofort konnte der F.C. Menne der sporttreibenden Jugend neben Fußball Tischtennis als 2. Sportart anbieten. Schon bald fanden sich neben den Gründungsmitgliedern neue Sportler ein, die den TTSport mit Begeisterung und Freude aufnahmen.

    So entwickelte sich die Abteilung in 35 Jahren von 4 auf 105 Mitglieder, von denen die meisten aktive oder ehemalige aktive TTSportler sind oder waren. Dementsprechend entwickelte sich auch die Anzahl der spielenden Mannschaften, die am aktiven Spielbetrieb teilnahmen. Der Anfang war eine Herrenmannschaft, aber schon nach einem Jahr folgte die 2. Herren. 1965 nahm dann eine Jugendmannschaft am aktiven Spielbetrieb teil. Das entscheidende Jahr war 1969, denn in diesem Jahr wurde der Startschuß für den organisierten Damensport in der TTAbteilung gegeben. Mit diesem völligen Neubeginn in Menne  organisierter Damensport  konnte erstmals die weibliche Jugend von Menne an Meisterschaften und Meisterschaftsspielen teilnehmen. Es wurden nicht nur Talente geweckt ,sondern die TTAbteilung entwickelte sich von nun an zu einem der führenden Vereine im TTKreis Warburg. Der TTDamensport wurde bald zum Aushängeschild für den ESV Menne und machten diesen weit über die Kreisgrenzen bekannt. Zur Zeit spielen 6 Herren, 1 Damen, 1 Jugend und 1 Mädelmannschaft.

    Aller Anfang ist schwer. Der neuen TTAbteilung stand als Übungs und Spielraum ein Klassenzimmer der "Alten Schule" Menne zur Verfügung. Unter sehr beengten Bedingungen wurde für 3 Jahre der Spielbetrieb aufrechterhalten. Anzumerken sei noch, daß die Herrenmannschaft 2½ Jahre kein Spiel gewinnen konnte. Mit großer Freude konnte 1965 der Umzug des Spiellokals in den Turnraum der Volksschule stattfinden. Sofort stellten sich die ersten Erfolge ein und die Abteilung wurde um die 1. Jugendmannschaft vergrößert. Obwohl im neuen Spiellokal ebenfalls nur eine Tischtennisplatte gestellt werden konnte, war diese Zeit bis 1969 im berühmt berüchtigten "Keller" für den ESV Menne sehr erfolgreich.

     

     

     


    Bild 1

     

     


    Kreismeister der 1. Kreisklasse des Kreises Warburg 1967/68 von links nach rechts: H.D. Bruns, S. Bode, H. Nolte, W. Hausmann, H.J. Fietz und W. Nolte.

    Die 1. Mannschaft konnte folgende Titel gewinnen:

    Kreispokalsieger 1966
    1967 gegen Menne II
    1968 gegen Menne II
    Kreismannschaftsmeister der 1. Kreisklasse 1967
    1968

    Anzumerken sei noch, daß die 1. Herrenmannschaft im "Keller" ungeschlagen blieb. Die Fertigstellung der Gemeindehalle Menne leitete eine neue Zeit für die TTAbteilung des ESV Menne ein. Der Gemeinderat Menne unter Vorsitz des Herrn Bürgermeister Dierkes genehmigte 1969 den 3. Umzug der TTA in die Gemeindehalle.

    Das positive Fazit aus diesem Umzug ließ sich leicht erkennen, denn die Abteilung wurde von 3 auf 6 Mannschaften verdoppelt. Gleichzeitig wurden die ersten Schritte im organisierten Damensport in Menne unternommen, was als Novum in der Sportgeschichte von Menne zu werten war. Der Umzug, Vergrößerung des Vereins und die neue Umgebung brachten im 1. Jahr nicht die gewünschten Erfolge. Das Jahr 1970 war ein Meilenstein in der noch jungen Vereinsgeschichte der TTA des ESV Menne.  Der Verein wurde auch auf Bezirksebene bekannt, 3 Mannschaften schafften den Aufstieg in die Bezirksklasse.

    1. Damen: Annette Dierkes, Christel Dierkes, Angelika Steffens, Annette Arens
    1. Herren: Josef Seewald, Siegfried Bode, Wilfried Nolte, HansDieter Bruns, HansJoachim Fietz, Johannes Seewald, Herbert Nolte
    1. Jugend: Dietrich Arens, Engelbert Schulze, Burkhard Sarrazin, HansJosef Hartmann

     

     

     

    Bild 2

     

     


    Weit über die Grenzen des Kreises Warburg machte vor allen Dingen die Damenmannschaft den Namen des ESV Menne bekannt, denn man schaffte direkt den Aufstieg in die Landesliga. Von links: Christel Dierkes, Annette Arens, Angelika Steffens und Annette Dierkes.

    Im darauf folgenden Jahr erfolgte der direkte Aufstieg in die Verbandsliga. Außer diesen mannschaftlichen Erfolgen wurden folgende Einzelerfolge errungen:

    Annette Arens 1 9 7 2 :  SchülerinnenBezirksmeisterin im Einzel und Doppel

    Annette Dierkes 1 9 7 0 :  DamenBezirksmeisterin im Doppel
    Platz 2 MädelEinzel
    Platz 1 Bezirksrangliste Mädel
    Platz 2 Bezirksrangliste Junioren
    1 9 7 1 :  DamenBezirksmeisterin im Einzel
    JuniorinnenBezirksmeisterin im Einzel u. Doppel
    BezirksranglistenErste der Damen
    Teilnehmerin der Westdeutschen Jugendmeisterschaften Platz 58
    1 9 7 2 :  JuniorinnenBezirksmeisterin im Einzel u. Doppel
    Teilnehmerin der Westdeutschen Jugendmeisterschaften Platz 58
    1 9 7 3 :  DamenBezirksmeisterin im Einzel u. Doppel
    JuniorinnenBezirksmeisterin im Einzel u. Doppel

    Christel Dierkes 1 9 7 1 :  SchülerinnenBezirksmeisterin Einzel u. Doppel
    1 9 7 2 :  MädelBezirksmeisterin im Doppel
    JuniorinnenBezirksmeisterin im Doppel
    3. Platz bei den WestdeutschenSchülermeisterschaften
    Teilnehmerin bei den WestdeutschenJugendmeisterschaften
    1 9 7 3 :  JuniorinnenBezirksmeisterin im Doppel
    MädelBezirksmeisterin im Doppel, Platz 2 im Einzel

    Den größten Erfolg für den ESV Menne schaffte unsere TTSpielerin Annette Dierkes mit der Teilnahme an der DeutschenJugendmeisterschaft 1972 in Saarlouis. Hierbei erreichte sie im Einzel einen Platz zwischen 916 und im Doppel zwischen 58.

    Weitere Höhepunkte in der noch relativ jungen Vereinsgeschichte des ESV Menne waren die Ausrichtung der TTKreiseinzelmeisterschaften 1970 und 1974 in Menne. Ein neuer Austragungsmodus, alle Endspiele am Sonntagnachmittag geschlossen durchzuführen, ließen die Meisterschaften für Spieler und zahlreiche Zuschauer zu wirklichen Höhepunkten des Tischtennissports im Kreis Warburg werden.

    Die Bezirksmeisterschaften 1973 in Geseke waren für den ESV Menne die bisher erfolgreichsten. Fast hätte der ESV den Pokal für den besten Verein im Bezirk OWL gewonnen, denn nur ein Punkt trennte den ESV vom Großverein LTV Lippstadt.

    Das ganz besondere Highlight war aber der Besuch der TTNationalmannschaft Australien am 16.März 1973 in Menne. Vor 250 begeisterten Zuschauern in der Gemeindehalle Menne standen sich gegenüber:

    bei den  D a m e n  
    ESV Menne Nationalmannschaft Australien
    Annette Dierkes Mary Legassick
    Christel Dierkes Vicki Woodward
    Angelika Steffens Anne McMahon
    bei den  H e r r e n  
    ESV Menne (verstärkt) Nationalmannschaft Australien
    Klaus Starsinski (TTV Warburg) Charly Wunvanich
    Friedhelm Selter (TTV Warburg) Paul Pinkewich
    Jochen Erkel (TTC Borgentreich) Steven Knapp
    Josef Seewald (ESV Menne) Bob Tuckett
    Siegfried Bode (ESV Menne) Garry Munday
    Wilfried Nolte (ESV Menne)

    Obwohl in beiden Begegnungen die Nationalmannschaft aus Australien mit 5:0 und 9:0 gewann, hat dieses Ereignis bei allen Spielern und Zuschauern einen nicht zu vergessenden Eindruck hinterlassen.

    Der ESV Menne hat eine stürmische Aufwärtsentwicklung hinter sich und wohl seinen Höhepunkt mit dem Abstieg der Damen aus der Verbandsliga im Jahr 73/74 überschritten.

    Bis zum Jahr 1978 blieben die ganz großen Erfolge aus, aber es reifte eine neue TTGeneration heran. Bei den Herren mußten die Stammspieler Wilfried Nolte und Dietrich Arens durch Burkhard Sarrazin und Ulrich Schäfers ersetzt werden. Im nächsten Jahr wurde Engelbert Schulze für Burkhard Sarrazin eingesetzt. Die 1. HerrenTTMannschaft, in der Aufstellung Seewald, Hartmann, Bode, Fietz, Schulze, Schäfers, entwickelte sich regelrecht zu einer Fahrstuhlmannschaft, ein Jahr Kreisliga, ein Jahr Bezirksklasse.

    Die 2. HerrenTTMannschaft, in der Aufstellung Rosanka, Schulte, Sarrazin, Rahm, Lütkemeyer, Nolte wurde in der Serie 1975/76 Kreismeister der 1. Kreisklasse. Die 2. TTDamenMannschaft, in der Besetzung Elke Peine, Martina Peine, Annette Spellerberg und Raphaela Schäfers wurde mit 36:0 Punkten in der Serie 74/75 Kreismeister und Aufsteiger zur Bezirksklasse. Außerdem wurde der Kreispokal gewonnen.

    Im Jahr 1976 meldeten sich wieder einige Jugendliche in der Abteilung an. 1974 wurde das 1. TTPokalturnier durchgeführt; Sieger Siegfried Bode. 1975 wurde auch der 1. Weihnachtsball in eigener Regie der TTAbteilung veranstaltet. Bis zum heutigen Tag wurde er jedes Jahr zur Deckung der laufenden Kosten wiederholt.

    Ende 1976 stand Angelika Steffens aus beruflichen Gründen der 1. Damenmannschaft nicht mehr zur Verfügung. Hiermit ging eine fast unglaubliche Serie zu Ende, denn die 1. Mannschaft spielte 7 Jahre mit der gleichen Aufstellung, ohne daß jemals eine Spielerin gefehlt hatte.

    Erstmals im Spieljahr 78/79 wurde lt. Beschluß des Westdeutschen TTVerbandes eine Trennung zwischen Damen und Mädeln auch im Mannschaftswettbewerb vorgenommen. Der ESV Menne startete sofort mit 2 Mannschaften. Die 1. Mädel, in der Aufstellung Elke Rahm, Beate Steffens, Marianne Rahm und Marianne Spellerberg, wurde auf Anhieb mit 52:0 Punkten Kreismeister und Kreispokalsieger. Außerdem spielten alle 4 Spielerinnen in der Kreisauswahl und wurden Kreisauswahlsieger des Bezirks OstwestfalenLippe.

    Die Mädelmannschaft des ESV Menne erreichte auf Bezirksebene Platz 1 bei den Pokalspielen und Platz 2 bei den Mannschaftsspielen. In beiden Disziplinen hatte man damit die Berechtigung, auf westdeutscher Ebene zu starten. Bei den Mannschaftsmeisterschaften traf die Mädelmannschaft in Ahlen auf die Mannschaften TTV EnzeBremen und PSV Wuppertal. Nach einem Sieg gegen EnzeBremen mußten sich Beate Steffens, Elke Rahm, Marianne Rahm und Marianne Spellerberg gegen den PSV Wuppertal mit 9:6 geschlagen geben. Eine großartige Leistung war dies trotzdem.

    Noch erfolgreicher schnitt die Pokalmannschaft, Beate Steffens und Elke Rahm, ab. In der Vorrunde in Duisburg wurden Bayer Uerdingen und Alemania Aachen mit 3:0 und 3:1 geschlagen. An der Endrunde in Duisburg nahmen 8 Mannschaften teil. Die Auslosung ergab die Spielpaarung PSV WuppertalESV Menne. Mit 3:0 konnte Wuppertal diesmal geschlagen werden. Die neue Auslosung brachte den TTC Gevelsberg als Gegner und auch diese Mädel wurden mit 3:1 besiegt. Damit war das Endspiel erreicht.

     

     

     

    Bild 4

     

     


    WestdeutscheVizepokalmeister 1978/79 Elke Rahm und Beate Steffens.

    Mit Eintracht Millingen war der klare Favorit der Gegner des ESV Menne. Diesmal mußte unsere Mädel mit 3:1 eine Niederlage hinnehmen. Elke Rahm und Beate Steffens waren WestdeutscheVizePokalmeister. Beide Mädel wurden für diese Leistung in einer Feierstunde vom 1. Vorsitzenden Josef Dierkes und beim "Ball des Sports" in Brakel vom Kreissportbund geehrt.

     

     

     

    Bild 5

     

     


    Der ESV Menne schaffte im Jahre 1978/79 mit folgender Mannschaftsaufstellung den Wiederaufsteig in die Bezirksklasse. Von links: Engelbert Schulze, Ulrich Schäfers, HansJoachim Fietz, Siegfried Bode, Paul Rahm und Josef Seewald

    Die Saison 1979/80 brachte dem ESV Menne 3 Herbstmeister und 3 Meister. Der 1. Damenmannschaft, in der Aufstellung A. Fietz, A. Arens, A. Spellerberg und M. Peine, gelang mit 43:3 Punkten der souveräne Durchmarsch von der Bezirksliga in die Verbandsliga. Die 1. Jugendmannschaft mit den Spielern Michael Redegeld, Dieter Büsse, Andreas Ludwig und Michael Kaiser wurde Kreismeister und damit Aufsteiger in die 1. Kreisklasse.  Ungeschlagen mit 28:0 Punkten schaffte die 2. Herren, mit den Spielern Josef Schulte, Manfred Rosanka, Bernd Schade, Wilfried Nolte, Ulrich Schäfers, Rudolf Gründer und Hermann Lütkemeyer, den Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

    Erstmals wurde bei den 19. TTKreiseinzelmeisterschaften ein offizieller Pokal für den erfolgreichsten Verein ausgespielt. Mit großer Freude konnte der Abteilungsleiter der TTA des ESV Menne, HansJoachim Fietz, diesen Pokal für den ESV Menne entgegen nehmen. Auch im Jahr 1981 wurde der ESV Menne erfolgreichster Verein bei den TTKreiseinzelmeisterschaften.

     

    Für das Spieljahr 1982/83 meldete der ESV Menne erstmalig 9 Mannschaften und zwar in folgende Gruppen:

    1. Damen Bezirksliga (Annette Arens, Annette Fietz, Annette Spellerberg, Beate Steffens)
    2. Damen Bezirksklasse (Ingrid Gründer, Marion Klauke, Andrea Kurten, Marianne Rahm)
    1. Herren Bezirksklasse (Josef Seewald, Paul Rahm, Siegfried Bode, Walter Anlage, Engelbert Schulze, Ulrich Schäfers)
    2. Herren Kreisliga (Burkhard Dierkes, HansJoachim Fietz, Wilfried Nolte, Andreas Ludwig, Klaus Wendehals, Manfred Rosanka)
    3. Herren 2. Kreisklasse (Bernd Schade, Rudolf Gründer, Detlef Dewenter, Josef Schulte, Hermann Lütkemeyer)
    4. Herren 2. Kreisklasse (Dieter Büsse, Rainer Spellerberg, Klaus Hartmann, Horst Eckstein, Herbert Schröer, Ralf Kurten, Martin Rahm)
    1. Mädel 1. Kreisklasse (Judith Gathmann, Monika Hilleke, Monika Brenke, Eva Blome, Elke Blome)
    1. Jugend 1. Kreisklasse (Gerald Dierkes, Dirk Hausmann, Oliver v. Skopnik, Michael Schulze)
    2. Jugend 3. Kreisklasse (Michael Kaiser, Dietmar Weber, Christian Rosanka, Frank Poppensieker, Kai Stuckenbrock)

    Für die 1. Herrenmannschaft sollte das Spieljahr 82/83 das bis erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte des ESV Menne werden. Mit 21:1 Punkten wurde man Herbstmeister und mit 37:7 Punkten Meister der Bezirksklasse und damit Aufsteiger zur Bezirksliga. Ebenfalls wurde die Mannschaft erstmalig Bezirkspokalsieger.

    Im Jahr 1982 feierte der ESV Menne sein 60jähriges Vereinsjubiläum. Die TTA führte an 3 Tagen Pokalturniere in verschiedenen Leistungsklassen durch. Vom  28.29. August 1982 fanden in Menne die 5. TTStadtmeisterschaften statt. Die erste Damenmannschaft konnte hierbei den Stadtmeistertitel erringen.

    Ab der Serie 83/84 folgten nach dem relativen "Hoch" in der Abteilung wieder schwächere Jahre bis zur Serie 85/86, die als schlechteste sowohl quantitativ wie qualitiv bezeichnet werden kann. Die 1. Herrenmannschaft mußte nach einem Jahr Bezirksliga wieder zurück in die Bezirksklasse. Die 1. Damenmannschaft mußte ersatzlos gestrichen werden, da die Spielerinnen Fietz, Arens und Steffens für den Spielbetrieb nicht mehr zur Verfügung standen.
    Eine Mädelmannschaft startete nicht mehr. Ein Lichtblick in dieser Zeit war der Gewinn des Kreisjugendpokals durch die Spieler Gerald Dierkes, Matthias Mewes, Michael Schulze. Nach drei mageren Jahren zeigte der Start der Serie 86/87 an, daß der Weg wieder langsam nach oben zeigt. Sieben Mannschaften nahmen am Spielbetrieb teil, u.a. wieder eine Mädelmannschaft und eine 2. Jugend. Die 1. Herren verstärkte sich durch Walter Anlage und schaffte den Klassenerhalt in der Bezirksklasse, obwohl Josef Seewald, bedingt durch eine Verletzung beim Desenbergturnier im Jan.87, in der 2. Halbserie nicht spielen konnte. Die 1. Damenmannschaft belegte in der Bezirksklasse den 2. Tabellenplatz.

    Ab Anfang 1987 bereitete die gesamte TTA das 25jährige Jubiläum vor. Eine Festschrift wurde aufgelegt und in der Woche vom 4.9. Mai 1987 feierte die TTA des ESV Menne ihr 25jähriges Bestehen, unter der Schirmherrschaft von Landrat Alex Brunnberg.

    Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war am 23. August  1987 als die Tischtennisabteilung Menne die EisenbahnerBezirksmeisterschaften der Bundesbahndirektion Hannover ausrichtete. Da die Gemeindehalle für dieses Großereignis nicht genügend Platz bot, mußte als Veranstaltungsort das Schulsportzentrum in Warburg angemietet werden.

    Im Spieljahr 87/88 schaffte die 1. Jungenmannschaft den Aufstieg in die Bezirksklasse. Der damaligen Mannschaft gehörten die Spieler Volker Hamel, Thomas Großhardt,  Frank Poppensieker und Rüdiger Moers an. Am Aufstieg und dem guten Abschneiden der  1. Jungenmannschaft hatte Annette Fietz einen großen Anteil. Immer wieder trainierte und betreute sie die Spieler und stand Ihnen hilfreich zur Seite. Kai Stuckenbrock bekam zu Beginn der Serie die Seniorenerklärung und spielte in der 2. Herrenmannschaft als Stammspieler. Die 1. Damenmannschaft wurde noch einmal vor dem Abstieg bewahrt und spielte in der kommenden Saison mit Neuzugang Martina Kirchner (Ossendorf). Aber auch die Herrenmannschaften bekamen in der nächsten Serie neue Gesichter. Die 1. Herrenmannschaft verstärkte sich durch Ulrich Schäfers. Der Spieler Andreas Ludwig  wechselte dafür in die Kreisliga. Dort spielte er mit Werner Siemandel, der von Eissen kam, im mittleren Paarkreuz.

    Eine wichtige Änderung brachte die Neuerung des WestdeutschenTischtennisVerbandes zum Spielsystem für ViererMannschaften. Die einzelnen Spieler werden der Spielstärke nach von 1 bis 4 aufgestellt. Die Aufstellung ist also nicht mehr frei wählbar, sondern muß dem genehmigten Mannschaftsmeldeformular entsprechen. Auf der ordentlichen Abteilungsversammlung vom 16. 6. 1988 wurde vom Vorstand den Mitgliedern der Vorschlag unterbreitet, einen Raum an die Gemeindehalle anzubauen.  Bei den anwesenden Mitgliedern fand der Vorschlag großes Interesse, so daß der Vorstand die erforderlichen Schritte einleitete und den Anbau beantragte. Der Raum sollte als Abstell, Umkleide und Aufenthaltsraum dienen. Die Behörden gaben der Abteilung grünes Licht. Der Anbau wurde mit 35.000, DM veranschlagt. Ein Anteil in Höhe von 15.000, DM wurde durch die Mitglieder in Form von Eigenleistung erbracht. Hilfreiche Unterstützung erhielt die Abteilung von Johannes Lütkemeyer, der viele Arbeitsstunden für den Tischtennisraum leistete. Zusätzlich wurden noch 2.000, DM an Barmitteln erbracht. Der Neubau hatte allerdings zur Folge, daß die Beiträge erhöht wurden. Die Beitragsfestsetzung wurde von den Mitgliedern beschlossen und hat bis zum heutigen Tage immer noch Gültigkeit.

    Am 7. Juli 1990 wurde nach etwa 7 Monaten Bauzeit der neue TTGeräte und Umkleideraum eingeweiht. Vorbei waren die Zeiten, an denen vor größeren Festen die Platten und alles weitere Zubehör aus der Halle transportiert werden mußte. Oft wurden Platten durch das ganze Dorf geschoben oder mit Pferdeanhänger gefahren. Nicht selten haben die Spielgeräte bei diesen Transporten mehr Schaden erlitten als in der ganzen Serie beim aktiven Sport.

     

     

     

    Bild 6

     

     


    Fleißige Helfer beim Bau des Tischtennisgeräte und Umkleideraums.

    Sportlich schafften die Aktiven Bemerkenswertes. Die 2. Damenmannschaft um Mannschaftsführerin Katja Aisch erreichte erstmals den Aufstieg in die Bezirksklasse. Aber auch die 2. Mädelmannschaft konnte durch die Betreuung von Ulrich Schäfers in die Mädelbezirksliga aufsteigen. In der Serie 89/90 hatten wir mit insgesamt 13 Mannschaften die meisten im Tischtenniskreis Warburg. Es spielten 4 Herren, 2 Damen, 4 Jungen und 3 Mädelmannschaften.

    Nach Beendigung dieser Serie mußte die 1. Herrenmannschaft einen engagierten Spieler ersetzen. Paul Rahm, langjähriger Spieler der Ersten und Kassierer der Abteilung, mußte berufsbedingt aufhören. Er wechselte in die Bezirksklasse zum TS Rusbend (Niedersachsen). In dieser Serie konnten sich alle Mannschaften behaupten und es gab keinen Absteiger. Weitere Herrenspieler verließen die Tischtennisabteilung zur Serie 91/92. Josef Seewald suchte die Herausforderung beim Landesligisten Warburg und Walter Anlage zog es in die Bezirksklasse nach Marsberg. Grund für die Bewegungen im Herrenbereich war der Abstieg der1. Herrenmannschaft aus  der Bezirksklasse. Einige Spieler der Zweiten mußten die Spielerabgänge kompensieren und Jugendspieler wurden im Herrenbereich eingebaut.

    Mit der Scherfederin Birgit Schauf konnte man dennoch einen Neuzugang verzeichnen. Durch diese Verstärkung konnte die Damenmannschaft einen guten 3. Tabellenplatz in der Bezirksliga erreichen. Durch einen Zuschuß der Stadt Warburg konnte zudem die Beleuchtung über den Tischtennisplatten erheblich verbessert werden.

     

     

     

    Bild 7

     

     


    Die 2. Damenmannchaft. Von links: Monika Schäfers, Marion Hilleke, Andrea Kurten und Eva Blome.

    Nachdem die 2. Damenmannschaft in der letzten Serie aus der Bezirksklasse wieder absteigen mußte, gelang den Spielerinnen der direkte Wiederaufstieg nach einem Jahr in der Kreisliga und wurde zudem noch Kreispokalsieger. Mennes Aushängeschild, die 1. Damenmannschaft mit Annette Fietz, Ingrid Gründer, Martina Kirchner und Birgit Schauf belegten den 5. Tabellenplatz  und zeigte sich mit diesem Erfolg zufrieden.

    Obwohl die 3. Damenmannschaft einen Platz im unteren Drittel der Kreisliga belegte, zeigte sie viel Spaß und Freude am Tischtennissport. Die 1. Herrenmannschaft entging nur knapp dem Abstieg aus der Kreisliga. Einen großen Anteil am Nichtabstieg hatte Siegfried Bode, der als Ersatzspieler zum Schluß der Serie oft eingesetzt wurde und alle Spiele gewann. Die 2. Herrenmannschaft war als gesellige Truppe bekannt und ließ durch den 3. Platz in der Kreisklasse ein gutes Licht auf dieses Team scheinen. Das 4. Herrenteam schlug sich beachtlich, wobei es dort weder um Auf noch um Abstieg ging. Die bisherige Jungenmannschaft hielt sich auf einem Mittelfeldplatz in der Kreisliga und schaffte ebenso den Kreispokalsieg. In der Serie 93/94 nahm die TTA ohne Nachwuchsteam am Spielgeschehen teil, was die Verantwortlichen als Anlaß nahmen, einen Jugendtrainer einzustellen. Mit Günter Bickmann aus Warburg konnte ein erfahrener Trainer für den Jugendbereich gewonnen werden.

    Die Serie 93/94 sollte dann eine der erfolgreichsten in der Geschichte des Menner Tischtennis werden. Die 1. Damenmannschaft spielte in der Bezirksliga und erreichte den 3. Tabellenplatz. Dadurch, daß die Mannschaft aus Höxter auf die Teilnahme an dem Aufstiegsspiel zur Verbandsliga verzichtete, wurde dieser Platz für Menne frei. Im Aufstiegsspiel traf man in Bielefeld auf die Mannschaft aus Mennighüffen. In einem an Spannung und Dramatik nicht zu überbietenden Spiel hatten die Damen aus Menne am Ende das nötige Glück, um mit einem hauchdünnen Vorsprung das Spiel für sich zu entscheiden. Nach Punkten und Sätzen stand es am Ende ausgeglichen, also mußten die gewonnen Bälle die Entscheidung bringen. Nach langem Rechnen stand hinterher fest, daß Menne mit nur 5 Bällen ( 569:564 ) Vorsprung der 3. Verbandsligaaufsteiger ist. Nach 73/74 war dies nun der zweite Verbandsligaaufstieg im Menner Damentischtennis. Im Bezirkspokal unterlag man mit 3:5 im Halbfinale gegen den späteren Sieger aus Daseburg. Ebenso wie bei den Damen war es auch bei den Herren die 1. Mannschaft, welche die sportlichen Glanzpunkte setzte. Verstärkt durch Josef  Seewald, der nach zweijähriger Abwesenheit zum Heimatverein zurückkehrte und durch Lothar Klaas, der ebenfalls aus Warburg zur TTA Menne wechselte, ging man mit dem Ziel des Aufstiegs in die Serie 93/94. Das letzte Heimspiel in der Kreisliga brachte die Entscheidung zugunsten der TTA Menne. Mitkonkurrent Ikenhausen wurde im entscheidenden Spiel mit 9:7 besiegt und somit war der Aufstieg unter Dach und Fach. Nach jahrelanger Abstinenz in der Bezirksklasse war nun der Klassenerhalt das gesteckte Ziel für die neue Saison. Damit dieses Ziel  realisierbar  wurde, verpflichtete die TTA Menne  Andreas Niggemeyer aus Ossendorf.  Die 2. Damenmannschaft erwies sich wieder einmal als Fahrstuhlmannschaft und konnte sich nach dem Aufstieg im letzten Jahr in der Bezirksklasse nicht halten.

     

     

     

    Bild 8

     

     


    Duell in der DamenVerbandsliga zwischen Menne und Daseburg. Das Foto zeigt von links nach rechts folgende Menner Spielerinnen Birgit Schauf, Martina Kirchner, Annette Fietz, Ingrid Schröder.

    In der Saison 1994/95 nahmen wir mit 12 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Am Ende konnten die beiden 1. Mannschaften den Abstieg nicht verhindern. Was vorher schon allen Beteiligten klar war ist die Tatsache, daß die Damenmannschaft in die neu gegründete Landesliga absteigen wird. Das gesteckte Ziel der 1. Herrenmannschaft, den Klassenerhalt zu schaffen, konnte auch durch die Neuverpflichtung von Elmar Schäfers aus Ikenhausen zur Rückrunde nicht erreicht werden. Durch viele knappe und oftmals unglückliche Niederlagen stieg man nach nur einjähriger Zugehörigkeit wieder in die Kreisliga HX/WAR ab.

    Für die 2. Herrenmannschaft war das oberste Ziel der Aufstieg in die Kreisliga. Durch Verstärkungen von Engelbert Schulze und Gerald Dierkes in der Rückrunde wurde man am Saisonende mit 41:3 Meister in der 1. Kreisklasse. Im entscheidenden Spiel gegen Westheim lag man schon mit 2:7 im Rückstand. Nach  einer unglaublichen Aufholjagd konnte der Mitstreiter aus Westheim noch mit 9:7 besiegt werden. Im nächsten Jahr freute sich die 2. Herrenmannschaft auf vereinsinterne Duelle in der Kreisliga. Die 5. und 6. Herrenmannschaft spielte in der 3. Kreisklasse. Hier entwickelte sich im Laufe der Saison ein spannender Zweikampf um den 2. bzw. 3. Tabellenplatz . Am Ende reichte es dann für die 6. Mannschaft. Sie belegte mit 37:11 Punkten den 2. Tabellenplatz.

     

     


    Bild 10

     

     


    Meister der 1. Kreisklasse 1994/95. Von links: Andreas Ludwig, Siegfried Bode, Klaus Wendehals, Gerald Dierkes, Engelbert Schulze, Rudolf Gründer und Staffelleiter Burkhard Seewald.

    Die 5. Mannschaft wurde Dritter mit 35:13 Punkten. Nach langer Zeit nahmen wir mit 3 Jungen und 1 Mädelmannschaft am Spielbetrieb teil. Es sind die ersten Früchte eines kontinuierlichen Aufbaus durch den Jungendtrainer Günter Bickmann und die Betreuer Monika Schäfers bei den Mädchen und Michael Blome bei den Jungen. Die Nachwuchsmannschaften belegten in der ersten Saison Mittelfeldplätze und haben Spaß am Sport gefunden.

    Nach der Serie 95/96 mußte die 1. Damenmannschaft wiederum absteigen. Man stellte fest, daß diese Klasse eine Nummer zu groß war. Nachdem Annette Fietz ihre so erfolgreiche Karriere offiziell zum Saisonende beendete und auch Martina Kirchner, die viele Jahre gute Leistungen für den Damensport in Menne gebracht hat, kam man zu der Entscheidung, die Mannschaft in der Serie 96/97 in der Bezirksklasse zu melden.

    Mit dem Landesligaspieler Uwe Rademacher, der zwischenzeitlich nach Menne umzog,  verstärkte man sich wesentlich, um den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse zu erreichen. Am Ende der Serie standen überragende 40:0 Punkte zu Buche. In der ganzen Serie verloren Josef Seewald und Uwe Rademacher kein Spiel, aber auch die Spieler Lothar Klaas, Andreas Niggemeyer, Burkhard und Gerald Dierkes verloren nur wenige Spiele. Die 2. Herrenmannschaft erreichte nach dem Aufstiegsjahr in der Kreisliga HX/WAR einen nie erhofften guten 4. Tabellenplatz.
    Die 3. Herrenmannschaft mußte nach einer schlechten und durch viele Spielerausfälle geprägte Saison in die 2. Kreisklasse absteigen. Dies wurde aber durch die Meisterschaft der 4. Herrenmannschaft ausgeglichen. Mit 32:0 Punkten wurden die Spieler Mewes, Nolte, Fietz, Blome, Burgat, Schulte und Lütkemeyer Kreismeister in der 2. Kreisklasse. Daß die TTA des SV Menne zu den erfolgreichsten Vereinen im Altkreis Warburg zählt, stellte auch die 1. Jungenmannschaft unter Beweis. Neben den beiden Herrenmannschaften wurden auch die Jungen ungeschlagen Herbstmeister und später Kreismeister. Nach langer Zeit konnten im Jugendbereich erste Erfolge verbucht werden. Die 3. Jungenmannschaft schaffte zudem einen hervorragenden 2. Platz in der 2. Kreisklasse. Im Pokalfinale fand nach langer Zeit im TTKreis ein vereinsinternes Kreispokalendspiel statt. In der neuen Bühner Sporthalle siegte die 1. Herrenmannschaft mit 5:1 gegen die Zweite.

     

     

     

    Bild 9

     

     


    Die Finalteilnehmer des Kreispokalwettbewerbs, Menne I und Menne II. Von links: HansJoachim Fietz, Ulrich Schäfers, Siegfried Bode, Josef Seewald, Andreas Niggemeyer, Lothar Klaas, Engelbert Schulze und HansGünter Fels.

    Im vergangenen Spieljahr 96/97 machte der Heizungsausfall in der Gemeindehalle große Probleme. Seit Anfang des Jahres konnte nicht mehr trainiert werden und Meisterschaftsspiele mußten bei den gegnerischen  Mannschaften oder bei befreundeten Nachbarvereinen bestritten werden. Trotz dieser Tatsache mußte nur eine Mannschaft absteigen. Die 3. Herrenmannschaft konnte sich nicht in der 1. Kreisklasse halten und wird im nächsten Jahr mit einer 4er Mannschaft eine Klasse tiefer spielen.  Die 1. Herrenmannschaft wurde Tabellenfünfter nach der Meisterschaft im letzten Jahr. Alle anderen Mannschaften belegten Mittelfeldplätze in der Tabelle. Die 1. Damenmannschaft stand nach Abschluß der Hinserie auf einem Abstiegsplatz, doch durch den gelegentlichen Einsatz von Annette Fietz und nach der Babypause von Ingrid Schröder schaffte man aufgrund der Rückrunde noch den Klassenerhalt in der Bezirksklasse. Im nächsten Jahr startet die TTA  mit 6 Herren, 1 Damen, 1 Jungen und 1 Mädelmannschaft.

    Durch den Weggang von Uwe Rademacher zum Landesligisten Borgentreich und Andreas Niggemeyer zu seinem Heimatverein Ossendorf wird es nächste Saison Veränderung im Herrenbereich geben. Einige Jugendspieler werden in Herrenmannschaften eingebaut. Für den TTSport in Menne geht es darum, wieder neue Jugendliche für den attraktiven und schönen Sport zu begeistern, damit auch eigene Spieler in Zukunft den Sprung in höhere Mannschaften schaffen.

    Neben den sportlichen Ereignissen, was natürlich immer den ersten Stellenwert einnahm, wurde aber auch das gesellschaftliche Geschehen gefördert und gepflegt. Hierzu zählen die Weihnachts und Karnevalsfeiern, die allen viel Freude bereitet haben. Seit vielen Jahren ist es schon zur Tradition geworden, zum Abschluß der Saison eine Fahrt in ein Feriendorf zu veranstalten. Allen dürften noch die Fahrten nach Kronenburg, Kirchheim, Geldern, Frankenau, SchlüchternHutten usw. in Erinnerung sein. Weitere Aktionen wie Kegeln, Preisknobeln, Preisskat und  Dorfturniere brachten immer viel Freude, Spaß und Geselligkeit in der Tischtennisabteilung Menne.     
    Vereinsmeister im Seniorenbereich  

    Herren Damen
    1987 Paul Rahm Ingrid Gründer
    1988 Walter Anlage Annette Fietz
    1989 Ulrich Schäfers Annette Fietz
    1990 Burkhard Dierkes  nicht ausgetragen
    1991 Josef Seewald  nicht ausgetragen
    1992 Ulrich Schäfers  nicht ausgetragen
    1993 Ulrich Schäfers Andrea Kurten
    1994 Engelbert Schulze  nicht ausgetragen
    1995 Josef Seewald Monika Schäfers
    1996 Josef Seewald Monika Brenke

    Errungene Titel der letzten 10 Jahre

    1987 Josef Seewald 3. Platz EisenbahnerBezirksmeisterschaften Herren  Einzel
    1987 Josef Seewald 2. Platz EisenbahnerBezirksmeisterschaften Herren  Doppel
    1987 Paul Rahm 2. Platz EisenbahnerBezirksmeisterschaften Herren  Doppel
    1987 Annette Fietz  Kreismeisterin Damen A  Einzel
    1987 Paul Rahm Kreismeister Herren B  Einzel
    1987 Siegfried Bode 2. Platz Kreismeisterschaften Senioren I  Einzel
    1988 Siegfried Bode Kreismeister Senioren I  Einzel
    Siegfreid Bode 2. Platz Kreismeisterschaften Senioren I  Doppel
    Annette Fietz  Kreismeisterin Damen A  Einzel
    Annette Fietz  Kreismeisterin Damen A  Doppel
    Ingrid Gründer Kreismeisterin Damen A  Doppel
    Ingrid Gründer 2. Platz Kreismeisterschaften Damen A  Einzel
    Annette Fietz  Kreismeisterin Mixed
    Daniela Hausmann Kreismeisterin Schülerinnen  Einzel
    Daniela Hausmann Kreismeisterin Schülerinnen  Doppel
    Nadine Kukuk Kreismeisterin Schülerinnen  Doppel
    Lars Stuckenbrock 2. Platz Kreismeisterschaften Schüler  Einzel
    Schülerinnen Stadtmannschaftsmeister
    1989 Yvonne Leifeld Kreismeisterin Schülerinnen  Einzel
    Yvonne Leifeld Kreismeisterin Schülerinnen  Doppel
    Daniela Hausmann Kreismeisterin Schülerinnen  Doppel
    Daniela Hausmann 2. Platz Kreismeisterschaften Schülerinnen  Einzel
    Schülerinnen Kreispokalsieger
    1991 Damen Stadtmannschaftsmeister
    1992 Damen Stadtmannschaftsmeister
    Jungen I Kreispokalsieger
    Damen II Kreispokalsieger
    1994 Herren I Kreispokalsieger
    Damen II  Vizekreispokalsieger
    Josef Seewald Stadtmeister Herren  Doppel
    Andreas Niggemeyer Stadtmeister Herren  Doppel
    1995 Herren  Stadtmannschaftsmeister
    Josef Seewald Stadtmeister Herren  Doppel
    Andreas Niggemeyer  Stadtmeister Herren  Doppel
    Ingrid Schröder Stadtmeisterin Mixed
    Lothar Klaas Stadtmeister Mixed
    Ingrid Schröder Stadtmeisterin Damen  Einzel
    Birgit Schauf 3. Platz Stadtmeisterschaften Damen  Einzel
    Ingrid Schröder Stadtmeisterin Damen  Doppel
    Birgit Schauf Stadtmeisterin Damen  Doppel
    Josef Seewald Kreismeister Senioren I  Einzel
    Josef Seewald Kreismeister Senioren I  Doppel
    Josef Seewald 3. Platz Kreismeisterschaften Herren B
    Andreas Niggemeyer Kreismeister Junioren  Doppel
    Leonid Wotschel Kreismeister Schüler  Doppel
    Gerald Dierkes 2. Platz Kreismeisterschaften Herren C
    Michael Burgat Sieger Kreisrangliste Herren D
    Leonid Wotschel 2. Platz Kreismeisterschaften Schüler  Einzel
    1996 Herren I  Kreispokalsieger im Endspiel 5:1 gegen Menne II
    Josef Seewald Stadtmeister Herren  Einzel
    Josef Seewald Stadtmeister Mixed
    Josef Seewald Stadtmeister Herren  Doppel
    Uwe Rademacher  Stadtmeister Herren  Doppel
    Jungen I Vizekreispokalsieger
    Josef Seewald Kreismeister Senioren I  Doppel
    Josef Seewald 3. Platz Kreismeisterschaften Senioren I  Einzel
    Uwe Rademacher  3. Platz Kreisrangliste Herren A
    Josef Seewald 4. Platz Kreisrangliste Herren A

     

     

     

    Bild 11

     

     


    Die 1. Herrenmannschaft des SV Menne in der Serie 1996/97. Von links: Josef Seewald, Uwe Rademacher, Lothar Klaas, Volker Hamel, Gerald Dierkes, Andreas Niggemeyer und Burkhard Dierkes.

    Mannschaftsaufstellungen und Plazierungen in der Serie 1996/1997
    I. Herren

    Herrenbezirksklasse 5. Platz mit 26:18 Punkten 1. Uwe Rademacher
    2. Josef Seewald
    3. Lothar Klaas
    4. Andreas Niggemeyer
    5. Burkhard Dierkes
    6. Gerald Dierkes
    II. Herren

    Kreisliga HX/WAR 8. Platz mit 15:29 Punkten 1. Ulrich Schäfers
    2. Volker Hamel
    3. Siegfried Bode
    4. Andreas Luwig
    5. Klaus Wendehals
    6. Rüdiger Moers
    7. Engelbert Schulze
    III. Herren

    1. Kreisklasse 11. Platz mit 6:38 Punkten 1. Rudolf Gründer
    2. Wilfried Nolte
    3. Matthias Mewes
    4. HansJoachim Fietz
    5. Michael Blome
    6. Michael Burgat
    7. Josef Schulte
    8. Hermann Lütkemeyer

    IV. Herren

    2. Kreisklasse 8. Platz mit 18:26 Punkten 1. Kai Stuckenbrock
    2. Olaf Wunnicke
    3. Berthold Geisen
    4. Dieter Büsse
    5. Dietmar Weber

    V. Herren

    3. Kreisklasse 4. Platz mit 21:15 Punkten 1. Rainer Ehlen
    2. Christian Klauke
    3. Roy Randhahn
    4. Rainer Spellerberg

    I. Damen

    Bezirksklasse 8. Platz mit 18:26 Punkte 1. Annette Fietz
    2. Ingrid Schröder
    3. Birgit Schauf
    4. Monika Schäfers
    5. Andrea Kurten
    6. Monika Brenke
    7. Yvonne Leifeld
    8. Eva Blome
    9. Bianca Stuckenbrock

    I. Jungen

    Kreisliga HX/WAR 7. Platz mit 13:19 Punkten 1. Markus Witte
    2. André Hamel
    3. Björn Nolte
    4. Arthur Wotschel

    II. Jungen

    1. Kreisklasse Jungen 11. Platz mit 8:36 Punkten  1. Leonid Wotschel
    2. Marcel Kohaupt
    3. Matthias Fuest
    4. Christian Nolte

    I. Mädchen

    1. Kreisklasse 9. Platz mit 20:32 Punkten  1. Daniela Kukuk
    2. Sabrina Kukuk
    3. Katrin Michels
    4. Christina Geisen
    5. Marina Schäffer
    6. Rebecca Hauser

     

     

     


    Bild 3

     

     


    Der aktuelle Vorstand der TTAbteilung des SV Menne 1922 e.V.


    Der Vorstand der TTAbteilung seit dem 7. Mai 1997
    Abteilungsleiter :  HansJoachim Fietz
    stellv. Abteilungsleiter : Michael Burgat
    Sportwart : Rudolf Gründer
    Kassiererin : Monika Brenke
    stellv. Kassierer : Burkhard Dierkes
    Schriftführerin: Marion Hilleke
    Pressewart : Michael Blome
    Hallen u. Gerätewart: Josef Seewald
    stellv. Hallen u. Gerätewart: Wilfried Nolte
    Beisitzer: Gerald Dierkes,  Dietmar Weber, Klaus Wendehals, Markus Witte
    Jugendwart : Michael Blome
    Jugendausschuß : Eva Blome, Michael Burgat, Dietmar Weber

 

 

 

 

.